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NFL streicht Pro Bowl Games: Der Pro Bowl ist auch so nichts wert! Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

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Videoclip • 03:17 Min


Die NFL streicht im Rahmen des Pro Bowls das sogenannte Highlight des Wochenendes, bei dem die ausgewählten Spieler Flag Football gegeneinander spielen. Das ist nur logisch - retten wird es das Format trotzdem nicht. Ein Kommentar.

Hach, der Pro Bowl. Das störendste Format der NFL-Saison, Jahr für Jahr.

Für Fans, weil es die Wartezeit auf den Super Bowl um eine Woche verlängert. Für Spieler, weil die Veranstaltung am Ende einer kräftezehrenden Saison nur noch eine zusätzliche Belastung im Terminkalender ist.

Nun hat die NFL den überfälligen Schritt getan, das Flag-Football-Spiel am Rande des Pro Bowls zu streichen. Nachdem es zuvor von einem Tackle-Football-Spiel "runtergestuft" wurde. Nicht in der Wertigkeit, sondern in der Härte.

Apropos Härte. Die harte Wahrheit ist: Der Pro Bowl ist ein lächerliche Veranstaltung geworden.

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Pro Bowl ist keine ernstzunehmende Auszeichnung (mehr)

Das beginnt schon bei der Wertigkeit unter den Spielern. Mehrere dutzend Spieler haben bereits bestätigt und geschildert, wie so eine Pro-Bowl-Nominierung abläuft.

Die Spieler bekommen einen Bogen, bei dem sie für ihre Position und die Position, gegen die sie auf dem Feld direkt spielen, die besten Spieler benennen sollen. Das Problem jedoch: Die wenigsten Spieler nehmen das ernst. Wenige haben überhaupt die Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Als Unbekannter mit tollen Statistiken hat man dort kaum eine Chance.

In jedem Jahr werden Spieler in den Pro Bowl gewählt, bei denen man als Fan nur den Kopf schütteln kann. Das jüngste Beispiel: Shedeur Sanders. Der Quarterback der Cleveland Browns glänzte nicht etwa mit tollen Leistungen, sondern rutschte rein, weil es Absagen hagelte. Die Auszeichnung wertet sich also von alleine ab.

Freilich, Fälle wie Sanders fallen nun weg, da es keine Absagen mehr wegen eingewachsener Zehennägel gibt, es ist also ein kleiner guter Schritt. Aber nur ein Kleiner.

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All-Pro statt Pro Bowl: Die einzig relevante Ehrung

Zu retten ist die Wertigkeit des Pro Bowl sowieso nicht mehr, solange es eine Auszeichnung gibt, die viel mehr Wert ist: das Associated Press All-Pro-Team.

Dort entscheiden 50 renommierte Journalisten beziehungsweise Experten über den besten und den zweitbesten Spieler pro Position. Ein Beispiel: Als Quarterbacks wurden 2026 Matthew Stafford von den Los Angeles Rams und Drake Maye von den New England Patriots ausgezeichnet.

Es gibt absolut keine zwei Meinungen darüber, dass sie die beiden besten Spielmacher der vergangenen Saison waren. Einzig darüber, welcher von Beiden der Bessere war.

Einziger Kritikpunkt ist: Nur Journalisten entscheiden zu lassen und gar keine Spieler einzubeziehen, könnte man in Zukunft ändern. Ansonsten ist die Wertigkeit substantiell höher als beim Pro Bowl, dessen Reputation ja gar nicht so hoch sein kann, wenn es dutzende Absagen pro Jahr gibt.

Es war ein netter Versuch der NFL, das muss man ihr lassen. Aber das in den Brunnen gefallene Kind ist nicht mehr zu retten.

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