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Nach Suizid-Tod mit 24: Cowboys-Profi Marshawn Kneeland litt an CTE

Aktualisiert:

von Franziska Wendler

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Videoclip • 01:08 Min


Im November 2025 stirbt Cowboys-Profi Marshawn Kneeland. Nun wird bekannt, dass der 24-Jährige an CTE litt.

Im vergangenen November beging Marshawn Kneeland, seines Zeichens Edge Rusher der Dallas Cowboys, im Alter von nur 24 Jahren Suizid. Der Sportler hatte sich mit einer Schusswaffe selbst das Leben genommen.

Nun wurde bekannt, dass Kneeland an chronisch-traumatischer Enzephalopathie, besser bekannt als CTE litt. Die Erkrankung befand sich dabei im Stadium eins. Dies geht aus einer Mitteilung seiner Familie und der Concussion & CTE Foundation hervor.

Forscher des CTE-Zentrums der Boston University hatten das Gehirn des NFL-Profis postmortal untersucht und die Diagnose gestellt.

"Leider war ich nicht überrascht, CTE im Gehirn von Herrn Kneeland festzustellen, da wir diese fortschreitende Hirnerkrankung bei fast der Hälfte der von uns untersuchten Sportler festgestellt haben, die vor dem 30. Lebensjahr verstorben sind", sagte Dr. Ann McKnee, Direktorin des Zentrums, in der Erklärung.

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Kein besserer Schutz vor CTE

"Dank der Großzügigkeit der Familien unserer Hirnspender verstehen wir nun die frühesten Stadien von CTE besser, und das bringt uns der Diagnose zu Lebzeiten näher denn je. Mein Team und ich setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, wirksame Behandlungsmethoden und eine Heilung für CTE zu finden."

Bei CTE handelt es sich um eine degenerative Hirnerkrankung, die Nervenzellen zerstört und mit wiederholten traumatischen Hirnverletzungen in Verbindung gebracht wird – unter anderem Gehirnerschütterungen.

Aktuell kann die Diagnose erst nach dem Tod eines Menschen gestellt werden. Häufig festgestellt wurde sie bei American-Football-Spielern, Boxern und Kriegsveteranen.

"Herr Kneeland spielte in einer Zeit, in der es bereits Concussion Protocol und bessere Helme gab, und dennoch erkrankte er an CTE", sagte derweil Chris Nowinski, Geschäftsführer der Concussion & CTE Foundation.

Kneeland äußerte Suizidgedanken

"Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass die aktuellen Spieler einem geringeren CTE-Risiko ausgesetzt sind als frühere Generationen. Protokolle zum Umgang mit Gehirnerschütterungen beugen CTE nicht vor, da CTE durch wiederholte Kopfstöße verursacht wird und nicht nur durch Gehirnerschütterungen."

Und weiter: "Wenn wir das Risiko senken wollen, müssen wir Präventionsmaßnahmen einführen und die Anzahl sowie die Schwere der Kopfstöße auf allen Ebenen des Sports konsequent reduzieren."

Kneeland hatte sich nach einem Verstoß gegen Verkehrsregeln im zurückliegenden November eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Nachdem sein Auto verunfallte, floh er vom Unfallort.

Wenige Stunden später fanden ihn Beamte erschossen auf.  Während der Suche erhielten sie Informationen, dass Kneeland "suizidale Absichten geäußert" habe.

HINWEIS: Kostenlose und anonyme Hilfe bei psychischen Problemen erhalten Sie rund um die Uhr bei der TelefonSeelsorge unter den Nummern 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie 116 123

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