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WM 2026: Comeback von Manuel Neuer verpufft? Der Mythos ist nur noch ein Mythos

Aktualisiert:

von Kai Esser

ran Fußball

DFB-Team - Neuer weist jede Schuld zurück: "Auf keinen Fall"

Videoclip • 01:26 Min


Manuel Neuer wurde für die WM reaktiviert, um die Mannschaft nochmal zu verbessern. Davon ist nach der Vorrunde nichts mehr zu spüren. Was ist vom Mythos Neuer noch übrig?

Von Kai Esser

"Auf gar keinen Fall."

Manuel Neuer ließ gar keine Zweifel daran, dass er keine Schuld am 1:2-Gegentor der DFB-Auswahl im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador hat.

Und das stimmte auch, obwohl der fünfmalige Welttorhüter zumindest unglücklich aussah. In der Mitte pennten einige seiner Mitspieler.

Allerdings: Die Anzahl der Glanztaten von Neuer bei dieser WM kann man an einer Hand abzählen - oder besser gesagt: An einer Faust. Denn es gab noch keine.

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DFB-Team: Mythos Manuel Neuer ist nur noch ein Mythos

Um fair zu sein: Neuer hielt, was er halten musste. Mehr aber auch nicht. Hier mal ein Fernschuss, da mal souverän eine Flanke abgefangen. Den Moment, den die Fußballwelt sah und sich dachte "Wow, das ist eine Neuer-Parade!", den gab es noch nicht.

Das ist für den 40-Jährigen persönlich unglücklich und schlichtweg Pech. Gefühlt wartet der Torhüter des FC Bayern seit der Europameisterschaft 2016 in Frankreich, als er im Viertelfinale gegen Italien zwei Elfmeter parierte, auf ein riesiges Erfolgserlebnis auf allergrößter Bühne mit dem DFB.

Auch, wenn er sich zwischendurch wenig bis nichts zu Schulden kommen ließ. Der Mythos, dass mit Neuer eine unüberwindbare Wand im Tor steht, vor der Stürmer in Ehrfurcht erstarren, ist einfach nicht mehr da.

Dass WM-Debütant Curacao sein einziges Tor im Turnier gegen eben jenen Neuer erzielte, ist Zufall und so wie es zustande kam, am allerwenigsten seine Schuld. Aber es ist bezeichnend. Genauso wie der Umstand, dass alle drei Gruppengegner jeweils mit ihrem ersten Schuss aufs Tor trafen.

Causa Neuer war am Ende nur unnötige Unruhe

Was würde von Neuers Comeback bleiben, wenn das Turnier, so wie es viele erwarten, im Achtelfinale gegen Frankreichs Übermannschaft endet und er weiter nicht seine zweifelsohne immer noch vorhandene Klasse nachweisen kann?

Herzlich wenig.

Höchstens, dass Oliver Baumann völlig ohne Not degradiert wurde. Denn zu Schulden kommen lassen hat sich der Keeper der TSG 1899 Hoffenheim eigentlich nie etwas.

Wochenlang wurde diskutiert, wochenlang schwebte das Thema über der Mannschaft. Baumann war am Ende der Leidtragende und geholfen hat es der Mannschaft - Stand jetzt - nicht.

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Baumann immer mannschaftsdienlich

Baumann gab sich nach der Entscheidung mannschaftsdienlich, so wie er es in seiner Karriere immer war. Im Herbst wird Baumann dann mutmaßlich wieder die Nummer eins sein - ohne Murren.

Dass der 36-Jährige natürlich tief in sich drin enttäuscht ist, dass ihm die einzige Chance auf eine WM als Stammtorwart verwehrt wurde, ist doch logisch - und menschlich.

Diese WM wird nicht das Vermächtnis von Manuel Neuer beeinflussen. Für viele ist er der beste Torhüter der Geschichte, für den Rest ist er zumindest einer der besten.

Stand nach der Gruppenphase ist das WM-Comeback von Neuer jedoch nur ein statistischer Wert.

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