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NFL: Die Las Vegas Raiders machen mit Fernando Mendoza alles richtig - Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

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Videoclip • 03:42 Min


Fernando Mendoza war völlig zu Recht der erste Pick im vergangenen Draft. Der Quarterback hat eine große Zukunft, aber erst einmal gehört er an die Seitenlinie - die Raiders machen damit alles richtig. Ein Kommentar.

Man kann sich beinahe nicht helfen. Wenn man Fernando Mendoza so ansieht, dann muss man ihn fast sympathisch finden.

Seine Story als Quarterback der Indiana Hoosiers ist beeindruckend wie faszinierend, der 22-Jährige wurde völlig zurecht von den Las Vegas Raiders an erster Stelle im vergangenen Draft ausgewählt.

Nach einem guten Preseason-Debüt war sein letzter Auftritt gegen die San Francisco 49ers jedoch ein Reinfall. Nur 50 Prozent Passgenauigkeit, kein Touchdown, eine Interception.

Doch auch, wenn diese Leistung nicht gewesen wäre: Die Raiders tun Mendoza den Gefallen und setzen ihn völlig zu Recht auf die Bank.

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Raiders dürfen Mendoza nicht zum Fraß vorwerfen

Und das liegt keinesfalls am Rookie selbst. Es gäbe sicher Teams, bei denen man ihn bedenkenlos starten lassen könnte. Allerdings gehören die Raiders wahrlich nicht dazu.

Die Offensive Line in Las Vegas bestand in der vergangenen Saison aus fünf Drehtüren. Immerhin, sie haben mit Tyler Linderbaum einen wichtigen Baustein geholt und angefangen, dieses Problem zu beheben.

Die Betonung liegt jedoch auf "angefangen".

In der Preseason sah man bereits, wie es ist, wenn der Rookie unter Dauerdruck steht. Und die Spielgeschwindigkeit in der Preseason ist kein Vergleich zur anstehenden Regular Season. Man will Mendoza den besten Pass Rushern nicht zum Fraß vorwerfen - zu Recht.

Joe Burrow 2020 wurden die Entscheidungen seiner Franchise zum Verhängnis. Hinter einer O-Line, die den Namen nicht verdient hat, verletzte sich Burrow schwer und verlor beinahe die Hälfte seines Rookie-Jahres. Das darf Mendoza nicht passieren!

Die Preseason-Highlights auf Joyn


Vorbild Mahomes? Die Raiders haben alle Voraussetzungen

Das Traum-Szenario eines jeden General Managers ist das von Patrick Mahomes bei den Kansas City Chiefs. Als ungeschliffener Rohdiamant wurde er für ein Jahr hinter Alex Smith gesetzt, in Jahr zwei durfte Mahomes ran und mischte die Liga auf. Wäre ein gewisser Tom Brady nicht gewesen, wäre er bereits damals in den Super Bowl gekommen.

Freilich, die Raiders haben keinen so guten Kader wie die Chiefs 2017. Aber was sie haben, ist Kirk Cousins - ein erfahrener Quarterback, der die Geschicke für ein Jahr so leiten kann, dass es keine Vollkatastrophe werden dürfte und Mendoza danach übernehmen kann.

Nicht nur hat der Indiana-Absolvent dann ein Jahr Training und Meetings hinter sich, die Raiders hätten einen weiteren Draft und eine weitere Free Agency, um ein Team um den Youngster herum zu bauen.

Die Raiders haben den außerordentlichen Luxus, einen gestandenen NFL-Quarterback zu haben, den man bedenkenlos starten lassen kann, ohne die Zukunft - in diesem Fall Mendoza - zu riskieren. Andere Teams wie die Chicago Bears, Jacksonville Jaguars oder Arizona Cardinals hatten das bei ihren Rookie-Quarterbacks in der jüngeren Vergangenheit nicht.

Hoffnung macht eben jener Brady, der am eigenen Leib erfuhr, wie gut ein Erstrunden-Quarterback mit einem Jahr auf der Bank sein kann.

Dass er als Anteilseigner in Las Vegas zulassen würde, dass die größte Chance auf mittelfristigen Erfolg für die Raiders zu früh das Feld betritt, war beinahe ausgeschlossen.

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