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NFL: Dak Prescott verletzt - sollen die Dallas Cowboys tanken?

Aktualisiert:

von Franziska Wendler

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NFL: Prescott lässt Villa abreißen und sieht selbst zu

Videoclip • 01:30 Min


Die Dallas Cowboys stecken nach der Verletzung von Dak Prescott in einer schwierigen Situation. Ist Tanking die richtige Option?

Von Franziska Wendler

Wieder und wieder benutzte Jerry Jones vor Beginn der NFL-Saison 2024 einen bestimmten Ausdruck. Wenn es um die Zielsetzung seiner Dallas Cowboys ging, war die Richtung für den milliardenschweren Owner klar: "All in".

Eine wenig verwunderliche Aussage, sollte doch nach drei Spielzeiten in Folge mit jeweils zwölf Siegen in der regulären Spielzeit endlich der ganz große Wurf gelingen. Endlich eine Super-Bowl-Teilnahme, von der die Fans von "America's Team" schon seit Jahrzehnten träumen.

Dafür nahm das Team auch mächtig Geld in die Hand. Quarterback Dak Prescott wurde mit einem neuen Vertrag über 240 Millionen US-Dollar ausgestattet – und auch Wide Receiver CeeDee Lamb kassierte ordentlich ab. Sage und schreibe 376 Millionen US-Dollar wandern in den kommenden Jahren auf die Konten der zwei Starspieler.

Doch der Blick auf das große Ganze erschien derweil wenig inspirierend. In der Free Agency tat das Team so gut wie nichts, das Aushandeln der beiden Mega-Verträge zog sich zäh in die Länge und und auch die Draft-Picks der Cowboys versprachen nicht den großen Wurf.

Das Wichtigste in Kürze

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Und dennoch: Das Motto "All in" blieb – und ist aktuell so weit weg wie selten. Drei Siege gelangen in neun Spielen, zwei davon gegen Gegner, die zu den schlechtesten Teams der Liga gehören. In allen anderen Partien war Dallas unterlegen – teilweise massiv, wie beispielsweise bei der höchst unangenehmen 9:47-Niederlage gegen die Detroit Lions.

In der NFC East bedeutet das Rang drei, in der gesamten Conference steht derweil ein enttäuschender 13. Platz zu Buche. Nur drei Teams sind noch schlechter.

Prescott schwerer verletzt

All dies passierte derweil mit dem hochbezahlten Prescott als Spielmacher. Doch auf diesen kann das Team in der laufenden Spielzeit wohl nicht mehr bauen. In der vergangenen Woche verletzte sich der Signal Caller im Spiel gegen die Atlanta Falcons.

Erste Hoffnungen, die Verletzung könnte nicht so schlimm sein, bestätigten sich nicht. Die Oberschenkelmuskulatur des 31-Jährigen ist teilweise gerissen, eine Operation ist nötig. Das endgültige Saisonaus ist demnach unvermeidlich.

Was aber bedeutet dies für den weiteren Saisonverlauf? Oder um die Frage zu präzisieren: Was genau sollten die Cowboys mit der restlichen Spielzeit anstellen?

Tanking als Option

Nur Rang 13 von 16 in der NFC, der Star-Quarterback verletzt, und schwere Duelle – davon unter anderem zwei Division-Duelle gegen die bärenstarken Washington Commanders – vor der Brust. Soll sich das Team von Head Coach Mike McCarthy noch auf das Erreichen weiterer Siege konzentrieren, oder doch die Saison abschenken?

Immerhin könnte die Franchise mit Tanking, also dem absichtlichen Verlieren, um beim nächsten Draft dank einer schlechten Bilanz weit oben picken zu können, in die Zukunft investieren.

Laut US-Medien sind die Meinungen darüber innerhalb der Franchise gespalten. So herrscht unter anderem Angst, die Spieler könnten durch eine Tanking-Strategie demoralisiert werden. Zudem gibt es Zweifel, dass Cheftrainer McCarthy, dessen Verbleib ohnehin die meisten Cowboys-Fan verwundert hatte, und der vermutlich nach der aktuellen Saison keinen neuen Vertrag mehr bekommt, eine derartige Strategie überhaupt mitmachen würde.

Rush oder Lance als Prescott-Ersatz

Ein nicht zu verachtender Faktor ist zudem das Quarterback-Thema. Neben Prescott stehen aktuell Routinier Cooper Rush und Ex-Niners-Profi Trey Lance im Kader.

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NFL: Starter-Kampf bei den Vikings - Quarterback-Situationen der Teams

  • Die Quarterback-Situationen der NFL-Teams
    Die Quarterback-Situationen in der NFL verändern sich stetig. Welche Spielmacher stehen wo unter Vertrag? Wer ist Starter, wer muss sich vorerst mit der Backup-Rolle begnügen? ran zeigt die Lage aller 32 Teams (Stand: 13. März 2026). 

    Getty Images

  • Minnesota Vikings
    Neuzugang bei den Vikings: Die Franchise hat den zuvor bei den Arizona Cardinals entlassenen Kyler Murray für ein Jahr unter Vertrag genommen. In der Offseason wird er mit J.J. McCarthy um den Posten als Starter kämpfen
    • Starter: J.J. McCarthy (im Bild) 
    • Backups: Kyler Murray, Max Brosmer

    Imagn Images

  • Miami Dolphins
    Der begehrteste Quarterback der diesjährigen Free Agency ist vom Markt! Die Miami Dolphins ersetzen Tua Tagovailoa mit Malik Willis, der zuletzt als Backup von Jordan Love bei den Green Bay Packers glänzte. Willis unterschreibt einen Dreijahresvertrag über 67,5 Millionen US-Dollar, 45 Millionen davon sind garantiert. 
    • Starter: Malik Willis (im Bild)
    • Backups: Zach Wilson, Quinn Ewers, Cam Miller

    Icon Sportswire

  • Atlanta Falcons
    Nach der Entlassung von Tua Tagovailoa bei den Miami Dolphins steht auch schon ein Abnehmer bereit. Die Atlanta Falcons sichern sich die Dienste des Quarterbacks. Tagovailoa wird in der Offseason mit Michael Penix um den Starting-Job kämpfen. Es handelt sich um einen Einjahresvertrag.
    • Starter: Michael Penix Jr.
    • Backup: Tua Tagovailoa (im Bild)

    Icon Sportswire

  • Arizona Cardinals
    • Starter: Jacoby Brissett (im Bild)
    • Backups: Gardner Minshew, Kedon Slovis

    Imagn Images

  • Baltimore Ravens
    • Starter: Lamar Jackson (im Bild)
    • Backup: Tyler Huntley

    Imagn Images

  • Buffalo Bills
    • Starter: Josh Allen (im Bild)
    • Backup: Kyle Allen
    • Reserve/Future Contract: Shane Buechele

    Imagn Images

  • Carolina Panthers
    • Starter: Bryce Young (im Bild)
    • Backups: Kenny Pickett, Andy Dalton

    ZUMA Press Wire

  • Chicago Bears
    • Starter: Caleb Williams (im Bild)
    • Backups: Case Keenum, Tyson Bagent

    2025 Getty Images

  • Cincinnati Bengals
    • Starter: Joe Burrow (im Bild)
    • Reserve/Future Contract: Sean Clifford

    IMAGO/Imagn Images

  • Cleveland Browns
    • Starter: Shedeur Sanders Im Bild)
    • Backups: Dillon Gabriel, Deshaun Watson

    2025 Getty Images

  • Dallas Cowboys
    • Starter: Dak Prescott (im Bild)
    • Backups: Joe Milton III, Sam Howell

    2024 Getty Images

  • Denver Broncos
    • Starter: Bo Nix (im Bild)
    • Backups: Jarrett Stidham, Sam Ehlinger

    USA TODAY Network

  • Detroit Lions
    • Starter: Jared Goff (im Bild)
    • Backup: Teddy Bridgewater
    • Reserve/Future Contract: Malik Cunningham

    2025 Getty Images

  • Green Bay Packers
    • Starter: Jordan Love (im Bild)
    • Backup: Desmond Ridder
    • Reserve/Future Contract: Kyle McCord

    IMAGO/Icon Sportswire

  • Houston Texans
    • Starter: C.J. Stroud (im Bild)
    • Backups: Davis Mills, Graham Mertz

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Indianapolis Colts
    • Starter: Daniel Jones (im Bild)
    • Backups: Anthony Richardson, Riley Leonard
    • Reserve/Future Contract: Seth Henigan

    AFP/GETTY IMAGES/SID/LUKE HALES

  • Jacksonville Jaguars
    • Starter: Trevor Lawrence (im Bild)
    • Backup: Nick Mullens
    • Reserve/Future Contract: Carter Bradley

    2024 Getty Images

  • Kansas City Chiefs
    • Starter: Patrick Mahomes (im Bild)
    • Backup: Chris Oladokun
    • Reserve/Future Contract: Jake Haener

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Las Vegas Raiders
    • Starter: Aidan O'Connell

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • Los Angeles Chargers
    • Starter: Justin Herbert (im Bild)
    • Future/Reserve Contract: DJ Uiagalelei

    2025 Getty Images

  • Los Angeles Rams
    • Starter: Matthew Stafford (im Bild)
    • Backup: Stetson Bennett

    ZUMA Press Wire

  • New England Patriots
    • Starter: Drake Maye (im Bild)
    • Backups: Joshua Dobbs, Tommy DeVito

    2025 Getty Images

  • New Orleans Saints
    • Starter: Tyler Shough (im Bild)
    • Backup: Spencer Rattler

    ZUMA Press Wire

  • New York Giants
    • Starter: Jaxson Dart (m Bild)
    • Backup: Jameis Winston

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • New York Jets
    • Starter: Geno Smith (im Bild)
    • Backups: Justin Fields, Brady Cook, Hendon Hooker
    • Reserve/ Future Contract: Bailey Zappe

    ZUMA Press Wire

  • Philadelphia Eagles
    • Starter: Jalen Hurts (im Bild)
    • Backup: Tanner McKee

    2023 Getty Images

  • Pittsburgh Steelers
    • Starter: Mason Rudolph (im Bild)
    • Backup: Will Howard

    UPI Photo

  • San Francisco 49ers
    • Starter: Brock Purdy (im Bild)
    • Backups: Mac Jones, Kurtis Rourke
    • Reserve/Future Contract: Adrian Martinez

    Imagn Images

  • Seattle Seahawks
    • Starter: Sam Darnold (im Bild)
    • Backups: Jalen Milroe, Drew Lock

    2025 Getty Images

  • Tampa Bay Buccaneers
    • Starter: Baker Mayfield (im Bild)
    • Backups: Connor Bazelak, Jake Browning

    2025 Getty Images

  • Tennessee Titans
    • Starter: Cam Ward (im Bild)
    • Backups: Mitchell Trubisky, Will Levis

    Imagn Images

  • Washington Commanders
    • Starter: Jayden Daniels (im Bild)
    • Backup: Marcus Mariota

    IMAGO/Icon Sportswire


Rush brachte seinerzeit die Cowboys-Saison 2022 mit einer persönlichen Bilanz von 4-1 zu Ende, nachdem Prescott mit einer Daumenverletzung ausfiel. Sein Erfolg glückte damals aber hauptsächlich gegen schwache Gegner. In jedem Fall wissen die Verantwortlichen, was sie mit ihm erwarten können.

Anders ist dagegen die Situation bei Lance. Im August 2023 kam der bei den 49ers nicht mehr benötigte Spielmacher aus San Francisco. Beweisen konnte er sich für seine neue Franchise bislang noch nicht. Auch auf seine Person bezogen sollen teamintern unterschiedliche Meinungen herrschen.

Lässt man ihn spielen, um zu sehen, ob er sich für die Zukunft als Quarterback eignet? Oder bleibt man bei Rush, dessen Fähigkeiten den Verantwortlichen bereits bekannt sind?

Cowboys-Bosse müssen Entscheidung treffen

In Woche zehn bekommen es die Cowboys zuhause mit den Philadelphia Eagles zu tun (ab 22:25 Uhr Uhr im Liveticker). Ein Division-Rivale, der mit einer Bilanz von 6-2 deutlich besser dasteht.

Als Quarterback wird dann zunächst Rush die Mannschaft leiten. Mit dabei ist zudem auch wieder Micah Parsons. Der Star-Linebacker hatte zuletzt vier Spiele verletzt verpasst, dürfte die Defense-Probleme des Teams aber auch nicht alleine lösen können.

Ob sich die Verantwortlichen am Ende wirklich für eine Tanking-Strategie entscheiden, ist aktuell noch unklar. Klar ist aber zumindest, dass sie eine Entscheidung nicht ewig herauszögern können.

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