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Wimbledon: Linda Noskova gewinnt tschechisches Finale gegen Karolina Muchova

Aktualisiert:

von SID

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Wimbledon: "No-Name"-Gegner! Fans lästern trotz Zverevs Finaleinzug

Videoclip • 01:54 Min


Linda Noskova gewinnt das dramatische tschechische Finale in Wimbledon gegen Karolina Muchova und setzt damit die Erfolgsstory ihres Landes beim bedeutendsten Turnier des Jahres fort.

Die Tschechin Linda Noskova hat das Finale von Wimbledon gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert.

Linda Noskova nahm die funkelnde Venus Rosewater Dish mit großer Erleichterung im Gesicht aus den Händen von Prinzessin Kate entgegen, ihrer Landsfrau Karolina Muchova stand die bittere Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Die 21-Jährige hat das dramatische tschechische Finale von Wimbledon gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Sieg gefeiert. Noskova krönte sich am Samstag durch das nervenaufreibende 6:2, 5:7, 6:3 zur neuen Königin des Rasenklassikers, seit 2023 war es bereits der dritte Sieg einer Tschechin beim bedeutendsten Tennisturnier des Jahres.

"Karolina, du hast mich dafür hart arbeiten lassen. Das werde ich dir nie verzeihen", sagte Noskova, die beim Siegerinterview von ihren Emotionen überwältigt wurde, scherzhaft: "Wir sind Freundinnen. Ich bin so froh, dass ich mein erstes Finale mit dir bestreiten durften. Wir haben heute Geschichte geschrieben." Abschließend sendete sie mit Tränen in den Augen einen Gruß gen Himmel zu ihrer Mutter, die 2024 einen Tag vor Beginn von Wimbledon verstorben war. In der Royal Box weinte auch Wimbledon-Rekordsiegerin Martina Navratilova.

Vor drei Jahren hatte Marketa Vondrousova in London triumphiert, zwölf Monate später jubelte dann Barbora Krejcikova. In Wimbledon folgt Noskova nun auf die Polin Iga Swiatek, die sich 2025 ihren ersten Titel im Londoner Südwesten gesichert hatte. Seit der Einführung des Profitennis 1968 war es das erste Endspiel bei einem der vier großen Turniere, bei dem sich zwei tschechische Spielerinnen gegenübergestanden hatten.

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4,22 Millionen Euro Preisgeld für Siegerin Noskova

Mit ihrem ersten Major-Triumph darf sich Noskova, die im Vorfeld die Generalprobe in Berlin sowohl im Einzel als auch im Doppel gewonnen hatte und nun ihre überragende Rasensaison vergoldete, über ein Preisgeld von umgerechnet 4,22 Millionen Euro freuen. In der Weltrangliste steht sie am Montag auf Platz sieben.

Muchova verpasste derweil in ihrem zweiten Grand-Slam-Finale nach dem Endspiel bei den French Open 2023 wieder den großen Erfolg, sie kassiert immerhin rund 2,11 Millionen Euro. "Linda - meine Ex-Freundin", sagte Muchova und sorgte für einen großen Lacher, dann fügte sie mit zitternder Stimme an: "Ich mache natürlich nur einen Spaß. Es war dein erstes Grand-Slam-Finale. Wie du damit umgegangen bist, ist unglaublich. Du verdienst es."

Noskova zeigt Nerven - fünf Matchbälle im zweiten Satz vergeben

Für das Finale hatte sich die geballte Prominenz auf den Weg zum heiligsten aller Tennisplätze gemacht. Neben Navratilova, mit ihrer eigenen Dominanz beim Rasenklassiker einst verantwortlich für den Boom im tschechischen Tennis, und Filmstar Jodie Foster nahm natürlich auch Herzogin Kate in der Royal Box Platz.

Um 17.00 Uhr Ortszeit betraten die Tschechinnen den Centre Court - und zunächst ließen Noskova und Muchova, die 2024 bei den Olympischen Sommerspielen in Paris gemeinsam im Doppel für ihr Land gespielt hatten, bei eigenem Aufschlag nichts zu. Im vierten Spiel boten sich der acht Jahre jüngeren Noskova dann aber gleich mehrere Breakchancen, wovon sie die zweite mit einer krachenden Rückhand eiskalt ausnutzte.

Nach dem bis dahin besten Ballwechsel des Spiels lag Noskova schnell 4:1 vorne. Muchova versuchte alles, doch viel wollte nicht klappen. Als es in Satz zwei schon auf die Entscheidung zuging, zeigte Noskova dann doch noch Anzeichen von Nervosität, vergab gleich fünf Matchbälle - es ging in den Entscheidungssatz. In diesem verwandelte Noskova dann aber schließlich nach 2:27 Stunden Spielzeit ihren sechsten Matchball.

Am Sonntag will Alexander Zverev nachziehen. Nur fünf Wochen nach seinem erlösenden Triumph bei den French Open steht er in seinem ersten Wimbledonfinale. Für seinen zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander muss er seinen italienischen Angstgegner Jannik Sinner, gegen den er die letzten neun Spiele alle verlor, bezwingen. Zverev wäre der erste männliche Sieger aus Deutschland seit Michael Stich 1991.

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