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NBA: Fünf Erstrundenpicks weg! L.A. Clippers wollen sich in Affäre um Kawhi Leonard wehren
Aktualisiert:
von ran.de/SIDran Basketball
NBA-Star verdient 60 Millionen mit Investment
Videoclip • 01:02 Min
Wegen Gehalts-Schummeleien um Ex-Star Kawhi Leonard bestraft die NBA die Los Angeles Clippers hart. Auf sich sitzen lassen will die Franchise dies aber nicht.
Heftige Strafe gegen die Los Angeles Clippers!
Die NBA hat die Franchise dazu verdonnert, dass sie fünf Erstrundenpicks abgeben muss, weil sie mit Sonderzahlungen an den ehemaligen Superstar Kawhi Leonard durch einen Sponsoren die Gehaltsobergrenze umgangen haben soll. Es handelt sich um die Picks der Jahre 2029 bis 2033.
Hinnehmen wollen die Clippers-Verantwortlichen dies aber nicht. Bereits in den vergangenen Monaten hatten sie immer wieder betont, nichts Unrechtes getan zu haben. Nun kündigten sie laut "ESPN" an, "mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln" das Urteil anzufechten.
"Wir weisen die Ergebnisse der NBA entschieden zurück, die das Resultat einer stark voreingenommenen Untersuchung sind, die darauf abzielt, eine vorgefasste Darstellung zu rechtfertigen, anstatt sich auf Fakten und Beweise zu stützen", erklärte das Team in einer Stellungnahme.
"Was uns die Liga hinter verschlossenen Türen mitgeteilt hat, weicht von dem ab, was sie heute öffentlich bekannt gegeben hat, und sie hat sich nicht an den Maßstab gehalten, den Kommissar Silver zu Beginn dieser Untersuchung festgelegt hatte, um deren Fairness und Genauigkeit zu gewährleisten."
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NBA-Commissioner von Clippers enttäuscht
NBA-Commissioner Adam Silver hatte zuvor seine Enttäuschung ob der Vorgänge zum Ausdruck gebracht. "Ich bin zutiefst enttäuscht über die krassen Verletzungen unserer Regeln und die institutionellen Führungs-Fehler der Clippers, die zu diesem Missbrauch geführt haben. Die Schwere der Strafen spiegelt den Ernst der Verletzungen wider."
Neben den fünf verlorenen Erstrundenpicks sanktionierte die Liga unter anderem auch Team-Eigentümer Steve Ballmer und sprach ihm gegenüber eine Strafe in Höhe von 30 Millionen US-Dollar aus.
Dies dürfte dem Milliardär weniger wehtun als die einjährige Sperre für alle Basketball- und Teamaktivitäten. Die beiden Clippers-Präsidenten Gillian Zucker (ein Jahr) und Lawrence Frank (sechs Monate) wurden ebenfalls gesperrt. Die Clippers werden zudem fünf Jahre lang von der NBA mit einem speziellen Programm überwacht.
Glimpflich ging die Angelegenheit übrigens für Leonard selbst aus, er muss 700.000 Dollar Strafe zahlen und kommt ohne Sperre davon. Damit haben er sowie sein altes und neues Team personelle Planungssicherheit: Der 35-Jährige war im Juni zu seinem Ex-Klub Toronto Raptors getradet worden, mit dem er 2019 den Titel geholt hatte. Durch die Ermittlungen der Liga war der Trade bislang in der Schwebe.
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Hohe Einnahmen für Leonard
Die NBA sah es nach einer langwierigen Untersuchung durch externe Anwälte als erwiesen an, dass Leonard von mit den Clippers geschäftlich verbundene Firmen Millionenzahlungen ohne oder für nur geringe Gegenleistungen erhalten habe.
Dadurch erhöhten sich die Gesamteinkünfte des Stars, ohne dass dies im Hinblick auf die Salary Cap angerechnet wurde. Bei Überschreiten der Gehaltslimits drohen den Teams empfindliche Sanktionen.
Auch ohne zusätzliche Zuwendungen hatte der oft verletzte Leonard bei den Clippers üppigst kassiert: In sieben Saisons flossen insgesamt fast 300 Millionen Dollar an den Star. Ins NBA-Finale schafften es die noch titellosen Clippers in dieser Zeit nicht.
Auch interessant: NBA bestraft Los Angeles Clippers drakonisch: Die Komplett-Zerstörung einer Franchise - eine kommentierende Analyse
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