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WM 2026

WM 2026: Die Balogun-Entscheidung gefährdet die Integrität der gesamten WM - Kommentar

Veröffentlicht:

von Anne Malin

ran Fußball

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Videoclip • 07:52 Min


Der Fall Baloguns hat die Endgültigkeit jeder Entscheidung bei dieser WM nachhaltig ruiniert und das Fallbeispiel Ägypten beweist es.

Ein Kommentar von Anne Malin.

Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten: Es gibt Dinge im Fußball, die sind einfach so, wie sie sind.

"Wird ein Spieler oder ein Offizieller einer Mannschaft aufgrund einer direkten oder indirekten roten Karte des Feldes verwiesen, ist er automatisch für das nächste Spiel seiner Mannschaft gesperrt", heißt es im speziellen FIFA-Regelwerk für die WM. Es gibt Dinge im Fußball, die sind einfach so, wie sie sind.

Oder zumindest bis sie es nicht mehr sind. Die Entscheidung, Baloguns Rote Karte nachträglich zurückzunehmen, hat die Weltmeisterschaft nachhaltig verändert. Zwar konnte das US-Team nicht entscheidend von Donald Trumps anscheinender Schützenhilfe profitieren, doch nun ist klar, dass wohl keine Schiedsrichterentscheidung final ist.

WM 2026: FIFA-Entscheidung gefährdet die Integrität der WM

Die FIFA hat sich mit dieser Aktion mehrfach ins eigene Bein geschossen. Mit der Aufhebung der Sperre wurde nicht nur die Integrität des brasilianischen Schiedsrichters Raphael Claus untergraben und der unglaubliche Einfluss, den die Politik auf die FIFA hat, bestätigt, sondern auch ein Präzedenzfall geschaffen.

Wer unzufrieden mit einer Schiedsrichterentscheidung ist, kann jetzt einfach Beschwerde einlegen. Abgesehen davon, dass im Fall Balogun der US-Verband nie offiziell gegen die Karte vorgegangen ist, scheint es ja zumindest eine Möglichkeit zu sein, mal im Trump Tower anzurufen. Damit ist natürlich das dort gelegene FIFA-Büro gemeint.

Es kann ja kaum schaden, einmal nett zu fragen, ob die Regeln nicht ein bisschen verformt werden können. „Man möchte doch ein Spiel mit den besten Spielern sehen", sagte schon der US-Präsident.

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Ägypten vs Argentinien: Alles sowieso geschoben?

Darüber hinaus hat die FIFA auch Tür und Tor dafür geöffnet, die Unabhängigkeit jedes Schiedsrichters und jeder Schiedsrichterin infrage zu stellen, den Aluhut aufzusetzen und das ganze Turnier als möglicherweise "geschoben" darzustellen.

Der ägyptische Nationaltrainer Hossam Hassan, dem vermutlich klar ist, dass der internationale Einfluss seines Landes nicht reicht, um das Tor im Nachhinein aberkennen zu lassen, sah sich nach der Niederlage gegen Argentinien sofort in einer Verschwörung.

Das stilvolle Ausscheiden aus einer Weltmeisterschaft scheint damit aus der Mode gekommen zu sein.

Und bevor sich die Situation beruhigen kann, wird das Schiedsrichtergespann für das Viertelfinale Frankreich gegen Marokko bekannt gegeben. Der Schiedsrichter, beide Linienrichter und der vierte Offizielle kommen alle aus Argentinien.

Jetzt braucht es nicht allzu viel Fantasie, um sich vorzustellen, was passieren würde, wenn Frankreich nach einer fraglichen Schiedsrichterentscheidung im Viertelfinale ausscheiden sollte. Und das kann sich Gianni Infantino selbst auf die Kappe schreiben. Egal, ob es wirklich eine unfaire Entscheidung geben wird oder nicht – genug Gründe, der FIFA etwas vorzuwerfen, gibt es schon vor dem Anpfiff.

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