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Jürgen Klopp sucht neuen DFB-Torwart: Ter Stegen macht ausgerechnet vor Comeback eine unglückliche Figur für Ajax

Aktualisiert:

von ran.de

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DFB-Team: Jürgen Klopp legt sich auf erste Nummer 1 im Tor fest

Videoclip • 03:51 Min


Die Entscheidung im deutschen Tor ist gefallen. Hinter Marc-Andre ter Stegen baut Bundestrainer Jürgen Klopp auf die Zukunft. Ausgerechnet vor dem DFB-Comeback gibt die neue Nummer 1 eine unglückliche Figur ab.

Die neue Nummer eins des DFB-Teams hat unmittelbar nach Jürgen Klopps Entscheidung einen bitteren Abend erlebt. Marc-Andre ter Stegen kam mit Ajax Amsterdam gegen Außenseiter Excelsior Rotterdam nicht über ein 2:2 hinaus.

Besonders ärgerlich für den 34-Jährigen: Excelsior brachte lediglich zwei Schüsse auf das Ajax-Tor – beide landeten im Netz. Beim zweiten Gegentreffer sah auch ter Stegen nicht glücklich aus.

Erst wenige Tage zuvor hatte Klopp den früheren Barcelona-Keeper bei seiner ersten Kadernominierung zur deutschen Nummer eins "für den Moment" erklärt. Am Donnerstag gegen die Niederlande soll ter Stegen nun erstmals seit 15 Monaten wieder für die Nationalmannschaft auflaufen.

Neben ter Stegen berief er auch Finn Dahmen (für alle vier Spiele) und Alexander Nübel (Niederlande und Griechenland I) sowie Jonas Urbig (FC Bayern) und Noah Atubolu (SC Freiburg), die nur gegen Serbien und im Griechenland-Auswärtsspiel dabei sein werden, in den Kader.

ran stellt die DFB-Keeper vor.

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Marc-Andre ter Stegen: Dämpfer mit Ajax vor DFB-Comeback

Ausgerechnet unmittelbar vor seinem Comeback im DFB-Tor hat Marc-Andre ter Stegen mit Ajax Amsterdam einen Dämpfer hinnehmen müssen.

Beim 2:2 gegen Excelsior war Ajax über weite Strecken die deutlich überlegene Mannschaft. Dennoch reichten den Gästen zwei Schüsse aufs Tor für zwei Treffer.

Beim ersten Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war ter Stegen machtlos. Nach einer abgefälschten Hereingabe landete der Ball bei Lennard Hartjes, der zum 1:1 traf.

Unglücklicher sah der deutsche Nationaltorhüter beim zweiten Gegentreffer aus. Eine flache Hereingabe erreichte Aymen Sliti am langen Pfosten, nachdem ter Stegen nicht entscheidend eingreifen konnte. Excelsior ging damit zwischenzeitlich sogar mit 2:1 in Führung. Ajax glich nur zwei Minuten später zum Endstand aus.

Auch ter Stegen zeigte sich anschließend unzufrieden. Seine Mannschaft hätte die Partie bereits in der ersten Hälfte entscheiden müssen und dürfe letztlich nicht zwei Gegentore kassieren, erklärte der 34-Jährige nach dem Spiel.

Der Zeitpunkt des Rückschlags ist bemerkenswert. Erst am Donnerstag hatte Klopp ter Stegen bei seiner ersten Kadernominierung als Nummer eins "für den Moment" bezeichnet. Gleichzeitig machte der Bundestrainer deutlich, dass die Hierarchie von den Leistungen abhängig bleibe.

Bereits am Donnerstag dürfte ter Stegen die Gelegenheit zur direkten Antwort bekommen. Beim Nations-League-Spiel gegen die Niederlande in Amsterdam soll er nach 15 Monaten Pause wieder im deutschen Tor stehen.

An ter Stegens Status für die kommenden Länderspiele dürfte das 2:2 gegen Excelsior zunächst nichts ändern. Klopps Hinweis, dass die Torwart-Hierarchie von den Leistungen abhängig sei, bekommt nach dem unglücklichen Ajax-Abend aber zusätzliche Brisanz.

Die aktuelle Nummer 1 im deutschen Tor war nach dem 2:2 gegen Excelsior mit Ajax unzufrieden

Bild: Pro Shots


Noah Atubolu: Mit Elfmeterrekord zur Nationalmannschaft

Noah Atubolu hatte kurz vor der Kadernominierung ein weiteres sportliches Argument geliefert. Beim 3:1 von Eintracht Frankfurt beim 1. FSV Mainz 05 parierte er seinen sechsten Bundesliga-Elfmeter in Folge.

Damit baute der 24-Jährige seinen eigenen Ligarekord aus. Nach dem Wechsel vom Sport-Club Freiburg nach Frankfurt steht er regelmäßig zwischen den Pfosten.

Atubolu verbindet Bundesliga-Praxis mit Entwicklungspotenzial. Seine Elfmeterstärke ist dabei ein zusätzliches Argument. Auch deshalb gehört er zum Klopp-Kader.

Jonas Urbig: Kompany sieht ihn als Nummer eins

Jonas Urbig war bei der Weltmeisterschaft als Trainingstorhüter dabei und kennt das Umfeld der Nationalmannschaft bereits.

Beim FC Bayern München steht weiterhin Manuel Neuer vor dem 23-Jährigen. Zuletzt durfte Urbig allerdings beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Elversberg beginnen. Auch im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück hatte er gespielt. Die Einladung und der behutsame Aufbau hinter einem erfahrenen Stammtorhüter passen gut zusammen.

Urbig wird nach Ansicht seines Vereinstrainers Vincent Kompany in absehbarer Zukunft Stammtorhüter der deutschen Nationalmannschaft werden. "Wenn einer glaubt, dass er nicht irgendwann die Nummer eins wird, der macht einen großen Fehler. Der Junge wird irgendwann die Nummer eins sein, aber das wird Jürgen Klopp entscheiden, ob das in einem oder fünf Jahren ist", sagte der Trainer des FC Bayern nach der Nominierung der beiden DFB-Kader durch den neuen Bundestrainer.

Es spiele keine Rolle, dass Urbig derzeit im Verein nur die Nummer zwei sei, erläuterte Kompany. "Man muss auch bei der Nationalmannschaft für die Zukunft planen", sagte er. Die Berufung des 23-Jährigen nannte er daher "eine vernünftige, stabile Entscheidung. Ich würde es genauso machen. Man muss als Land sein eigenes Talent auch ein bisschen schützen und weiterentwickeln."

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Manuel Neuers Vertreter durfte kurz vor der ersten Klopp-Nominierung gegen den SV Elversberg im Tor stehen

Bild: Jan Huebner


Finn Dahmen: Weiter auf gutem Niveau

Finn Dahmen setzte zuletzt seinen starken Saisonstart fort. Nach dem 3:0 gegen Schalke und dem 4:1 bei Eintracht Frankfurt kassierte er beim 2:2 gegen Bayer Leverkusen zwar zwei Gegentore, war dabei allerdings machtlos.

Dabei zeigte Dahmen einmal mehr eine Glanzparade, als er einen Ball von Leverkusens Fernandez stark abwehrte und so den Augsburger Bundesliga-Startrekord von sieben Punkten aus drei Spielen festhielt.

Dahmen hat sich so in den DFB-Kader gespielt. Dabei wird er über die komplette Zeit seine Chance bekommen, sich zu zeigen, wie Klopp am Donnerstag ankündigte.

Der Torhüter überzeugte gegen Schalke vor den Augen von Jürgen Klopp

Bild: Lucca Fundel


Alexander Nübel: Rekord für den Nationalspieler

Jahrelang galt Alexander Nübel als Neuer-Erbe bei den Bayern. Dazu kam es aber nie. Erst wurde der Keeper so lange per Leihe beim VfB Stuttgart geparkt, bis ihm Urbig in München den Rang abgelaufen hatte. Nun ist er zu Besiktas Istanbul gewechselt.

Es schien fraglich, ob er sich unter einem Bundestrainer Klopp in der türkischen Süper Lig besser ins Schaufenster spielen kann als die Konkurrenten. Doch Nübel sorgte am Bosporus schnell mit Leistung für Schlagzeilen: Der 29-Jährige kassierte in den ersten sechs Pflichtspielen kein einziges Tor und stellte damit eine europäische Bestmarke von Alexander Manninger beim FC Arsenal ein.

Erst im siebten Spiel für Besiktas musste er beim 0:1 gegen Alanyaspor das erste Gegentor hinnehmen. Nach der WM-Nominierung schien eine längere DFB-Durststrecke möglich. Doch bei Klopp kann er jetzt beweisen, dass er in den Kader gehört.

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Oliver Baumann: Nach WM-Enttäuschung die nächste Absage - weitere Torhüter im Blickfeld

Oliver Baumann ist der prominente Verlierer der neuen Torwartordnung. Klopp hat auf den 36-Jährigen von der TSG Hoffenheim verzichtet.

Dabei hatte Baumann in der WM-Qualifikation noch als Nummer eins gespielt, während ter Stegen verletzt fehlte. Erst vor der Endrunde holte Julian Nagelsmann Manuel Neuer zurück. Baumann blieb bei der Weltmeisterschaft die Reservistenrolle. Jetzt ist er erst einmal ganz raus

Auch andere Torhüter hatten sich Hoffnungen auf eine Nominierung gemacht oder befanden bzw. befinden sich im Blickfeld. Wie zum Beispiel Loris Karius vom FC Schalke nach zuletzt starken Leistungen. Daneben hatte Diant Ramaj bei seiner erneuten Leihe zum FC Kopenhagen einen starken Start hingelegt. Hält seine aktuelle Form an, könnte er mittelfristig zu einer weiteren Option für das DFB-Tor werden.

Dennis Seimen hat als Leihgabe des VfB Stuttgart an den SC Paderborn eine so starke Zweitliga-Saison hinter sich, dass die Schwaben dem 20-Jährigen nun den Posten als neue Nummer eins zutrauen. Auch in der deutschen U21 durfte Seimen bereits viermal starten. Aktuell fällt der Stuttgarter aber noch mit einer Oberschenkelverletzung aus. Auch er ist ein Kandidat für die mittelfristige Zukunft, ebenso wie Mio Backhaus, der sich mit Seimen zuletzt schon in der U21 ein Duell um den Platz im Tor lieferte.

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