WM 2026
WM 2026: Darf der Schiedsrichter nach Einreiseverbot doch noch zur WM? Das sagt FIFA-Boss Infantino
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
WM 2026 - Somalischer Schiri mit Einreiseverbot! Völler reagiert
Videoclip • 03:12 Min
Die US-Behörden reagieren auf das Einreiseverbot gegen den somalischen Referee Omar Artan und liefern eine Begründung. Auch Infantino äußert sich zum Vorfall.
Die US-Regierung hat die kontroversen Visa-Entscheidungen gegen den somalischen Schiedsrichter Omar Artan und einige Mitglieder des iranischen Fußball-Verbandes verteidigt. Es seien "keine Spieler und keine Trainer abgelehnt worden", sagte der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani: "Es handelt sich um einige Offizielle - und das mit gutem Grund".
Das Ziel sei es, "dass Personen mit böswilligen Absichten, die (...) unter dem Deckmantel der Fußball-Weltmeisterschaft ins Land zu gelangen versuchen, keinen Zugang zu den Vereinigten Staaten erhalten", fügte er hinzu.
Einige Stunden später reagierte auch FIFA-Präsident Gianni Infantino auf die Geschehnisse. "Es ist unglücklich, was dem Schiedsrichter aus Somalia widerfahren ist. Auch hier gilt: Wir haben nicht alles im Griff. Wir versuchen es, wir werden darüber sprechen, wir werden uns beraten, wir werden sehen", sagte der Schweizer auf der Pressekonferenz vor dem Eröffnungsspiel am Donnerstag in Mexiko-Stadt.
Manchmal, so Infantino weiter, sei es "gut, sich zu beruhigen, sich zu entspannen – wir arbeiten an allem, wir versuchen, alles zu lösen. Manchmal hat es den gegenteiligen Effekt, sofort anzuschreien und zu brüllen, anstatt eine Lösung zu finden." Die FIFA versuche stets, "Lösungen zu finden", so Infantino: "Aber wir müssen respektieren, dass wir nicht die Könige der Welt sind, die über Regierungen und Polizeikräfte herrschen können. Wir sind eine Sportorganisation."
Neben Artan war auch Fans und Funktionären des Iran, der sich mit den USA im Krieg befindet, die Einreise zuletzt verwehrt worden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bat Infantino um Vertrauen in seinen Verband.
"Leider ist unsere Welt eine sehr gefährliche und aggressive Welt, und die Sicherheit steht über allem. Man muss die Entscheidungen respektieren, die getroffen werden. Und wenn ich sage, man solle 'entspannt bleiben', meine ich nicht, dass man nichts tun soll. Ich meine, dass man darauf vertrauen soll, dass wir hinter den Kulissen arbeiten. Wir versuchen, die Situation zu verstehen", sagte der 56-Jährige.
US-Außenministerium unterstellt Artan Verbindung zu "mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen"
Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur "AFP" am späten Dienstag mit, Schiedsrichter Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung", weshalb er "für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen" sei.
Artan selbst hatte im Gespräch mit der "New York Times" betont, dass er "die richtigen Unterlagen und alles" gehabt habe: "Ich hatte das richtige Visum", betonte der Somalier, der am Flughafen von Miami abgewiesen worden war: "Ich glaube, dass sie ein Problem mit meinem Land haben."
Nach eigenen Angaben war er am Flughafen elf Stunden befragt und anschließend in eine Einzelzelle gebracht worden. Anschließend habe er nach Istanbul reisen müssen - laut Artan habe er keine Begründung von den Beamten erfahren.
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WM 2026: Iran verlegte WM-Quartier nach Mexiko
Die Iraner hatten ihr WM-Quartier nach Mexiko verlegt, ursprünglich wollten sie sich während des Turniers in den USA aufhalten. An die Auflage, am Spieltag an- und wieder abzureisen, wollen sie sich nicht halten.
"Gemäß des FIFA-Programms wird die Mannschaftsdelegation mit einem Charterflug in die Vereinigten Staaten reisen", erklärte Amir Mehdi Alavi, Sprecher des iranischen Verbandes, in einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur "ISNA".
"Die Mannschaft wird einen Tag vor dem Spiel gegen Neuseeland am Austragungsort eintreffen, für die beiden darauffolgenden Partien werden wir bereits zwei Tage vor Spielbeginn vor Ort sein", fügte er hinzu.
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