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NFL: Minnesota Vikings machen Kyler Murray zum Starting-Quarterback - J.J. McCarthy wird fallen gelassen! Ein Kommentar
Aktualisiert:
von Kai EsserMINNEAPOLIS, MN - JANUARY 04: Minnesota Vikings quarterback J.J. McCarthy (9) looks on during the second half of the NFL, American Football Herren, USA game between the Green Bay Packers and Minnesota Vikings on January 4th, 2026, at U.S. Bank Stadium in Minneapolis, MN. (Photo by Bailey Hillesheim Icon Sportswire) NFL: JAN 04 Packers at Vikings EDITORIAL USE ONLY Icon20260104037
Bild: Icon Sportswire
Die Minnesota Vikings haben frühzeitig den Starting-Quarterback für die kommende NFL-Saison benannt. Kyler Murray wird als Nummer eins ins Rennen gehen. Der Zeitpunkt sagt dabei viel über seinen Konkurrenten J.J. McCarthy aus. Ein Kommentar.
Die NFL-Saison rückt mit großen Schritten näher: Von der Offseason geht es in die Preseason.
Die Training Camps laufen aktuell und die Coaches evaluieren ihre Spieler bei jeder Trainingseinheit. Abgesehen von den Superstars, die ohnehin keine Ernennung zum Starter brauchen, kämpfen unzählige Spieler noch um ihre Positionen auf dem Feld.
Die Preseason ist dafür ein entscheidender und wichtiger Faktor - meistens zumindest.
Nicht so beim Quarterback-Wettkampf der Minnesota Vikings. Die ist nämlich bereits entschieden: Kyler Murray wird Starter, J.J. McCarthy steht als Backup bereit.
Kein anderes Team mit einem offen Konkurrenzkampf auf der Spielmacher-Position ist derzeit auch nur in der Nähe, seinen Starter zu benennen.
Das sagt viel aus - vor allem über McCarthy, aber auch über den Head Coach.
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NFL-Karriere von McCarthy schon vorbei? Fragwürdiger Stil von Vikings-Coach O'Connell
Dass Murray gegenüber dem 2024 mit dem 10. Pick gedrafteten Quarterback die Nase vorne haben würde nach den bisherigen Trainingsleistungen, berichteten bereits einige Experten. Dass jedoch so früh eine Entscheidung gefällt wird, ist gleichwohl überraschend wie niederschmetternd.
Head Coach Kevin O'Connell wartet nicht ab und verzichtet damit darauf, die Preseason-Spiele zu beobachten - ein Schlag ins Gesicht für den jungen Spielmacher. Das heißt, dass der Leistungsabstand fünf Wochen vor Saisonstart jetzt schon uneinholbar groß ist.
Das kriegen natürlich auch die 31 anderen Teams mit. McCarthys NFL-Karriere könnte damit nicht nur einen Knacks bekommen haben - sie könnte gänzlich vorbei sein.
Und Coach O'Connell hätte daran durchaus großen Anteil. Selbst wenn die Entscheidung in seinem Kopf ohnehin fix ist, wieso muss man sie bereits jetzt öffentlich machen? Damit beschädigt man den eigenen jungen Quarterback, der immerhin ein ehemaliger Top-Pick im Draft war. Er hat also nicht nur einen hohen Preis gekostet und sollte das Aushängeschild der Zukunft werden, sondern auch eine Stange an Gehalt, denn als First-Round-Pick ist sein Salär über vier Jahre garantiert.
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McCarthys Leistungen machen Entscheidung unumgänglich
Fest steht aber auch, dass die Entscheidung eigentlich alternativlos war, wenn sich McCarthys Trainingsleistungen im Vergleich zu seinen Vorstellungen in der vergangenen Saison nicht erheblich gesteigert haben.
Die Betonung liegt dabei auf: erheblich. Denn auch, wenn es de facto sein erstes Jahr war - seine Rookie-Saison 2024 verpasste der 23-Jährige verletzt - seine Spiele 2025 waren einfach nicht gut genug. 58 Prozent angekommene Bälle, 15 Touchdowns, 15 Turnover, ein Rating von knapp über 72. Yikes.
Zwei Dinge ordnen diese unterirdischen Zahlen noch weiter ein: Auch während seiner langen Verletzung war McCarthy Teil der Prozesse und Meetings. Er war also kein Rookie mehr. Und: Die Vikings laufen nicht gerade mit einer Rumpftruppe umher, sie sind auf eigentlich jeder Position ein sehr fähiges Team.
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Minnesota Vikings: Entscheidung gegen Darnold und für McCarthy war fatal
McCarthys Ersatz Sam Darnold hatte Minnesota 2024 noch mit einer 14-3-Bilanz in die Playoffs geführt und Under Center überragt (4.319 Passing Yards, 35 Touchdown-Pässe, 12 Interceptions).
Mit ebenjenem Darnold wurde nach der Spielzeit dann jedoch nicht verlängert, da man fest mit McCarty plante. Dieser sollte mit den Seattle Seahawks stattdessen umgehend den Super Bowl gewinnen, während man selbst mit 9-8-Record den hohen Erwartungen meilenweit hinterherlief - mehr Ironie des Schicksals geht nicht.
Was blieb, war eine potente Vikings-Offense, die von schlechten QB-Leistungen (auch abgesehen von McCarthy) zurückgehalten wurde.
Die Beziehung zwischen der Franchise und McCarthy steht nun vor dem Aus, bevor sie so richtig angefangen hat. Das ist schade, murren doch einige bereits, dass man ihm zu wenig Zeit eingeräumt hätte. Aber, wenn man ehrlich ist, war das Leistungsniveau in kaum einem Spiel adäquat. Und das reicht eben keinesfalls.
Für den Youngster gilt, genau wie für alle anderen Spieler in der besten Football-Liga: NFL steht auch für: Not For Long.
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