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Alexander Zverev gewinnt die US Open: Die Chronologie seiner Karriere - Shootingstar, Olympiasieger, Grand-Slam-Champion

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

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US Open: Alexander Zverev richtet emotionale Worte an seine Mutter

Videoclip • 01:23 Min


Alexander Zverev feiert den Triumph bei den US Open und gewinnt seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer eindrucksvollen Karriere, die aber auch Rückschläge beinhaltete. ran zeigt die Chronologie von Zverevs Laufbahn.

Alexander Zverev befindet sich auf dem Höhepunkt seines bisherigen Schaffens. Durch seinen Finalsieg bei den US Open feierte der 29 Jahre alte Hamburger nicht nur binnen weniger Monate den zweiten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Er verjagte auch endgültig die bösen Geister, die seine Karriere bei den wichtigsten Turnieren des Kalenders regelmäßig heimsuchten.

Denn eigentlich dachte zu Beginn von Zverevs Profikarriere niemand, dass so viel Zeit bis zu seinem ersten Grand-Slam-Titel vergehen würde. Doch manchmal scheiterte er an sich selbst, mal an Verletzungspech, mal einfach an der Qualität der Gegner. Jetzt aber ist Zverev im Olymp angekommen - nach einem steilen Aufstieg, Rückschlägen, Zweifeln und Comebacks.

ran blickt zurück auf die wichtigsten Meilensteine in Zverevs bisheriger Karriere.

Zverev-Chronologie: Mit 16 Jahren am Hamburger Rothenbaum

Juni 2013: Zverev zieht wenige Wochen nach seinem 16. Geburtstag ins Junioren-Finale der French Open ein. Dort unterliegt er dem Chilenen Christian Garin in zwei Sätzen. Dennoch ist der Deutsche spätestens jetzt allen Tennisexperten ein Begriff.

Juli 2013: Für sein Heimturnier am Hamburger Rothenbaum erhält Zverev eine Wildcard von den Veranstaltern und taucht damit erstmals auf der Profitour auf. Sein Debütmatch gegen Roberto Bautista Agut wird zu einer klaren Sache für den Spanier, der den Emporkömmling in zwei Sätzen besiegt.

Januar 2014: In der Junioren-Konkurrenz der Australian Open gewinnt Zverev seinen ersten großen Titel. Im Finale lässt er dem US-Amerikaner Stefan Kozlov nicht den Hauch einer Chance.

Juli 2014: Jetzt darf der Deutsche auch auf Profiebene seinen ersten Turniersieg bejubeln. Beim Challenger-Tour-Event in Braunschweig spielt er sich als Wildcard-Inhaber bis ins Finale, wo er den Franzosen Paul-Henri Mathieu nach verlorenem ersten Satz noch besiegt.

Juli 2014: Kurz danach darf Zverev dank einer Wildcard wieder in Hamburg mitspielen und präsentiert sich dieses Mal deutlich konkurrenzfähiger als noch ein Jahr zuvor. Der inzwischen 17-Jährige marschiert bis ins Halbfinale und schaltet auf dem Weg dorthin unter anderem den an Nummer fünf gesetzten Russen Michail Juschny aus. Im Halbfinale ist der Spanier David Ferrer dann aber zwei Nummern zu groß.

Mai 2015: Zverev gewinnt kurz nach seinem 18. Geburtstag das Challenger-Turnier in Heilbronn und rückt erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vor.

Juni 2015: Dank seiner Weltranglistenposition ist Zverev automatisch für Wimbledon qualifiziert und feiert damit seine Grand-Slam-Premiere. Der Deutsche übersteht sein Auftaktmatch gegen Teimuras Gabaschwili, scheidet in der zweiten Runde aber gegen Denis Kudla aus.

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Erster Masters-Titel für Zverev

März 2016: Zverev gibt sein Debüt für das deutsche Davis-Cup-Team, verliert aber beide Einzel im Duell mit Tschechien. Deutschland verliert mit 2:3 und muss in die Relegation.

Mai 2016: Beim ATP-Turnier in Nizza erreicht Zverev als 19-Jähriger erstmals ein Finale auf der höchsten Profitour. Gegen Dominic Thiem zieht er in drei Sätzen den Kürzeren.

Juni 2016: Beim renommierten Rasenturnier in Halle/Westfalen gelingt Zverev im Halbfinale ein Coup, der Youngster besiegt Roger Federer und schlägt damit erstmals in seiner Karriere einen Top-Ten-Spieler. Im Finale unterliegt er Florian Mayer in drei Sätzen, verbessert sich aber auf Platz 28 der Weltrangliste und ist damit beim anstehenden Wimbledon-Turnier gesetzt.

September 2016: Zverev gewinnt in St. Petersburg sein erstes ATP-Turnier.

Mai 2017: Zverev triumphiert beim Masters-Turnier in Rom und feiert damit den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere. Im Finale besiegt er keinen Geringeren als Novak Djokovic.

August 2017: Mit seinem neuen Trainer Juan Carlos Ferrero an seiner Seite gewinnt Zverev auch das Masters in Montreal.

September 2017: Zverev scheitert bei den US Open bereits in der zweiten Runde, verbessert sich in der Weltrangliste aber dennoch auf den vierten Platz.

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Erstmals Grand-Slam-Finale und Olympiasieg

Mai 2018: Zverev gewinnt in dominanter Manier ohne Satzverlust das ATP-Masters in Madrid. Bemerkenswert: Während des gesamten Turniers gibt er kein einziges Mal seinen Aufschlag ab.

Juni 2018: Als Nummer zwei der Setzliste schlägt Zverev bei den French Open auf und kommt ins Viertelfinale, wo er gegen Dominic Thiem körperlich angeschlagen in drei Sätzen verliert.

November 2018: Bei seiner zweiten Teilnahme gewinnt Zverev sensationell die ATP Finals, im Finale setzt er sich in zwei Sätzen gegen Novak Djokovic durch. Damit ist Zverev der erste Deutsche seit Boris Becker 1995, der das Saisonabschlussturnier gewinnt.

Januar 2020: Bei den Australian Open zieht Zverev erstmals in seiner Karriere ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Dort scheitert er an Dominic Thiem.

September 2020: Mit seinem neuen Trainer David Ferrer erreicht Zverev bei den US Open zum ersten Mal überhaupt ein Grand-Slam-Finale. Gegen Dominic Thiem sieht der Deutsche nach zwei Sätzen bereits wie der sichere Sieger aus, gibt das Spiel aber noch aus der Hand und verliert im fünften Satz im Tiebreak.

Juni 2021: Zverev marschiert erstmals bei den French Open ins Halbfinale, verliert dort aber gegen Stefanos Tsitsipas.

August 2021: Bei den aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen von Tokio gewinnt Zverev die Goldmedaille durch einen Finalsieg gegen Karen Khachanov. Er ist der erste deutsche Tennisspieler überhaupt, der Olympiagold im Herreneinzel gewinnt.

November 2021: Zverev sichert sich seinen zweiten Titel bei den ATP Finals. Er beendet das Tennisjahr erstmals auf Platz drei der Weltrangliste.

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Alexander Zverev gewann 2021 zum zweiten Mal die ATP Finals.

Bild: Paul Zimmer


Verletzungsdrama um Zverev bei den French Open

Februar 2022: Beim ATP-Turnier in Acapulco schreibt Zverev mit einem Ausraster unschöne Schlagzeilen. Nach dem Erstrundenaus in der Doppelkonkurrenz schlägt der Deutsche mehrfach mit seinem Schläger auf den Schiedsrichterstuhl ein. Zverev wird vom Einzelwettbewerb ausgeschlossen und zu mehr als 40.000 Dollar Geldstrafe verurteilt.

Juni 2022: Bei den French Open winkt Zverev der Sprung auf Platz eins der Weltrangliste, da sich Novak Djokovic und Daniil Medvedev früh verabschieden. Im Viertelfinale schlägt er Carlos Alcaraz und damit erstmals einen Top-Ten-Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Halbfinale gegen Rafael Nadal knickt Zverev schwer um und reißt sich mehrere Bänder im Sprunggelenk. Er muss das Match aufgeben und die Saison vorzeitig beenden.

Frühjahr 2023: Zverev findet nach seiner Verletzung nur schwer zurück zu alter Stärke und rutscht aufgrund schwächerer Ergebnisse bei den Masters-Turnieren in Monte-Carlo, Madrid und Rom aus den Top 20 der Weltrangliste.

Juli 2023: Zverev gewinnt sein Heimturnier in Hamburg und erfüllt sich damit laut eigener Aussage einen "Kindheitstraum". Es ist sein erster Turniersieg überhaupt seit fast zwei Jahren.

Mai 2024: Beim Masters in Rom feiert Zverev seinen sechsten Titel bei einem 1000er-Turnier.

Juni 2024: Zum ersten Mal erreicht Zverev das French-Open-Finale und hält gegen Carlos Alcaraz gut mit, ehe nach drei Sätzen ein Leistungseinbruch kommt und der Spanier in fünf Durchgängen triumphiert. In der ersten Runde besiegte er zuvor Rafael Nadal, er wurde damit erst der dritte Spieler nach Robin Söderling und Novak Djokovic, der den Sandplatz-König in Roland Garros schlagen konnte.

August 2024: Als Titelverteidiger tritt Zverev bei den Olympischen Spielen in Paris an, scheitert aber im Viertelfinale und verpasst eine weitere Medaille.

Zwei Grand-Slam-Titel 2026

Januar 2025: Bei den Australian Open erreicht Zverev sein drittes Grand-Slam-Finale, unterliegt Jannik Sinner aber deutlich in drei Sätzen. Es ist der frühe Höhepunkt eines anschließend durchwachsenen Jahres.

Januar 2026: In einem denkwürdigen Australian-Open-Halbfinale unterliegt Zverev in fünf Sätzen Carlos Alcaraz. Der Spanier führt bereits 2:0 nach Sätzen, wird dann von Krämpfen heimgesucht und verliert die nächsten beiden Durchgänge. Zverev schlägt im fünften Satz bereits zum Matchgewinn auf, gibt das Match aber doch noch ab.

Juni 2026: Der Bann ist gebrochen, bei den French Open gewinnt Zverev endlich seinen langersehnten Grand-Slam-Titel. Im Finale schlägt er den Italiener Flavio Cobolli in fünf Sätzen. Zuvor hatte sich sein Angstgegner Jannik Sinner sensationell früh verabschiedet, Carlos Alcaraz trat verletzungsbedingt gar nicht erst an. Damit war der Weg für Zverev frei, der als erster deutscher Mann seit Boris Becker 1996 ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte.

Juli 2026: Beflügelt vom Erfolg in Paris spielt Zverev auch bei seinem Angstturnier in Wimbledon groß auf. Erstmals in seiner Karriere kommt er in London über das Achtelfinale hinaus und zieht sogar ins Finale ein, wo aber einmal mehr Jannik Sinner zu stark ist.

September 2026: Zverev findet bei den US Open nur schwer zu seiner spielerischen Leichtigkeit und übersteht die ersten Runden nur mit Mühe. Je weiter das Turnier voranschreitet, desto besser spielt er. Im Viertelfinale verabschiedet sich Zverevs vermeintlich größter Konkurrent Carlos Alcaraz aus dem Turnier, Jannik Sinner trat verletzungsbedingt gar nicht erst an. Zverev nutzt die Gunst der Stunde, marschiert ins Finale gegen Ben Shelton und holt nach vier Sätzen seinen zweiten Grand-Slam-Titel.

Auch interessant: Nach US-Open-Sieg: Zverev muss fast die Hälfte seines Preisgeldes abgeben

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