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WM 2030: Lässt Marokko für das Turnier systematisch Straßenhunde töten?
Aktualisiert:
von ran.deran Fußball
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Videoclip • 01:04 Min
Tierschützer werfen Marokko vor, im Vorfeld der WM 2030 systematisch Straßenhunde zu töten. Die marokkanische Regierung weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Kastrations- und Impfprogramme.
Es sind erschütternde Bilder, die seit Monaten aus Marokko kursieren: tote Hunde am Straßenrand, mit Schusswunden oder vergiftet in Müllcontainern und Flussbetten entsorgt.
Tierschutzorganisationen werfen dem WM-Gastgeber 2030 vor, im großen Stil Straßenhunde zu töten, um das Land vor dem Turnier zu "säubern". Marokko richtet die nächste Weltmeisterschaft gemeinsam mit Spanien und Portugal aus.
Nach Angaben von Augenzeugen und Tierschützern gehen in Städten wie Rabat, Fes, Marrakesch, Agadir und Casablanca Männer mit Zangen und Netzen gegen die Tiere vor oder erschießen sie direkt auf offener Straße.
Erst vor wenigen Tagen tauchte erneut ein Video auf, das einen Schützen zeigt, der in der Ortschaft Tinghir einen Hund mit einem Gewehr erschießt. Die Organisation International Animal Welfare and Protection Coalition spricht von geschätzt bis zu drei Millionen betroffenen Tieren im ganzen Land. Unabhängig überprüfen lassen sich die einzelnen Fälle bislang jedoch nicht.
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WM 2030: Marokko weist Vorwürfe entschieden zurück
Die marokkanische Politik weist die Vorwürfe derweil zurück. Innenminister Abdelouafi Laftit sprach von "Medienattacken" mit falschen und aus dem Zusammenhang gerissenen Informationen.
Die Regierung verweist stattdessen auf den Aufbau von landesweit 20 geplanten Auffangzentren für Straßenhunde, von denen mehrere bereits in Betrieb sein sollen, sowie auf laufende Kastrations- und Impfprogramme.
Ein neues Gesetz, an dessen Vorbereitung auch die FIFA beteiligt war, soll für mehr Klarheit sorgen: Wer vorsätzlich Tiere tötet oder misshandelt, dem drohen künftig bis zu sechs Monate Haft und Geldstrafen von umgerechnet bis zu 1.800 Euro.
Kritisiert wird von Tierschützern allerdings, dass das Gesetz gleichzeitig auch Menschen mit Strafen belegt, die Straßenhunde füttern oder versorgen.
Mehrere internationale Tierschutzorganisationen sowie die Bardot-Stiftung haben die FIFA aufgefordert, Konsequenzen zu ziehen.
Der Weltverband selbst hat sich zu den konkreten Vorwürfen bislang nicht öffentlich positioniert.
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