American Football
Schlägereien sorgen für Ärger: Die NFL sollte Joint Practices abschaffen - Kommentar
Veröffentlicht:
von Raman RooprailNFL
NFL: Eagles in Sorge! Jalen Hurts mit bösen Patzern im Training
Videoclip • 01:34 Min
Kaum ein Tag vergeht in der NFL-Preseason ohne Schlägereien bei Joint Practices. Geldstrafen zeigen keine Wirkung, Stars wie Saquon Barkley äußern öffentlich ihren Frust. Höchste Zeit, die gemeinsamen Trainingseinheiten mit anderen Teams grundsätzlich zu hinterfragen. Ein Kommentar.
Die NFL liebt ihre Joint Practices. Jedes Jahr im Sommer werden die gemeinsamen Trainingseinheiten unter den Mannschaften ausgetragen. Aber warum eigentlich?
Kaum vergeht ein Trainingstag im August, ohne dass irgendwo Spieler aneinandergeraten. Schubsereien, Rudelbildungen, Faustkämpfe. In dieser Woche flogen bei mehreren gemeinsamen Trainingseinheiten erneut die Fetzen, unter anderem zwischen den Eagles und den Patriots.
Selbst Star-Running-Back Saquon Barkley machte seinem Frust öffentlich Luft. Er sagte, er hasse Joint Practices und finde, dass aus solchen Einheiten häufig mehr Negatives als Positives entstehe. Statt Football gehe es irgendwann nur noch um Egos, Provokationen und Rangeleien.
Und Barkley hat einen Punkt.
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49ers: McCaffrey trainiert wegen Joint Practice nicht mit
Befürworter argumentieren seit Jahren, dass gemeinsame Trainings gegen andere Teams wertvoller seien als ein weiteres Duell gegen die eigenen Kollegen. Andere Spielsysteme, andere Matchups, andere Impulse. Das stimmt grundsätzlich. Aber der Preis dafür wird immer höher.
Denn die Joint Practices finden meist in voller Schutzausrüstung statt, mit hoher Intensität und ohne die Kontrollmechanismen eines echten Spiels. Es gibt keine Schiedsrichter, die sofort durchgreifen. Es gibt keinen sportlichen Wert auf der Anzeigetafel. Dafür aber ein erhebliches Verletzungsrisiko.
Ein aktuelles Beispiel liefert Kyle Shanahan. Der 49ers-Coach erklärte kürzlich, dass Running Back Christian McCaffrey wohl trainiert hätte, wenn keine Joint Practice gegen die Chargers angesetzt gewesen wäre. Die Belastung und das Risiko gegen ein anderes Team waren den 49ers schlicht zu hoch.
Genau das ist der Punkt: Wenn einer der besten Spieler der Liga vorsorglich geschont wird, weil die Gefahr bei einer Joint Practice größer ist als bei einer normalen Einheit, dann sollte man sich fragen, welchen Zweck diese Veranstaltungen überhaupt noch erfüllen.
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NFL: Joint Practices sind ein Problem
Die NFL versucht seit Jahren, das Problem mit Geldstrafen in den Griff zu bekommen. Gebracht hat es wenig. Die Prügeleien gehören inzwischen fast schon zum festen Bestandteil des Augusts. Jeder weiß, dass sie kommen werden. Jeder schaut kurz hin. Dann geht es am nächsten Tag weiter.
Football ist ohnehin brutal genug. Es braucht keine künstlich aufgeheizten Trainingseinheiten gegen fremde Teams, bei denen die Verletzungsgefahr steigt und regelmäßig die Emotionen überkochen.
Wenn selbst Stars wie Barkley offen sagen, dass sie diese Einheiten hassen, und Trainer wie Shanahan ihre wichtigsten Spieler lieber gar nicht erst teilnehmen lassen, dann ist die Frage nicht mehr, ob Joint Practices ein Problem sind.
Sondern warum die NFL immer noch an ihnen festhält.
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