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US Open: Zverev im Formtief, Sinner verletzt, Alcaraz ohne Spielpraxis - schnappt sich ein Außenseiter den Grand-Slam-Titel?
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von ran.deran Mehr Sport
US-Open: Alexander Zverev kassiert Spitze von Kontrahenten
Videoclip • 01:05 Min
Liefert das Cincinnati Masters einen Vorgeschmack auf die US Open? Strauchelnde und verletzte Stars geben den Außenseitern eine große Chance.
Das Cincinnati Masters ist die letzte Generalprobe vor Beginn der US Open. Beim ATP-Masters zeigt sich aktuell, dass der letzte Grand Slam des Jahres eine durchaus offene Angelegenheit werden könnte.
Bereits beim Masters in Montreal stand mit Ben Shelton nur ein Spieler aus den Top Ten der Weltrangliste im Viertelfinale. In Cincinnati ist die Situation nun ähnlich.
Alexander Zverev und Novak Djokovic sind offensichtlich noch nicht ganz auf den nordamerikanischen Hardplätzen angekommen und scheiterten bei dem Turnier frühzeitig.
Bei den Superstars Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, die in Cincinnati nicht am Start sind, ist die Situation derweil gänzlich unterschiedlich. Alcaraz bestritt zwar wegen einer Handgelenksverletzung seit April kein Match mehr, dennoch meldete er sich für die US Open fit.
Der Weltranglistenerste Sinner erklärte derweil am Freitag seinen Verzicht. Seine Knieverletzung, die ihn seit seinem Wimbledon-Triumph plagt, macht immer noch Probleme.
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Zverev und Djokovic formschwach nach New York
Sinner nicht dabei, Alcaraz ohne Matchpraxis: Eigentlich eine Situation, von der der Deutsche Alexander Zverev profitieren könnte, gelang ihm dies doch bereits mit seinem Sieg bei den French Open.
Seine Rückkehr auf die nordamerikanischen Hartplätze verlief jedoch enttäuschend: In Montreal verlor der 29-Jährige direkt zum Auftakt gegen Talon Griekspoor und sprach anschließend von seinem "schlechtesten Match des Jahres". In Cincinnati war im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Tommy Paul Schluss, obwohl Zverev bereits Matchball hatte.
Bleibt noch Novak Djokovic. Doch auch der Joker fuhr ohne Erfolgserfolgserlebnis nach Flushing Meadows und verlor bereits in der 1. Runde.
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Hartplatzsaison im Tennis: Junge Spieler wittern ihre Chance
Die unsichere Lage eröffnet Spielern aus der zweiten Reihe ungewohnte Möglichkeiten. In Montreal schieden unter anderem Daniil Medvedev, Taylor Fritz, Alex de Minaur und French-Open-Finalist Flavio Cobolli früh aus. Ben Shelton feierte dagegen den Turniersieg und könnte auch bei seinem Heimspiel bei den US Open weit kommen.
Auffällig ist vor allem die starke Form der jungen Generation. Rafael Jodar und Learner Tien standen in Montreal im Halbfinale, auch wenn sie beide scheiterten.
Besonders Tien wird großes Potenzial bescheinigt. "Eurosport"-Experte Boris Becker bezeichnete ihn als "Real Deal".
Auch Joao Fonseca gehört zu den Youngstern, mit denen bei den US Open zu rechnen ist. In Kanada scheiterte er zwar an Shelton, hatte bei den French Open aber mit einem Sieg gegen Djokovic bereits für eine Überraschung gegen einen Top-Spieler gesorgt.
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US Open so offen wie lange nicht
Die Ausgangslage war in "Flushing Meadows" selten so gut für die Herausforderer der Topstars. Die lange Saison und die Verletzungsprobleme der Favoriten könnten das Feld ungewohnt öffnen.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, wie ausgeglichen die US Open sein können: In den letzten sieben Austragungen gab es sechs verschiedene Sieger. 2026 könnte deshalb die große Chance sein, vermeintliche "Underdogs" wie Shelton, Tien, Fonseca und Co. zum ganz großen Wurf werden zu lassen.
Auch interessant: Alexander Zverev nach Alcaraz-Hammer bei den US Open: So eine Chance bekommt er nie wieder - ein Kommentar
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