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Alexander Zverev: Nach harscher Kritik - Deutsches Tennis-Ass gesteht Fehler ein

Aktualisiert:

von Dominik Hager

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Alexander Zverev gönnt sich Liebes-Auszeit mit Freundin Thomalla

Videoclip • 01:08 Min


US-Open-Sieger Alexander Zverev musste zuletzt für seine langatmige Aufschlag-Routine viel Kritik einstecken. Nun äußert sich die designierte Nummer eins erstmals selbst zu seiner Marotte.

Alexander Zverev sorgt seit den US Open mit seiner langatmigen Aufschlag-Routine für viel Wirbel und stellt damit Gegner, Experten und Fans vor eine Geduldsprobe.

Nach seinem Viertelfinal-Sieg bei den Shanghai-Masters gegen Alex de Minaur pflichtete der 29-Jährige seinen Kritikern nun bei und verspricht Besserung.

"Es hat bei den US Open angefangen. Ich weiß nicht, warum es angefangen hat, aber ich bin mir dessen sehr bewusst und versuche, daran zu arbeiten. Ich habe das Gefühl, dass es von meiner Seite aus etwas unnötig ist", so die deutsche Nummer eins.

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Zverev: Aufschlagroutine bei den US-Open ist "ins Extreme gegangen"

Gründe für seine neu etablierte Aufschlagroutine findet Zverev jedoch keine. Warum er den Ball in diesem Jahr zwischen Aufschlägen so oft auftippen lässt, wisse er nicht.

Es gibt laut dem zweifachen Grand-Slam-Sieger auch kein bestimmtes Schema, nach welchem er vorgeht. Den Ball tippt er vor jedem Aufschlag unterschiedlich oft auf und schlage dann "einfach auf, wenn es sich richtig anfühlt."

Bei all der Kritik sieht Zverev jedoch seit den US-Open bereits Besserung in seinem Verhalten. "Aber falls es Euch aufgefallen ist: Ich mache es mittlerweile weniger als in New York. Ich denke, dass es in New York ein bisschen ins Extreme gegangen ist", gab der gebürtige Hamburger zu.

Beim Turnier in New York habe er außerdem nichts von all dem Wirbel mitbekommen, da sein Telefon ausgeschaltet war. "Ich habe weder die sozialen Medien noch irgendetwas anderes gesehen. Mir wurde es erst im Nachhinein klar und ich arbeite auf jeden Fall daran", erklärte Zverev die Situation bei den US-Open.

Rennae Stubbs übt harsche Kritik an Zverev

Bei den US-Open zog Zverev mit seinem langwierigen Aufschlag besonders den Unmut von Rennae Stubbs, ehemalige Nummer eins der Damen-Doppel-Weltrangliste, auf sich.

Bei Stubbs hat die Kritik am deutschen Tennis-Star jedoch eine neue Dimension erreicht. Diese war einfach nur noch genervt davon, wie häufig Zverev den Ball vor seinem Service aufprallen lässt, und stellte Forderungen, die selbst alles andere als sportlich fair sind.

"Habt ihr den US-Open-Finalisten Ben Shelton gesehen? Er stand da, als würde er darauf warten, dass seine Freundin ihm einen Kaffee holt. Was machen wir hier eigentlich? Letztes Mal waren es 25 Aufpraller, diesmal waren es 12?! Ich finde, wir müssen mal anfangen, ihn dafür bloßzustellen", wetterte sie in ihrem "The Rennae Stubbs Tennis Podcast".

Stubbs erteilte dem Publikum sogar eine konkrete Anweisung. "Fangt einfach an, ihn beim zehnten Aufprall auszubuhen", stellte sie eine drastische Forderung.

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Zverev bringt Stubbs zur Weißglut: "Eine Schande"

Stubbs kann schlichtweg nicht verstehen, wie Zverev mit seiner Aufschlag-Routine bei den US Open durchkommen konnte. "Eine Schande", polterte die 55-Jährige, die selbst vier Grand-Slams-Titel im Doppel und zwei Grand-Slams-Titel im Mixed gewann.

Die Regel besagt, dass Tennisspieler nach dem Signal des Stuhlschiedsrichters 25 Sekunden Zeit haben, um den ersten Aufschlag auszuführen und der zweite Aufschlag im Falle des Falles "unverzüglich" auszuführen sei. Gerade hier lässt die Regel jedoch Ermessensspielraum zu.

Dementsprechend forderten auch Final-Gegner Ben Shelton und Experten wie Boris Becker und Andrea Petkovic eine Konkretisierung der Regelung.

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Becker und Khachanov übten ebenfalls Kritik an Zverev

Becker selbst hatte das Zeitspiel von Zverev ebenfalls moniert. "Einen Kritikpunkt habe ich bei Sascha Zverev, nur einen: dieses ewige Balltippen beim zweiten Aufschlag, bitte", zeigte er sich in seinem Podcast "Becker Petkovic" genervt.

Zverevs Halbfinalgegner Karen Khachanov hatte ebenfalls eine klare Meinung. "Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet. Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll", so der Russe.

Zverev soll bei den US Open den Ball Statistiken zufolge 15.000 Mal auftippen lassen haben. Das wären mehr als zwei Stunden, die er länger auf dem Court verbrachte als nötig. Er selbst nahm das damals mit einem Schmunzeln hin.

Der 29-Jährige hatte sich im Finales des Turniers in New York in vier Sätzen gegen Ben Shelton durchgesetzt und nach dem French-Open-Sieg seinen zweiten Grand-Slam-Titel gesichert.

Nun ist Zverev auf dem besten Weg, auch die Shanghai Masters für sich zu entscheiden. Im Halbfinale trifft er auf den Spanier Alejandro Davidovich Fokina (im Liveticker).

Auch interessant: Davis Cup: Alexander Zverev macht den Auftakt gegen Matej Dodig

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