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NFL: Jalen Hurts mit Lungenembolie diagnostiziert: Hintergründe, Entstehung & Prognose - wohl keine Strafe für die Eagles

Aktualisiert:

von ran.de

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Sirianni unter Druck: Reporter grillen Head Coach wegen Hurts

Videoclip • 03:02 Min


Jalen Hurts wird die restliche NFL-Saison aufgrund einer Thrombose inklusive Lungenembolie höchstwahrscheinlich verpassen. Wann er wieder spielen kann, ist aktuell komplett ungewiss. ran gibt einen Überblick über alles, was bisher bekannt ist.

Ihren Anfang nahm die ganze Saga um Jalen Hurts am 4. Oktober beim Spiel gegen die Los Angeles Rams. Dort bekam er einen Stollen in die Wade, spielte aber zunächst weiter und trainierte in den Folgetagen auch normal mit der Mannschaft.

Erst wenige Tage später ließ er sich von den Teamärzten an der Wade behandeln, diese fanden aber zunächst nichts Auffälliges, sodass Hurts mit dem Team in den Flieger nach London stieg.

Dort entdeckten die Spezialisten vor Ort eine oberflächliche Venenthrombose in Hurts Wade, was sich als druckempfindlicher, warmer, fester Strang zeigt. Diese sind zunächst weniger gefährlich, da sie zumeist lokal auftreten und nur selten in Richtung der Lunge wandern, weshalb Hurts auch die Freigabe für das Spiel gegen die Jacksonville Jaguars erhielt.

Dennoch verbrachte er die Nacht vor dem Spiel laut übereinstimmender Medienberichte bis 4 Uhr morgens im Krankenhaus und bekam die Anweisung, aus Sicherheitsgründen nicht zu schlafen. Anschließend konnte er aber wohl noch ein paar Stunden im Hotel bzw. im Stadion vor dem Spiel schlafen.

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Jalen Hurts: Blutgerinnsel wandert in die Lunge

Nach der Niederlage in London flog es sofort mit dem Team zurück nach Philadelphia und absolviert am Mittwoch das komplette Teamtraining. Am Abend erfolgte dann ein weiterer standardmäßiger Ultraschall, der offenbarte, dass sich das Blutgerinnsel in seiner Wade bewegt hatte.

Das Gerinnsel hatte sich in tiefere Venen verlagert und zu einer gefährlicheren tiefen Venenthrombose entwickelt. Dazu war es auch entgegen der Prognosen bis in die Lunge gewandert und hatte eine beidseitige Lungenembolie verursacht.

Anschließend wurde er für das Spiel gegen die Jaguars auf die Verletztenliste gesetzt und dürfte den Rest der Saison fehlen. Laut einem Statement der Eagles wird er mit blutverdünnenden Mitteln behandelt, weshalb er kein Football spielen oder mit Kontakt trainieren darf. Allerdings sei sein Zustand "klinisch stabil" und das Team rechne mit einer "vollständigen Genesung". Die Behandlung soll Berichten zufolge mindestens drei Monate andauern.

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Jalen Hurts: Haben die Eagles unverantwortlich gehandelt?

Head Coach Nick Sirianni musste sich nach der Niederlage gegen die Panthers Fragen der anwesenden Reporter stellen, warum Hurts mit der oberflächlichen Venenthrombose und nach einer Nacht im Krankenhaus überhaupt auf dem Spielfeld stand. Er vermied es dabei allerdings, ins Detail zu gehen und verwies auf die Expertise des Medical Staff, dem alle Spieler "sehr am Herzen liegen" und der ihn für spieltauglich betrachtet hatte.

Sportmediziner Jesse Morse fand gegenüber "NJ.com" jedoch ziemlich deutliche Worte. "Dieses Gerinnsel hätte ihn töten können”, meinte dieser. "Er war ein wandelndes Risiko. Warum? Weil das Blutgerinnsel, wenn es in den sogenannten Sattel wandert – also dorthin, wo der Blutfluss in die Lunge geht –, den Blutfluss zur Lunge blockieren kann, und dann stirbt man sofort. Oder das Gerinnsel hätte zum Herzen gelangen und es verstopfen können. Das hätte dann einen Herzinfarkt ausgelöst. Oder es hätte ins Gehirn gelangen können, was einen Schlaganfall verursacht hätte", führte er aus.

Seiner Meinung nach wäre es die einzig richtige Entscheidung gewesen, Hurts aus dem Verkehr zu ziehen und Ersatz-QB Tanner McKee bereits gegen die Jaguars spielen zu lassen. Dazu meinte er, dass auch der lange Flug nach dem Spiel nicht förderlich für Hurts Gesundheit war und sogar dafür gesorgt haben könnte, dass das Gerinnsel in die Lunge gewandert ist.

Lungenfacharzt Dr. Matthew Gordon wollte dagegen nicht so weit gehen zu sagen, dass Hurts einem großen Risiko ausgesetzt war. "Es kann katastrophal und tödlich verlaufen, aber auch völlig symptomlos und ein Zufallsbefund sein, bei dem die Patienten es nicht einmal bemerken”, erklärte er im Interview mit "NJ.com".

Maßnahmen durch die Liga wird es aber wohl keine geben. Laut "The Athletic" hat die Liga ihre Untersuchung zu den Vorkommnissen mittlerweile abgeschlossen, die Eagles werden demnach keine Disziplinarmaßnahmen gegen sich zu befürchten haben.

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Jalen Hurts: Analyst sorgt für Skandal

Der Gesundheitszustand von Hurts sorgte in der gesamten Liga für Anteilnahme – mit Ausnahme von NFL-Network-Analyst Michael Robinson, der für einen kleinen Skandal sorgte.

Dieser witzelte im Live-TV darüber, ob Hurts nur simulieren würde, da die Eagles mit zwei Siegen aus sechs Spielen schwach in die Saison gestartet waren. Nachdem es umgehend Kritik hagelte, entschuldigte er sich öffentlich für die Aktion.

"Ich möchte mich aufrichtig bei Jalen Hurts, seiner Familie, der Organisation der Philadelphia Eagles und der Fanbasis für meine Äußerungen am vergangenen Donnerstag entschuldigen. Sie waren unbegründet, und ich hätte niemals über ein gesundheitliches Problem eines Spielers oder über sein Engagement für sein Team spekulieren dürfen", schrieb er in den sozialen Medien.

Seitdem er 2021 Starting-QB der Eagles wurde, verpasste Jalen Hurts nie mehr als zwei Spiele in Serie und führte das Team 2025 zum Super-Bowl-Sieg über die Kansas City Chiefs.

Auch interessant: Rams-Coach Sean McVay rechnet mit seinen Verlierern ab Und: NFL: Philadelphia Eagles hätten Jalen Hurts vor sich selbst schützen müssen - ein Kommentar

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