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WM 2026: Rassismus-Eklat um Mbappe-Beleidigung eskaliert - paraguayische Politikerin nennt Superstar "H****sohn" und droht mit Klage

Aktualisiert:

von SID/ran

ran Fußball

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Videoclip • 02:09 Min


Die Saga um die paraguayische Politikerin Celeste Amarilla de Boccia geht weiter. Nachdem sie Kylian Mbappé rassistisch beleidigt hatte und ihm geschlechterspezifische Gewalt vorgeworfen hat, schießt sie nun noch einmal gegen den französischen Superstar.

Die Senatorin Celeste Amarilla de Boccia ist bei einer Plenarsitzung erneut schwer über Kylian Mbappé hergezogen. Da Mbappé nach Spielabpfiff dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill nicht die Hand geben wollte, sei er ein "Hue****hn".

"Das ist nicht französisch, ein Franzose hätte so etwas nie getan", behauptete Amarilla. "Leg dich nicht mit Paraguayern an, Mbappé. Wir hatten Ronaldinho hier schon im Gefängnis", führte die 61-Jährige aus. Dabei bezieht sie sich auf die Verhaftung von Ronaldinho 2020 aufgrund von Einreise mit einem gefälschten Pass. Der Brasilianer und sein Bruder Roberto de Assis verbrachten ein halbes Jahr in paraguayischer Haft.

Dazu führte die Senatorin aus: "Unterschätz mich nicht, Mbappé. Ich kann dich verklagen. Geschlechtsspezifische Gewalt. Politische Gewalt gegen Frauen. Das ist ernst. Das ist wirklich ernst. Er sollte sich bei mir entschuldigen, denn ich habe noch rechtliche Möglichkeiten."

WM 2026: Mbappé und Frankreich wehren sich

Kylian Mbappé und der französische Fußballverband (FFF) haben sich bereits nach den ersten Beleidigungen vehement gegen die üblen rassistischen Beleidigungen der Senatorin gewehrt. Amarilla, ein Mitglied der führenden Oppositionspartei, beleidigte Mbappé und bezeichnete ihn als einen "kolonialisierten Kameruner, der vorgibt, Franzose zu sein, und verbittert, neureich, arrogant und hässlich" zu sein.

Amarilla selbst behauptet, dass es keine Basis für eine Klage gegen sie gebe. Sie habe nie Frankreich oder den FFF beleidigt.

"Madame Celeste Amarilla, Sie sind eine verachtenswerte Frau und Ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat", schrieb Superstar Mbappé auf "X".

Die Regierung von Paraguay hat sich mittlerweile für die Beleidigungen entschuldigt. "Die Äußerungen von Senatorin Celeste Amarilla, die sich gegen den Kapitän der französischen Nationalmannschaft, Kylian Mbappé, richteten, stehen im Widerspruch zu unseren Werten und Grundsätzen, die das friedliche Zusammenleben und die Achtung der Menschenwürde fördern", erklärte das paraguayische Außenministerium in einer Stellungnahme.

Die Beleidigungen würden "in keiner Weise die Haltung der Regierung der Republik Paraguay oder des paraguayischen Volkes" darstellen.

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WM 2026: Paraguayische Senatorin beschuldigt Mbappé des Sexismus

Die Politikerin selbst hatte ebenfalls eine weitere Stellungnahme veröffentlicht. In dem offenen Brief, den die 61-Jährige auf Instagram auf Spanisch und Französisch teilte, stellt sie klar: "Das Problem betrifft nur dich und mich. Ich habe nie etwas über Frankreich gesagt; mein Problem liegt bei dir."

Jetzt fordert die Paraguayerin, dass auch Mbappé seine Äußerungen zurücknimmt und sich bei ihr entschuldigt. "Auch Ihre Gewalt werde ich nicht tolerieren. Sie kennen mich nicht, und Sie haben kein Recht zu sagen, dass ich eine verachtenswerte Frau bin", heißt es weiter in dem offenen Brief. Der französische Fußballer würde die Bedeutung ihres Amtes nicht begreifen und habe keine Ahnung, "was es bedeutet, gewählt zu werden, um dein Land zu verteidigen und um die Stimme des Volkes zu sein."

Darüber hinaus beschuldigt sie den Stürmer der geschlechtsspezifischen Gewalt. Er habe "politische Gewalt gegen eine Frau, die durch die Stimmen ihres Volkes dorthin gelangt ist, wo sie jetzt ist," ausgeübt.

"Ich habe weder Ihre Hautfarbe noch Ihre Vorlieben angegriffen. Greifen Sie also nicht meinen Status als Frau und Politikerin an", fordert die Senatorin. Mbappé solle seiner "französischen Staatsbürgerschaft gerecht" werden, die Aussagen zurückziehen und sich entschuldigen. "Andernfalls werde ich möglicherweise rechtliche Schritte wegen geschlechtsspezifischer Gewalt einleiten", droht Amarilla.

Laut "Plan International", eine unabhängige Organisation für humanitären Hilfe, erleben in Paraguay fast 8 von 10 Frauen im Laufe ihres Lebens eine tatsächliche Form geschlechtsspezifischer Gewalt . Nach Angaben des paraguayischen Justizministeriums sind die Opferzahlen im Zeitraum von 2015 bis 2023 um 300 % gestiegen.

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Staatsanwaltschaft in Paris leitet Ermittlungsverfahren ein

Auch der Verband verurteilte das Verhalten von Amarilla auf das Schärfste. "Die rassistischen Äußerungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla gegen Kylian Mbappé sind völlig abscheulich und inakzeptabel", erklärte die FFF, die Anzeige bei der nationalen Stelle zur Bekämpfung von Online-Hass erstatte. Am Dienstagabend bestätigte die Staatsanwaltschaft, Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung und öffentlicher Anstiftung zu Hass oder Gewalt eingeleitet zu haben.

Sogar der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schaltete sich ein und erklärte, dass er "Kylian Mbappé und die französische Nationalmannschaft angesichts der rassistischen Angriffe" unterstütze. Selbst sein Amtskollege aus Paraguay, Santiago Pena, habe ihm geschrieben und "die Äußerungen verurteilt, ebenso wie es das paraguayische Außenministerium getan hat", teilte das französische Präsidialamt mit. Das Hochkommissariat der Vereinten Nationen nannte die Äußerungen Amarillas "verabscheuungswürdig".

Auch Gianni Infantino, Präsident des Weltverbandes FIFA, sagte, er verurteile die Beleidigungen "unmissverständlich". Die "Gesellschaft und der Fußball stehen solidarisch an der Seite des französischen Kapitäns", schrieb Infantino bei Instagram: "Wir müssen Rassismus gemeinsam bekämpfen und besiegen."

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