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WM 2026

WM 2026: Diese Vereine kassieren bei der FIFA am Meisten ab - wohl nur ein deutscher Klub in Top 10

Veröffentlicht:

von Anne Malin

ran Fußball

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Videoclip • 01:13 Min


Nach jeder WM zahlt die FIFA Vergütungen an alle Vereine aus. Welche Vereine nach ersten Berechnungen am meisten kassieren und welche tatsächlich profitieren.

Im Rahmen des FIFA-Club-Benefits-Programms (CBP) zahlt die FIFA nach jeder Weltmeisterschaft Entschädigung für die Freistellung der Spieler an die jeweiligen Vereine aus.

Passend zur XXL-WM mit mehr Teilnehmern und mehr Spielen zahlt die FIFA dieses Jahr auch insgesamt 70 Prozent mehr Geld als Entschädigungen.

Der Weltverband bestätigte selbst, dass der diesjährige CBP-Topf 355 Millionen US-Dollar beträgt, also rund 311 Millionen Euro. In 2022 und 2018 betrug sich diese Summe noch auf 209 Millionen US-Dollar oder rund 183 Millionen Euro.

Doch wie wird dieser Betrag auf die unterschiedlichen Klubs verteilt? Der Prozess zur Ermittlung von qualifizierten Spielern ist recht langwierig. Erst muss der Verein betroffene Spieler an die FIFA melden, dann muss jeder zugehörige Landesverband seine Spieler überprüfen und erst dann beginnt die FIFA ihre eigenen Überprüfungen.

Es wird also noch etwas dauern, bis der Weltverband die offiziellen Zahlen veröffentlicht. Die US-amerikanische Zeitung "The Athletic" hat in der Zwischenzeit bereits eine eigene Hochrechnung veröffentlicht. Die Berechnungen sollten als Wegweiser dienen, sind aber wahrscheinlich nicht ganz korrekt.

WM 2026: Wie wird das CBP berechnet?

Der CBP-Betrag wird für die Vereine anhand eines Pauschalbetrags pro Spieler pro Tag berechnet. Umso länger ein Spieler am Turnier teilnimmt, desto mehr Geld steht dem Verein also zu. Für Spieler, die eines der Finale, also das tatsächliche Finale oder das Spiel um Platz drei, erreicht, erhöht sich die Tagespauschale noch einmal.

Zudem erhalten Vereine zum ersten Mal auch Entschädigungen für die Freistellung ihrer Spieler für WM-Qualifikationsspiele. Diese Vergütung wird pro Spieler pro Partie berechnet.

Sollte ein Spieler in den letzten zwei Jahren den Verein gewechselt haben, wird die CBP-Auszahlung aufgeteilt. Alle ehemaligen Clubs erhalten ein Drittel der Summe, der Verein, bei dem der Spieler während der WM unter Vertrag stand, erhält zwei Drittel.

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FIFA: Die Topverdiener der WM 2026

Ganz oben auf der Liste befinden sich die üblichen Verdächtigen. Laut der Berechnung von "The Athletic" wird Manchester City die am meisten Entschädigung kassieren. Mit Rayan Cherki, Marc Guehi, Nico O'Reilly, John Stones, James Trafford und Rodri profitierten die "Skyblues" massiv von dem Final-Bonus. "The Athletic" schätzt, dass City insgesamt Einnahmen in Höhe von 4,4 Millionen Dollar generiert hat.

Auf Platz zwei befindet sich der FC Barcelona, der ebenfalls stark von der Final-Teilnahme Spaniens profitiert hat. Die Katalanen können wohl eine Ausgleichszahlung in einer Höhe von circa 3,9 Millionen Dollar erwarten.

Der FC Bayern belegt mit einem geschätzten CBP-Anteil von 3,4 Millionen Dollar den dritten Platz.

Arsenal fällt knapp hinter die Bayern. Die "Gunners" büßten ein paar Tagespauschalen ein, da die Teilnahme am Champions-League-Finale dazu führte, dass viele Spieler erst später zu ihren Nationalmannschaften stießen.

Der nächste deutsche Verein ist Borussia Dortmund auf Rang 14. Im Ruhrpott können die Verantwortlichen wohl mit 2,2 Millionen Euro rechnen.

Unter den europäischen Giganten fällt nur ein Verein ab im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft. Nach Katar erhielt Real Madrid noch die vierthöchste Geldsumme, dieses Jahr schätzt "The Athletic" die Königlichen nur auf Rang neun. Grund dafür könnte unter anderem die Verletzung von Rodrygo und Éder Militão sein.

WM: Wer profitiert wirklich von den Ausgleichszahlungen?

Trotz des eindeutig größeren Budgets erhalten die Top-Vereine ähnlich viel Entschädigung wie noch vor vier Jahren, da an dieser WM auch eindeutig mehr Spieler für mehr Tage teilgenommen haben und sich der Preis-Pool somit weiter verteilt.

Insgesamt sind diese Entschädigungen für die Top-Klubs wohl eher zu vernachlässigen, wenn die Gehaltskosten der Vereine zum Vergleich herangezogen werden. Zwar ist Manchester City wohl an der Spitze der Liste, doch mit den 4,4 Millionen Dollar können die relativen Gehaltskosten für die WM vermutlich nicht mal ansatzweise bezahlt werden. Die "Citizens" zahlten in der 2024/25-Saison rund 608 Millionen Dollar an ihre Spieler.

Für kleinere Vereine hat das CBP eine eindeutig größere Bedeutung. Der englische Verein Braintree Town, der in der sechsten Liga spielt, stellte den 36-jährigen Verteidiger Tommy Smith für die Nationalmannschaft Neuseelands frei. Laut "The Athletic" soll das dem Amateurverein über 100.000 Dollar einbringen.

WM 2026: Die Top-Vereine im CBP-Topf

Die Top-Verdiener nach den Hochrechnungen von "The Athletic":

  • 1. Manchester City - 4,4 Millionen Dollar

  • 2. FC Barcelona - 3,9 Millionen Dollar

  • 3. FC Bayern München - 3,4 Millionen Dollar

  • 4. FC Arsenal - 3,3 Millionen Dollar

  • 5. Paris Saint-Germain - 3,2 Millionen Dollar

  • 6. Atletico Madrid - 3,2 Millionen Dollar

  • 7. Crystal Palace - 2,7 Millionen Dollar

  • 8. Manchester United - 2,6 Millionen Dollar

  • 9. Real Madrid - 2,6 Millionen Dollar

  • 10. AC Mailand - 2,4 Millionen Dollar

  • 11. Al-Hilal - 2,3 Millionen Dollar

  • 12. Aston Villa - 2,2 Millionen Dollar

  • 13. Sunderland - 2,2 Millionen Dollar

  • 14. Borussia Dortmund - 2,2 Millionen Dollar

  • 15. Liverpool - 2,2 Millionen Dollar

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