Leichtathletik-EM
Leichtathletik-EM: Hammer-Ass Merlin Hummel schafft nächsten Medaillencoup
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von SID:newstime
Erste deutsche Leichtathletik-Medaillen
Videoclip • 25 Sek • Ab 12
Nach dem WM-Hammer von Tokio nun auch Silber in Birmingham: Vizeweltmeister Merlin Hummel hat seinen nächsten Coup geschafft und als erster deutscher Hammerwerfer seit 20 Jahren eine EM-Medaille geholt.
Der 24-Jährige musste sich am Dienstagabend im packenden Finale von Birmingham nur dem Ungarn Bence Halasz geschlagen geben, für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) war es die dritte Medaille bei den Titelkämpfen in England.
In einem schwierigen Wettkampf packte Hummel im fünften Durchgang 81,30 m aus und rückte dicht an den führenden WM-Dritten Halasz heran. Dieser konterte dann aber postwendend mit 84,25 m - weltweit warfen nur neun Männer jemals weiter. Bronze ging an den Ukrainer Mychajlo Kochan (79,49). Hummels Frankfurter Vereinskollege Sören Klose wurde guter Sechster (78,13).
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Das war ein "unfassbar epischer Battle. Genauso habe ich es erwartet", sagte Hummel im ZDF. Nach der verpatzten Quali habe er seinen "Extra-Fokus aktiviert, das hat ganz gut geholfen. Ich bin sehr dankbar und sehr glücklich über dieses geile Finale."
Als zuvor letzter deutscher Hammerwerfer hatte Markus Esser mit Bronze 2006 in Göteborg eine EM-Medaille gewonnen. Europameister waren nur zwei Deutsche: Karl Hein (1938) und Uwe Beyer (1971).
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Hummel hatte am Vortag nur mit Ach und Krach die Vorausscheidung überstanden, war mit 75,49 m und drei schwachen Versuchen nur Zehnter geworden - in Tokio hatte er vor einem Jahr noch 82,77 m geworfen. Mental habe es nicht gestimmt, sagte er, "aber ich hatte schon mal so eine schlechte Qualifikation, danach lief alles gut."
Am Dienstag warf Hummel schon im ersten Versuch dreieinhalb Meter weiter als am Montag, nach dem guten Start lag er auf dem Bronze-Platz. Danach versuchte er es mit Gewalt, wie seine Trainerin Kathrin Klaas im ZDF bemängelte, und brachte zunächst keinen brauchbaren Versuch mehr zustande. Hummel rutschte zwei Plätze ab. In seinem vorletzten Versuch stimmte dann aber fast alles, wenig später konnte Hummel jubeln.
Titelverteidiger Wojciech Nowicki, der zuletzt dreimal in Folge EM-Gold geholt hatte, war bereits in der Qualifikation gescheitert. Für den Franzosen Yann Chaussinand, als Europas Jahresbester angetreten, kam nach drei Versuchen mit Platz neun das Aus.
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