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Leichtathletik

Leichtathletik: Vierjahressperre für deutschen Rekordhalter Owen Ansah?

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 01:13 Min


Owen Ansah droht offenbar eine lange Sperre. Die NADA fordert ein vierjähriges Wettkampfverbot für den deutschen Rekordhalter über 100 Meter.

Nach einem verweigerten Dopingtest fordert die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre für den deutschen 100-m-Rekordhalter Owen Ansah. Diesen Sanktionsvorschlag teilte die NADA am Freitag mit. Wird er angenommen, reduziert sich die Dauer automatisch auf drei Jahre.

Ansah wird vorgeworfen, einem NADA-Kontrolleur Anfang Juli die Abgabe einer Dopingprobe verweigert zu haben. Die NADA leitete daraufhin ein Verfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen ein. Im sportrechtlichen Ergebnismanagementverfahren wurden Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen des Anti-Doping-Codes des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) und gegen Artikel 2.3 des Nationalen Anti-Doping Codes (Weigerung oder Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen) festgestellt.

Owen Ansah habe die Dopingkontrolle nicht verweigert

Cherkeh wehrt sich gegen die Darstellung. "Unser Mandant Owen Ansah hat sich zu keinem Zeitpunkt geweigert, eine Dopingkontrolle durchzuführen", hieß es in der Reaktion des Anwalts. "Er hat zu keinem Zeitpunkt die Abgabe einer Probe abgelehnt. Owen Ansah hat zu keinem Zeitpunkt gesagt oder den Eindruck erweckt, dass er eine Dopingkontrolle nicht durchführen wolle."

Ansah hat nun 20 Tage Zeit, die Feststellungen der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht (DIS) zu verlangen. Ansah werde den Vorschlag der NADA allerdings "nicht akzeptieren", teilte Rainer Tarek Cherkeh, Anwalt des Leichtathleten vom Hamburger SV, in einer Stellungnahme mit: "Er fokussiert sich nun auf die anstehende Leichtathletik-EM."

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Keine vorläufige Suspendierung Ansahs

Ansah (25), der im Juni die deutsche 100-m-Bestmarke auf 9,98 Sekunden verbessert hatte, wurde von der NADA wenige Tage vor Beginn der EM in Birmingham (10. bis 16. August) nicht vorläufig suspendiert. Eine Sperre beginnt laut Mitteilung "erst mit dem Tag der entsprechenden finalen Entscheidung der NADA oder eines Disziplinarorgans oder mit dem Tag, an welchem die vorgeschlagene Sperre akzeptiert wurde".

Zudem sollen alle Wettkampfergebnisse Ansahs, der zuletzt in Wattenscheid zum DM-Titel gesprintet war, im Zeitraum vom Verstoß (9. Juli) bis zum Beginn einer vorläufigen Suspendierung oder Sperre annulliert werden.

Owen Ansah nimmt an EM teil

Auch der Deutsche Leichtathletik Verband reagierte. "Es bleibt dabei: Der DLV hat die Organisation und Durchführung von Dopingkontrollen sowie das Ergebnismanagement und Disziplinarverfahren an die NADA abgegeben. Wir stehen gleichzeitig weiter an der Seite unseres Athleten", sagte Jörg Bügner, Vorstand Leistungssport. Ansah werde "bei der EM wie geplant über 100 Meter und 200 Meter an den Start gehen", aber nicht an den Staffel-Wettbewerben teilnehmen.

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