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DTM - "Bin kurz davor aufzuhören": BoP-Ärger bei Thomas Preining

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 03:12 Min


Tritt Porsche-Pilot Thomas Preining zurück? Nach dem DTM-Samstagsrennen rechnet er mit der DTM-BoP ab.

Dreimal konnte Thomas Preining auf dem Norisring bereits gewinnen. Beim Samstagsrennen der DTM in diesem Jahr musste sich der 27-Jährige allerdings mit Platz neun zufrieden geben. Den Grund für das schwache Ergebnis sah Preining in der Balance of Performance und brachte im Anschluss an das Rennwochenende seinen Unmut über die BoP zum Ausdruck.

"Wir sind katastrophal scheiße"

Laut Preining sei es "relativ offensichtlich, dass das mit Sport nichts zu tun hat".

"Wir sind katastrophal scheiße von der Pace her. Es macht null Spaß", führte er weiter fort. So wenig, dass der Rennfahrer sogar Gedanken über einen möglichen Rücktritt äußerte: "Ich bin wirklich kurz davor, dass ich sage: Das bringt nichts mehr, ich höre auf".

Ob das Sonntagsrennen diesen Gedanken noch weiter gefestigt hat? Der Porsche GT3 R Evo war im Vergleich zum Qualifying am Samstag zwar 30 Kilogramm leichter, dennoch hieß es am Ende nur Startplatz elf. Im Rennen konnte Preining lediglich zwei Plätze gut machen und landete wie am Vortag nur auf dem neunten Platz.

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Der Grund für seinen Unmut

Besonders ärgerlich für Preining: Am Samstag profitierte er zunächst von seinem Boxenstopp unmittelbar vor dem schweren Unfall, der eine Full-Course-Yellow-Phase auslöste. Dadurch machte er zunächst einen Sprung von Platz elf auf Rang vier.

Beim anschließenden Restart konnte er seine Position jedoch nicht verteidigen. Gegen die nachfolgenden Konkurrenten war er machtlos und fiel erneut bis auf den neunten Platz zurück. Über Funk machte er seinem Frust Luft: "This is just complete bullshit!". Seine Rivalen benötigten lediglich 200 Meter für das Überholmanöver.

Das Problem ist eindeutig

"Ich habe versucht, den Porsche so breit zu machen wie es geht, aber im Endeffekt kannst du die Köche aus dem Catering in die anderen Autos reinsetzen - und die fahren an dir vorbei", ärgert er sich weiter.

Grund für die Chancenlosigkeit von Preining ist die mangelnde Geschwindigkeit des Porsches auf den Geraden. An allen Tagen landete das Auto bei der Topspeed-Messung auf dem letzten Platz. Circa zehn km/h ist der Porsche langsamer als die Ranglisten-Führenden.

Dadurch konnte Preining auch seine Überholstärke nicht ausspielen. "Ich habe in meiner Karriere schon viel überholt. Ich bin meiner Meinung nach der beste Überholer in der DTM", sagt Preining. "Dieses Jahr habe ich bisher null Überholmanöver. Auch null Überholversuche, weil es einfach aussichtslos ist. Wir sind so weit weg"

"Wir sind komplett chancenlos"

Der Porsche war am Wochenende mit dem großen 43-Millimeter-Restriktor unterwegs. Dieser fällt um 1,5 Millimeter größer aus als jener, mit dem Preining im Vorjahr am Norisring gewann. Zunächst wurde der vermeintliche Leistungsvorteil durch 30 Kilogramm Zusatzgewicht ausgeglichen, das infolge zweier BoP-Anpassungen bis zum Sonntag jedoch wieder gestrichen wurde.

Im Fahrerlager wird allerdings bezweifelt, dass der größere Restriktor tatsächlich einen spürbaren Leistungszuwachs bringt, da der kompakte Porsche-Boxermotor ohnehin bereits an seiner Leistungsgrenze arbeitet.

Dazu sagt Preining: "Das bringt überhaupt nichts. Wir sind komplett chancenlos, sind das ganze Jahr eigentlich schon komplett nirgends. Am Red-Bull-Ring haben wir Glück gehabt, dass die anderen noch im Winterschlaf waren und dass wir den Reifen schneller verstanden haben - sonst profitieren wir nur von Fehlern".

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