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Leichtathletik

Leichtathletik-EM 2026 - Kolbe macht es vor: Mehr Sportler sollten ihre Stimme gegen den Hass erheben - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Andreas Reiners

:newstime

Erste deutsche Leichtathletik-Medaillen

Videoclip • 25 Sek • Ab 12


Hate Speech gehört zum Sport dazu, die sozialen Medien sind vor allem bei Großereignissen ein problematischer Ort. Noch mehr Sportler sollten dem Beispiel von Smilla Kolbe folgen. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Smilla Kolbe hat die Chance genutzt. Sie hat sich die große TV-Bühne geschnappt und ein Statement gegen Hate Speech rausgehauen.

Nicht polemisch, dafür aber umso eindringlicher.

"Ich will mir nicht vorstellen, wie das wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin", sagte die Deutsche Meisterin über 800 Meter unter anderem im ZDF. Eine fast schon höfliche Umschreibung für Rassismus, die hängenbleibt.

Genau das muss sie.

Hate Speech als trauriger Begleiter

So hat zum Beispiel Owen Ansah regelmäßig damit zu kämpfen. Durch die Irrationalität des Hasses ist es dabei völlig egal, ob Ansah für Deutschland Medaillen gewinnt. Vielleicht macht ihn gerade der Erfolg erst recht zur Zielscheibe.

So oder so: Hate Speech ist längst zu einem festen und traurigen Begleiter von Großereignissen wie der Leichtathletik-EM geworden.

Dann trifft es auch Sportler, die im Umgang mit Beschimpfungen, Hass und Rassismus noch keine Erfahrung haben und entsprechend unvorbereitet sind.

Das hört sich seltsam an, ist aber das traurige Bild 2026: Viele Sportler kennen die irrationalen Reflexe bereits. Konsumieren womöglich Social Media gar nicht mehr. Oder lassen die entsprechenden Kommentare per KI rausfiltern, um sich selbst zu schützen.

Ja, auch diese Tools gibt es heute, weil der teils ungezügelte Hass es nötig gemacht hat.

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Die große Bühne gegen den Hass nutzen

Doch es gibt bei den kleineren Sportarten viele Athleten, die damit noch nicht umgehen können. Umso wichtiger sind Sportler wie Kolbe, die sich verbal gegen die anonymen Hetzer stellen.

Je prominenter, desto besser.

Nicht falsch verstehen: Das wird das Phänomen nicht von jetzt auf gleich verschwinden lassen, die Hetzer möglicherweise sogar zusätzlich triggern.

Das Wichtigste dabei: Die Sportler sind auch gar nicht unbedingt in der Pflicht, das zu tun. Sie müssen keine gesellschaftspolitische Aufklärungsarbeit leisten.

Trotzdem ist es essenziell, den Hass öffentlich zu benennen und sichtbar zu machen.

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Haltung schafft Aufmerksamkeit

Das kann andere Sportler sensibilisieren und den Austausch darüber fördern, wie sie mit solchen Angriffen umgehen können. Gleichzeitig ermutigt es andere Nutzer, im Netz nicht wegzuschauen, sondern den Hatern zu widersprechen.

Denn je sichtbarer das Problem wird, desto größer wird auch der Druck auf Plattformen und Behörden, konsequent dagegen vorzugehen.

Zumindest die Behörden tun das bereits, müssen dabei aber konsequent bleiben. Sportler wie Kolbe können den Druck erhöhen und dafür sorgen, dass das Thema nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwindet.

Denn Haltung schafft Aufmerksamkeit. Kolbe hat gezeigt, wie man die große Bühne dafür nutzt. Noch mehr sollten ihr folgen.

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