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DTM: So funktioniert die Balance of Performance (BoP)

Veröffentlicht:

von Philipp Kubießa/ran.de

ran racing DTM

DTM: Lamborghini im Vorteil? Hitzige Debatte um Balance of Performance

Videoclip • 06:05 Min


Kaum ein Thema sorgt während der laufenden DTM-Saison so für Diskussionen wie die sagenumwobene Balance of Performance. Doch was hat es mit diesem Begriff auf sich? Die ran Fahrschule klärt auf.

Die Balance of Performance (BoP) ist eines der wichtigsten Instrumente in der DTM.

Sie soll die unterschiedlichen GT3-Fahrzeuge der verschiedenen Hersteller leistungsmäßig auf ein möglichst vergleichbares Niveau bringen. Das Ziel: Kein Fahrzeug soll allein aufgrund seines technischen Konzepts einen entscheidenden Vorteil haben.

Stattdessen sollen Fahrer, Teamstrategie und Rennperformance über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die BoP wird in der DTM von der "SRO Motorsports Group" verwaltet und laufend überprüft. Dabei fließen Daten aus Rennen, Tests und Simulationen in die Bewertung ein.

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DTM: Warum gibt es die Balance of Performance?

Die BoP sorgt dafür, dass Hersteller mit unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten konkurrenzfähig bleiben. Ohne die Leistungsanpassungen wären einzelne Modelle auf bestimmten Strecken oft deutlich im Vorteil.

Für die Fans bedeutet das: mehr Zweikämpfe, engere Rennen und größere Siegchancen für verschiedene Marken. Genau deshalb gehört die Balance of Performance heute zu den zentralen Bestandteilen der DTM und des internationalen GT3-Sports.

DTM: Wie funktioniert die Balance of Performance?

Da die GT3-Fahrzeuge in der DTM auf sehr unterschiedliche Konzepte setzen - vom Frontmotor-Mercedes über den Heckmotor-Porsche bis zum Mittelmotor-Lamborghini -, werden die Fahrzeuge regelmäßig neu eingestuft.

Dafür kann die technische Kommission verschiedene Parameter anpassen:

  • Mindestgewicht des Fahrzeugs

  • Motorleistung über Ladedruck oder Air-Restriktoren

  • Bodenfreiheit

  • Lambdawerte

  • Aerodynamische Einstellungen wie Flügelwinkel

So soll sichergestellt werden, dass die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte trotz ihrer technischen Unterschiede ein ähnliches Leistungsniveau erreichen.

DTM: Wie oft wird die Balance of Performance angepasst?

Die BoP wird während der Saison kontinuierlich überwacht und regelmäßig neu bewertet. Anpassungen können grundsätzlich vor jedem Rennwochenende vorgenommen werden, wenn die analysierten Daten Leistungsunterschiede zwischen den Herstellern erkennen lassen.

In Einzelfällen sind sogar kurzfristige Änderungen möglich - etwa noch kurz vor den Rennen, wenn sich neue Erkenntnisse abzeichnen.

Die technische Kommission reagiert dabei flexibel auf sich verändernde Bedingungen.

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DTM: Erfolgreiche Fahrer werden eingebremst

Neben der klassischen BoP setzt die DTM auf sogenannte Erfolgsgewichte. Diese werden nicht den Fahrzeugmodellen, sondern den Fahrern zugeordnet.

Nach jedem Rennen erhalten die drei Erstplatzierten Zusatzballast für das nächste Rennen (sie gelten nicht für das Qualifying!):

  • 1. Platz: +20 Kilogramm

  • 2. Platz: +10 Kilogramm

  • 3. Platz: +5 Kilogramm

Diese Zusatzgewichte gelten nach einem Sonntagsrennen für den Samstag am folgenden Rennwochenende. Dadurch sollen Fahrer, die regelmäßig auf dem Podium landen, keinen dauerhaften Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufbauen.

Abschließender Merksatz zur Balance of Performance: Die Balance of Performance (BoP) soll die unterschiedlichen Autos der acht Hersteller auf ein ähnliches Leistungsniveau bringen. Ergänzt wird das System durch Erfolgsgewichte für die besten drei Fahrer des vorherigen Rennens. Damit sollen Chancengleichheit und Spannung im Titelkampf gewährleistet werden.

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