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Alexander Zverev kündigt nach Shanghai-Aus Tennis-Auszeit an: "Bin kein Roboter"

Aktualisiert:

von SID/ran.de

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Zverev wird erstmals Nummer eins der Tennis-Welt

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


Alexander Zverev zeigt sich nach dem Aus in Shanghai angeschlagen und erschöpft. Die angehende Nummer eins der Welt benötigt nun Zeit zur Regeneration

Der designierte Tennis-Weltranglistenerste Alexander Zverev freut sich nach turbulenten Wochen auf eine Verschnaufpause. Nach der Verlegung des lukrativen Six Kings Slam in Saudi-Arabien aufgrund der tödlichen Angriffe der Huthi-Miliz im Wüstenstaat ließ der Hamburger, der spätestens am Saisonende Jannik Sinner an der Spitze des ATP-Rankings ablösen wird, auch seinen Start beim Turnier in Wien in der übernächsten Woche offen.

"Ich denke, eine Pause ist jetzt dringend notwendig", sagte der French- und US-Open-Sieger nach seiner Halbfinalniederlage beim ATP-Masters in Shanghai gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina (7:5, 4:6, 3:6).

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Alexander Zverev ging angeschlagen in das Turnier von Shanghai

Er habe in der chinesischen Wirtschaftsmetropole "über" seinen Erwartungen abgeschnitten, resümierte Zverev, der sich seit seinem US-Open-Triumph vor fünf Wochen keine Pause gegönnt hatte. Er spielte nach dem Erfolg in New York am Wochenende darauf bereits in Halle/Westfalen im Davis Cup für Deutschland, anschließend im Laver Cup für das Team Europa und schlug vor Shanghai noch beim Turnier in Peking auf.

"Ich hatte mit einer kleinen Verletzung zu kämpfen und bin bereits erschöpft in das Turnier gegangen. Daher ist es für mich in Ordnung, gegen einen solchen Spieler zu verlieren", betonte Zverev nach der Niederlage gegen Davidovich Fokina, die Nummer 26 der Welt.

Alexander Zverev in Shanghai

Bild: AFP/SID/HECTOR RETAMAL


Zverev: "Ich bin kein Roboter"

Zverev konnte gegen den Spanier nicht an die Leistung anknüpfen, die ihm im Viertelfinale einen glatten Sieg gegen Top-Ten-Spieler Alex de Minaur beschert hatte. "Ich bin kein Roboter, ich bin ein Mensch – ich werde eben müde", sagte Zverev: "Nach den US Open hatte ich insgesamt nur einen einzigen freien Tag. Ich habe sehr viel Tennis gespielt, was eigentlich sehr positiv ist, denn es bedeutet ja, dass ich gut gespielt habe."

Zverev schloss: "Wir sind alle nur Menschen, selbst die besten Spieler der Welt." Der beste - nach dem Punktesystem der ATP - wird Zverev auch noch nicht nach dem Turnier in Wien sein, selbst wenn er in Österreichs Hauptstadt antreten und dort gewinnen würde. Dies steht seit seiner Niederlage am Samstag fest.

13 Matches nach US-Open-Triumph: So voll war Zverevs Kalender wirklich

Wie außergewöhnlich Zverevs Belastung zuletzt war, zeigt ein Blick auf seinen Kalender.

Am 13. September gewann der Hamburger bei den US Open in New York seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Anschließend ging es praktisch ohne längere Pause weiter.

Nur wenige Tage später stand Zverev in Halle für Deutschland im Davis Cup auf dem Platz. Dort bestritt er zwei Einzel und half dem DTB-Team mit zwei Siegen beim Einzug in die Finalrunde.

Am darauffolgenden Wochenende folgte bereits der Laver Cup in London. Zverev kam dort in zwei Einzeln und einem Doppel zum Einsatz. Am letzten Turniertag machte er mit seinem Sieg gegen Learner Tien sogar den Gesamterfolg von Team Europa perfekt.

Danach ging es direkt weiter nach Asien. Beim ATP-500-Turnier in Peking bestritt der Deutsche drei weitere Matches und scheiterte erst im Viertelfinale an Novak Djokovic.

Nur drei Tage später begann bereits das Masters in Shanghai. Dort absolvierte Zverev bis zu seinem Halbfinal-Aus gegen Alejandro Davidovich Fokina fünf weitere Partien.

Macht insgesamt: 13 Matches bei vier verschiedenen Wettbewerben seit seinem US-Open-Triumph - zusätzlich zu zahlreichen Reisen von New York über Deutschland und London bis nach China.

Dass Zverev selbst von lediglich einem freien Tag in diesem Zeitraum spricht, verdeutlicht die enorme Belastung zusätzlich.

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Wie lange macht Alexander Zverev jetzt Pause?

Der 29-Jährige ist aktuell für das ATP-500-Turnier in Wien eingeplant, das am 26. Oktober beginnt. Nach seinem Ausscheiden in Shanghai ließ er allerdings ausdrücklich offen, ob er dort tatsächlich antreten wird.

Sollte Zverev auf Wien verzichten, könnte seine nächste Station erst das Masters in Paris sein. Das Turnier in der französischen Hauptstadt beginnt am 2. November.

Danach warten zwei weitere wichtige Termine: Vom 15. bis 22. November stehen die ATP Finals in Turin auf dem Programm. Direkt im Anschluss folgt vom 23. bis 29. November die Finalrunde des Davis Cups.

Eine unerwartete Entlastung gibt es zumindest im Oktober. Der ursprünglich für den 21. bis 24. Oktober angesetzte Six Kings Slam in Saudi-Arabien wurde auf Ende Dezember verschoben.

Für Zverev öffnet sich dadurch erstmals seit seinem Triumph bei den US Open überhaupt ein größeres Zeitfenster zur Regeneration.

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