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NFL - NFC East im Division-Check: Zweikampf zwischen den Eagles und Cowboys - oder doch eine Überraschung?

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

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NFL-Legende packt über Reporterinnen in der Kabine aus: "Alle nackig"

Videoclip • 01:39 Min


Bevor die NFL in ihre neue Saison startet, nimmt ran alle acht Divisions genau unter die Lupe. Heute im Fokus: die NFC East.

Seit die NFL 2021 die Regular Season auf 17 Spiele verlängert hat, ging die NFC East immer über die Philadelphia Eagles oder Dallas Cowboys.

Können die Washington Commanders oder New York Giants diese Serie 2026 brechen?

ran blickt auf die vier Franchises der NFC East.

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Dallas Cowboys

Letzte Saison: 7-9-1, keine Playoff-Teilnahme

Wichtige Neuzugänge: Rashan Gary (Defensive End), Von Miller (Edge), Dee Winters (Linebacker)

Wichtige Abgänge: Jadeveon Clowney (Defensive End), Osa Odighizuwa (Defensive Tackle)

Head Coach: Brian Schottenheimer (seit 2025)

Analyse: Offense

Die Cowboys haben die Playoffs zwar klar verpasst, die Offense rund um Dak Prescott konnte dafür aber wenig. Dallas stellte mit 392 Yards pro Spiel die zweitbeste Offense und war auch in anderen Metriken stets vorne dabei. Das sollte sich nicht großartig verändern, denn die eingespielte Einheit geht fast lückenlos gemeinsam in die neue Saison.

Prescott überzeugte dabei mit 30 Passing Touchdowns bei nur zehn Interceptions, George Pickens etablierte sich in Abwesenheit von CeeDee Lamb zudem als veritabler Nummer-1-Receiver. Außerdem überraschte Javonte Williams nach schwierigen Jahren in Denver als Running Back.

Der profitierte vor allem von einer Offensive Line, die den Lauf stark blockte. Gegen den Pass hatten die Cowboys allerdings immer wieder Probleme. Die ehemaligen Erstrundenpicks Tyler Guyton und Tyler Booker haben das Potenzial, das Niveau der O-Line hier anzuheben.

Analyse: Defense

Die Defense war infolge des Trades um Micah Parsons die große Schwachstelle der Cowboys. Während der Saison kam zwar Star-Defensive-Tackle Quinnen Williams, doch auch der konnte nicht verhindern, dass nur die Cincinnati Bengals und die Washington Commanders mehr Yards zuließen. In der Passverteidigung lag Dallas sogar auf Platz 32.

Das sollte sich in dieser Spielzeit aber ändern, die Defense wurde komplett auf links gedreht: Mit Rashan Gary und Von Miller hat Dallas etablierte Stars für die Defensive Line verpflichtet, außerdem kam in der ersten Draft-Runde Malachi Lawrence dazu.

Dee Winters verstärkt nach einem Trade mit den San Francisco 49ers das Linebacker-Corps, außerdem verspricht sich "America's Team" eine Menge von Erstrunden-Safety Caleb Downs, der mit dem zwölften Pick gezogen wurde. Christian Parker, der mit 34 Jahren erstmals als Defensive Coordinator arbeiten wird, bekommt viele neue Waffen - jetzt gilt es, diese zu einer Einheit zu formen.

Fazit

Dak Prescott ist seit Jahren ein Top-10-Quarterback, machte in der vergangenen Saison aber nochmal einen Schritt nach vorne. Die Offense dürfte mit Lamb und Pickens wieder viele Punkte auf die Anzeigetafel zaubern.

Die Playoff-Rückkehr ist definitiv möglich, will Dallas aber mal wieder einen tiefen Lauf hinlegen, muss die Defense mehrere Schritte nach vorne machen. Das Potenzial dafür ist aber da.

ran-Tipp: 10-7, Platz 2 in der NFC East

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New York Giants

Letzte Saison: 4-13, keine Playoff-Teilnahme

Wichtige Neuzugänge: Isaiah Likely (Tight End), D.J. Reader (Defensive Tackle), Terrell Edmunds (Linebacker)

Wichtige Abgänge: Dexter Lawrence (Defensive Tackle), Wan'Dale Robinson (Wide Receiver), Cor'Dale Flott (Cornerback)

Head Coach: John Harbaugh (seit 2026)

Analyse: Offense

Die Giants gehen mit viel Euphorie in die neue Saison. John Harbaugh will die Franchise wieder zurück zum Erfolg führen, außerdem hat Jaxson Dart in der vergangenen Saison gezeigt, dass er ein Franchise Quarterback sein kann.

New York hat darüber hinaus mit Malik Nabers und Cam Skattebo zwei weitere junge Spieler, die in der NFL bereits für Furore sorgen konnten. Allerdings kommen beide von einer schweren Verletzung zurück - bei Nabers ist noch nicht sicher, ob er beim Saisonstart auf dem Feld stehen kann. Ob Darnell Mooney den verlässlichen Wan'Dale Robinson ersetzen kann, ist fraglich.

Dafür gab es ein klares Upgrade auf der Tight-End-Position. Harbaugh brachte Isaiah Likely aus Baltimore mit, der ehemalige Viertrundenpick ist als guter Passfänger bekannt und könnte in einer prominenten Rolle schnell zum Leistungsträger werden.

Was ebenfalls für die Leistungsfähigkeit der Offense spricht: Die O-Line ist insgesamt stark besetzt, gerade Andrew Thomas hat seinen Draft-Status lange bestätigt. Eine ohnehin schon gute Einheit wurde zudem mit Erstrundenpick Francis Mauigoa gezielt verstärkt.

Analyse: Defense

In der Defense gab es mit dem Abgang von Dexter Lawrence einen großen Knall. Auch wenn New York mit D.J. Reader einen etablierten Routinier verpflichtete, kann der 32-Jährige die ehemalige Giants-Dampfwalze nicht alleine ersetzen. Das muss er aber auch nicht: Leki Fotu und Shelby Harris kamen ebenfalls in der Free Agency, im Verbund hat New York die Lücke zumindest gut geschlossen.

Lawrence ist zwar weg, die Giants haben aber immer noch viel Starpower. Brian Burns, Kayvon Thibodeaux und Abdul Carter bilden ein explosives Pass-Rush-Duo, Nummer-5-Pick Arvell Reese könnte sofort einschlagen und Free-Agent-Neuzugang Tremaine Edmunds besticht durch Erfahrung und Übersicht.

Nur das Defensive Backfield bereitet ein paar Sorgen. Cor'Dale Flott verließ die Franchise. Immerhin holten die New Yorker mit Colton Hood in der zweiten Runde einen talentierten Cornerback. Paulson Adebo, Dru Phillips und Greg Newsome werden wohl starten, hatten in der vergangenen Saison aber allesamt Probleme.

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Fazit

Potenzial haben die Giants sowohl in der Offense als auch in der Defense. Dass sie dieses schnell auf den Platz bringen, wird die große Aufgabe von Harbaugh sein.

Glaubt man die Berichte aus dem Training Camp, gab es in der Saisonvorbereitung noch viele Schwierigkeiten. New York ist möglicherweise ein Jahr davon entfernt, um die Division-Krone zu spielen.

ran-Tipp: 7-10, Platz 4 in der NFC East

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Philadelphia Eagles

Letzte Saison: Niederlage in der Wild Card Round gegen die San Francisco 49ers

Wichtige Neuzugänge: Dontayvion Wicks (Wide Receiver), Jonathan Greenard (Edge), Tariq Woolen (Cornerback)

Wichtige Abgänge: A.J. Brown (Wide Receiver), Jaelan Phillips (Defensive End), Nakobe Dean (Linebacker)

Head Coach: Nick Sirianni (seit 2021)

Analyse: Offense

Die Eagles-Offense geriet nach dem Super-Bowl-Sieg 2024 und dem Abgang von Coordinator Kellen Moore gewaltig ins Stocken. Kevin Patullos System war schlicht zu statisch, was ihn nach nur einem Jahr seinen Job kostete.

Für Patullo übernahm Sean Mannion, der selbst erst 2015 per Drittrundenpick gedraftet worden war. Der 34-Jährige will die Offense vor allem über das Laufspiel um Saquon Barkley aufbauen, dafür muss er aber auch die schwächelnde Offensive Line wieder in den Griff bekommen. Die Gruppe um Lane Johnson musste keine Abgänge verzeichnen, in der vergangenen Spielzeit tat sich die Einheit aber besonders im Laufspiel schwer.

Auch Jalen Hurts muss sich steigern. Der Quarterback erlaubte sich zwar wenig Fehler, konnte die Offense aber zu selten über ein gesamtes Spiel bewegen. So waren Eagles-Spiele oft schwere Kost.

Einfach wird das aber nicht, immerhin gaben die Eagles mit A.J. Brown ihren langjährigen Nummer-1-Receiver ab. Makai Lemon kam zwar als Ersatz, hatte in der Saisonvorbereitung aber mit Verletzungen zu kämpfen. Ob DeVonta Smith die Rolle als erste Anspielstation ausfüllen kann, bleibt abzuwarten. Mit Dontayvion Wicks und Marquise Brown hat Philadelphia aber zumindest mehr Tiefe auf der Receiver-Position als zuletzt.

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Analyse: Defense

In der Defense schmerzt allen voran der Abgang von Jaelan Phillips. Jonathan Grenaard, der per Trade von den Minnesota Vikings kam, soll die Lücke schließen. Mit Jalen Carter, Jordan Davis und Nolan Smith Jr. hat das Team aber genug Qualität in der Line, um Phillips' Abgang zumindest im Verbund abzufangen.

Zudem besitzen die Eagles mit Zack Baun und Jihaad Campbell ein sehr starkes Linebacker-Duo. Der Weggang von Nakobe Dean schadet zwar der Tiefe, in der Spitze bleibt das Team von Nick Sirianni hier aber bestens besetzt.

Die Qualität nahm in der Defense generell nicht ab, ganz im Gegenteil: Cooper DeJean und Quinyon Mitchell sind zwei exzellente Cornerbacks, die in der kommenden Saison von Tariq Woolen unterstützt werden. Woolen schwächelte bei den Seahawks zuletzt zwar etwas, in der starken Eagles-Secondary könnte er aber wieder aufblühen.

Fazit

Die Defense der Eagles kann die Mannschaft weiterhin tragen. Allerdings braucht dieses Team für den ganz großen Wurf eine Leistungssteigerung der gesamten Offense.

Viel wird davon abhängen, wie Offensive Coordinator Mannion in seinem ersten Jahr seine Einheit dirigiert. Philadelphia geht in der NFC East als Favorit in die Saison, durch die neue Offense kann die Spielzeit bei einem schwachen Start aber auch schnell in die falsche Richtung laufen.

ran-Tipp: 12-5, Platz 1 in der NFC East

Washington Commanders

Letzte Saison: 5-12, keine Playoff-Teilnahme

Wichtige Neuzugänge: Stefon Diggs (Wide Receiver), Odafe Oweh (Defensive End), K'Lavon Chaisson (Edge)

Wichtige Abgänge: Deebo Samuel (Wide Receiver), Tyler Biadasz (Center), Von Miller (Defensive End)

Head Coach: Dan Quinn (seit 2024)

Analyse: Offense

Es war ein Seuchenjahr für die Commanders. Nach seiner überragenden Rookie-Saison kämpfte Jayden Daniels mehr mit Verletzungen als mit gegnerischen Defenses, was natürlich die gesamte Offense beeinträchtigte. Und schon vor dem Start der neuen Spielzeit gab es die erste Hiobsbotschaft: Laremy Tunsil, einer der besten Tackles der NFL, wird den Commanders infolge eines Risses des Trizeps auf unbestimmte Zeit fehlen.

Das könnte einer ansonsten talentierten O-Line den Wind aus den Segeln nehmen. Der Deutsch-Amerikaner Brandon Coleman wird dafür wohl auf die Left-Tackle-Position rutschen, auf der anderen Seite bleibt der letztjährige Erstrundenpick Josh Conerly Jr., der eine wacklige Debütsaison erlebte. Eine Kombination, die Washington-Fans nicht unbedingt ruhig schlafen lassen wird. Zudem entließen die Commanders Center Tyler Biadasz in der Offseason, sein Ersatz Nick Allegretti war in der vergangenen Saison nur Backup und tat sich dabei schwer.

Bei den Skill-Position-Spielern verstärkte sich das Team mit Stefon Diggs, außerdem setzen in Washington viele auf Rookie Antonio Williams. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit wurden die Commanders hier besser, auch wenn Deebo Samuel die US-Hauptstadt wieder verließ.

Analyse: Defense

Die Commanders stellten in der vergangenen Spielzeit in einigen Kategorien die schlechteste Defense der NFL. Viele Experten rechneten daher mit der Ablösung von Head Coach Dan Quinn, doch der defensiv-orientierte Trainer bekommt noch eine Chance.

Damit sich die Probleme nicht wiederholen, öffnete Washington in der Offseason den Geldbeutel weit. Allen voran Odafe Oweh soll den lahmen Pass Rush wiederbeleben, aber auch von K'Lavon Chaisson erwarteten sich die Commanders mehr Variabilität bei der Jagd auf den Quarterback. Daneben kamen Tim Settle, Deatrich Wise, Leo Chenal, Amik Robertson und Nick Cross neu dazu. Zudem wurde im Draft der sehr agile Linebacker Sonny Styles geholt.

Alles andere als eine klare Leistungssteigerung der Defense könnte Quinn wohl schnell den Job kosten.

Fazit

Die Commanders sind eine der größeren Wundertüten in der NFL. Auf dem Papier bringt der Kader viel mit, um erfolgreich zu sein.

Doch es müssen eben auch viele Variablen, die letztlich auch mit Glück zusammenhängen, richtig laufen. Daniels muss gesund bleiben, sollte deswegen aber nicht seinen Spielstil ändern, der ihn in seiner Rookie-Saison auszeichnete. Zudem muss die Offensive Line den Ausfall von Tunsil kompensieren.

In der Defense muss Quinn es schnellstmöglich schaffen, seine neue Waffen zu einer Einheit zu formen. Klappt das alles, ist für Washington in der Divison alles möglich.

ran-Tipp: 9-8, Platz 3 in der NFC East

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