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WM 2026 hinter Glas: Finalstadion in New York wirft viele Fragen auf

Veröffentlicht:

von Tobias Hlusiak

ran Fußball

WM 2026: Frankreich droht! DFB-Fans mit verrückter Forderung

Videoclip • 02:04 Min


Die Endspiel-Arena vor den Toren New Yorks wirkt nicht wie die am besten geeignete Wahl. Ein Erlebnisbericht.

Aus New York City berichtet Tobias Hlusiak

Trotz der Niederlage gegen Ecuador ist ein erneuter Besuch der deutschen Nationalmannschaft im Stadion von East Rutherford nicht ausgeschlossen.

Am 19. Juli findet dort - vor den Toren Manhattans, auf der anderen Seite des Hudson-Rivers - das Finale der XXL-Weltmeisterschaft statt.

Sollten Joshua Kimmich und Co. dieses erreichen, wäre auch ich wieder mit dabei. Ein uneingeschränktes Vergnügen wäre das nicht. Gleich aus mehreren Gründen.

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WM 2026: Stadion in New York ein seelenloser Betonhaufen

Vorweg: Dieser Text ist keine Jammerei. Eine WM vor Ort zu begleiten, ist immer auch ein Privileg. Dennoch muss Kritik erlaubt sein. Gerade wenn sie nicht nur uns Journalisten betrifft.

Es gibt tolle Stadien bei dieser Weltmeisterschaft. Spielstätten, die auf dem neuesten Stand sind, beeindruckende Bauwerke - modern und zuschauerfreundlich. Sie stehen in Atlanta oder Los Angeles. Das Metlife-Stadium - so heißt es im wahren Leben - gehört nicht dazu.

Über die saftigen Preise für Getränke - wurde schon vor dem Turnier ausgiebig gesprochen. Auch über die völlig überteuerten Tickets für den fast alternativlosen Zug raus nach New Jersey - 98 statt der sonst üblichen 13 Dollar.

Ist man dann aber angekommen, erwartet Fans und uns Journalisten ein seelenloser Bau inmitten einer Betonwüste. Bäume, die Schatten spenden, kann man im Umfeld des Stadions an zwei Händen abzählen – suboptimal bei den derzeit herrschenden Temperaturen.

Im Stadioninneren ist das nicht anders. Beim Bau der Arena, der 2007 begann und drei Jahre später abgeschlossen wurde, verzichtete man auf ein Dach.

Die NFL-Saison startet traditionell im Herbst und zieht sich bis in den Februar. Es ist also durchaus nachvollziehbar, dass die Planer keine Rücksicht auf den New Yorker Hochsommer nahmen, als sie diese Entscheidung trafen.

Für die FIFA aber hätte das fehlende Dach ein Ausschlusskriterium in der Finalfrage darstellen müssen. Denn – und so bewahrheitet es sich im Turnier: Entweder werden die Zuschauer gegrillt oder pitschnass.

Das kann so nicht im Sinne des Erfinders sein.

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WM 2026: Zoo-Atmosphäre statt Fangesänge

Übrigens genauso wenig, dass wir Journalisten das Spiel in einem ziemlich ernüchternden "Großraumbüro" irgendwo oberhalb einer der Eckfahnen verfolgen müssen.

Die Glasscheiben, die uns hier vom Geschehen trennen, filtern Gesänge, Jubel, Emotionen. Je weiter hinten man in der Pressbox sitzt, desto weniger bekommt man mit. Vom sehr eingeschränkten Blickfeld ganz zu schweigen.

Im NFL-Umfeld mag das gang und gäbe sein, Fußballberichterstattung lebt aber auch davon, Teil des großen Ganzen zu sein.

Den gut und gerne zehnminütigen Fußmarsch in die Mixed-Zone, wo man die Spieler schließlich befragen darf, will ich nur am Rande erwähnen.

Fazit: Das ginge insgesamt deutlich besser!

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