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NFL: Brandon Aiyuk hat sich sein Karriereende selbst zuzuschreiben - ein Kommentar
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von Luis WoppmannNFL
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Brandon Aiyuk war einst ein Top-Receiver der NFL. Mittlerweile macht er sich zur Lachnummer auf Social Media und ist selbst dafür verantwortlich, dass seine Karriere vorbei ist. Ein Kommentar.
Die Karriere von Brandon Aiyuk ist zu Ende - alles andere scheint mittlerweile unvorstellbar.
Nachdem die Washington Commanders Stefon Diggs unter Vertrag genommen haben, ist jetzt auch die letzte Tür für den Wide Receiver geschlossen.
Und das, obwohl der 28-Jährige einst als Top-Receiver der Liga galt.
Durch sein mehr als fragwürdiges Auftreten auf Social Media hat sich Aiyuk jedoch komplett selbst ins Aus geschossen.
Aiyuk hat sich seinen 120-Millionen-Vertrag mit Top-Leistungen verdient
Die aktuelle Situation hätte sich in San Francisco vor zwei Jahren wohl niemand im Geringsten vorstellen können.
Damals stattete die Franchise Aiyuk mit einem Vierjahresvertrag im Wert von bis zu 120 Millionen Dollar aus, von denen 76 Millionen Dollar garantiert waren.
Damit reihte er sich nach Justin Jefferson, CeeDee Lamb, A.J. Brown und Amon-Ra St. Brown als fünftbestbezahlter Receiver der NFL ein - ein Platz, den er sich mit Tyreek Hill teilte.
Während diese Summe heute unvorstellbar klingt, war die Entscheidung damals alles andere als unbegründet. Aiyuk konnte seit seiner Rookie-Saison in jeder Spielzeit mehr Receiving Yards verbuchen und knackte 2022 und 2023 die 1000-Yards-Marke.
Alles deutete darauf hin, dass sich Aiyuk als einer der Top-Receiver der Liga etablieren wird - doch dann kam sein Kreuzbandriss im Oktober 2024 gegen die Kansas City Chiefs.
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Aiyuks Verhalten ist seinem Talent nicht würdig
Nun muss man sagen, dass eine schwere Knieverletzung - besonders ein Kreuzbandriss - eine alles andere als einfache Reha bedeutet, die viele Profis vor allem mental vor große Probleme stellt.
Aiyuks Verhalten ist aber selbst vor diesem Hintergrund nicht zu verteidigen. Der 28-Jährige schwänzte laut mehreren Medienberichten immer wieder Reha-Einheiten - die 49ers reagierten und strichen ihm 25 Millionen Dollar an Bonuszahlungen -, daraufhin tauchte er immer seltener an der Team-Anlage auf, ehe er irgendwann überhaupt nicht mehr mit der Franchise kommunizierte.
Nun könnte man aus der Sicht Aiyuks argumentieren, dass das Streichen der Bonuszahlungen übertrieben war und das Tischtuch zwischen den beiden Seiten dadurch zerschnitten wurde. Fakt ist aber, dass der Wide Receiver ein Profisportler ist, in dessen Zukunft die 49ers eine riesige Menge an Geld investiert haben.
Rückschläge während der Reha sind normal, allerdings hatte die Franchise jeden Grund, so zu reagieren, nachdem sie gemerkt hat, dass der 28-Jährige wohl keinen großen Wert darauf legt, so schnell und so gut wie möglich zurückzukommen.
Aiyuk macht sich auf Social Media zur Witzfigur
Was danach folgte, ist nichts anderes als die traurige Demontage eines eigentlich so talentierten Spielers - durch sich selbst.
Der ehemalige Top-Spieler veröffentlichte wahllos wirre Instagram-Posts, in denen er meistens die Mitarbeiter der 49ers beschimpfte oder mit seinem Geld angab. Zuletzt machte er sich vermeintlich über den Autounfall von San-Francisco-Head-Coach Kyle Shanahan lustig, in dem er kurz nach dem Vorfall schrieb: "You can’t win the race if you crash out."
Als Gerüchte aufkamen, dass die Washington Commanders Interesse an Aiyuk haben sollen, fing er an, Videos zu veröffentlichen, in denen er das Team anfeuerte und Kleidung der Franchise trug.
Und als wäre das nicht genug, verkündete er auf Instagram, dass er ein Anwesen im Wert von 10 Millionen Dollar in Loudoun County gekauft habe - genau dort, wo sich zufällig auch das Trainingsgelände der Commanders befindet.
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Commanders entscheiden sich zu Recht gegen Aiyuk
Spätestens, als sich Aiyuk öffentlich mit Jayden Daniels verkrachte, war die letzte minimale Chance verflogen, die der 28-Jährige noch in der NFL hatte. Die Commanders entschieden sich für Stefon Diggs, der zwar auch alles andere als ein Kind von Unschuld ist, aber die deutlich sicherere Wahl ist.
Und das ist komplett verständlich - bei Aiyuks aktuellen Posts muss man sehr daran zweifeln, ob es dem Wide Receiver mental noch gutgeht und ob er versteht, wie sehr er seinem Leben durch seine Aussagen schadet.
Ein Wechsel nach Washington wäre aber ohnehin schwierig geworden, da die 49ers den Wide Receiver auf die Reserve/Left-Team-Liste gesetzt haben. Dadurch müsste Aiyuk einen persönlichen Antrag auf Wiedereinsetzung an NFL-Commissioner Roger Goodell und San Francisco senden.
Nach der Saison 2028 läuft der Vertrag des dann 30-Jährigen aus. Sollte er bis dahin auf der Reserve/Left-Team-Liste bleiben, müsste er trotzdem einen Antrag an Goodell stellen.
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Aiyuks Karriere ist beendet
Dann wird es allerdings zu spät sein. Aiyuk hat seit zwei Jahren keinen Football mehr gespielt und über den Stand seiner Kreuzbandverletzung ist ebenfalls nicht alles bekannt. Zudem hat der Receiver angekündigt, dass er auch bei einem neuen Verein nicht mit seinem Social-Media-Auftritt aufhören würde.
Damit lohnt sich für viele Franchises schlichtweg das Kosten-Nutzen-Risiko nicht. Ja, der 28-Jährige war einst ein Top-Receiver und könnte es vielleicht mit der richtigen Einstellung und intensivem Training wieder werden, aber die Chancen dafür wirken verschwindend gering.
Stattdessen müssten die Teams Angst haben, dass Aiyuk irgendwann nicht mehr erscheint, sobald ihm etwas missfällt, oder er sein eigenes Team öffentlich beschimpft.
Damit ist er eine Personalie, die sich für kein Team lohnen würde.
Womöglich hat er es mittlerweile selbst erkannt, und sein Verhalten ist eigentlich nur der Ausdruck seines Frustes, aber Brandon Aiyuk hat keine Zukunft in der NFL.
Und der einzige, der daran schuld ist, ist er selbst.
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