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WM 2026: Neue Enthüllung in der Causa Balogun - entschied der Chef der Disziplinarkommission alleine?

Veröffentlicht:

von Leopold Grünwald

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Videoclip • 02:05 Min


Es ist das Aufreger-Thema der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko: Die Causa Balogun. Nun wird bekannt, dass die Entscheidung, den Stürmer für das Achtelfinale der USA gegen Belgien zuzulassen, offenbar von einer einzigen Person getroffen wurde.

Der Fall der umgewandelten Sperre von Folarin Balogun vor dem Achtelfinale von WM-Gastgeber USA gegen Belgien ist um eine weitere Wendung reicher. Wie die Londoner-Tageszeitung "The Times" berichtet, wurde die Entscheidung nur von einem einzigen Mitglied der Disziplinarkommission der FIFA getroffen.

Demnach habe es sich um einen Alleingang des Vorsitzenden des Gremiums, Mohammad al-Kamali, gehandelt. Neben dem Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten soll kein einziger anderer Angehöriger der eigentlich 18-köpfigen Kommission involviert gewesen sein.

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Überschritt der Chef der Disziplinarkommission seine Befugnis?

Die Enthüllungen der "Times" machen die Causa Balogun noch skandalöser als ohnehin schon. Laut den Statuten der FIFA müssen mindestens drei Mitglieder der Disziplinarkommission anwesend sein, damit eine Entscheidung getroffen werden kann. Nur "in besonderen Fällen kann der Vorsitzende alleine entscheiden", heißt es weiter. Dabei wird allerdings nicht spezifiziert, wann ein solcher "besonderer Fall" gegeben ist.

Balogun hatte im Sechzehntelfinale der USA gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen, nachdem er seinen Gegenspieler Tarik Muharemovic bei einem Zweikampf unglücklich mit der offenen Sohle am Knöchel erwischt hatte.

Die harte, aber vertretbare Entscheidung von Schiedsrichter Raphael Claus hätte unter normalen Umständen eine automatische Sperre für mindestens das nächste Spiel zur Folge gehabt, was in den USA für große Aufregung sorgte.

Einen Tag vor der 1:4-Niederlage der USA gegen Belgien gab die FIFA bekannt, dass Baloguns Sperre auf ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt sei. Im Nachgang erklärte US-Präsident Donald Trump, dass er bei FIFA-Boss Gianni Infantino angerufen habe, um um eine Überprüfung der Sperre zu bitten.

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USA scheitern trotz Balogun an Belgien

Nach Trumps "Geständnis" verkündete Infantino, dass das Gespräch mit dem Republikaner keinen Einfluss auf die Entscheidung der Disziplinarkommission gehabt habe, da diese unabhängig agiere. Das Gremium sah sich ebenfalls zu einer Stellungnahme gezwungen, erklärte darin aber nur, dass man das Recht zu dem Beschluss gehabt habe, ohne darauf einzugehen, wieso man zu dem Urteil gekommen war.

Balogun stand letztlich trotz eines belgischen Einspruchs im Achtelfinale in der Startelf auf dem Platz, konnte aber nicht verhindern, dass die "roten Teufel" seine Mannschaft deutlich aus dem Turnier warfen.

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