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Eishockey-WM

Eishockey-Heim-WM mit Russland? "Eine doppelte Katastrophe"

Aktualisiert:

von Rainer Nachtwey

ran Eishockey WM live

Eishockey-WM 2027: Eröffnungsspiel auf Schalke - DEB verkündet XXL-Event

Videoclip • 01:19 Min


Die Heim-WM 2027 in Düsseldorf und Mannheim bekommt nach dem CAS-Urteil, Russland und Weißrussland wieder für IIHF-Turniere zuzulassen, zusätzliche Brisanz. Für ran-Experte Stefan Ustorf "geht es einfach nicht".

Das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS, Russland und Weißrussland wieder bei Weltmeisterschaften aufzunehmen, sorgt für Aufregung und Unverständnis in der Eishockeywelt.

Der Weltverband IIHF zeigte sich "enttäuscht", der Deutsche Eishockey Bund "lehnt die Rückkehr russischer Nationalmannschaften zu internationalen Eishockeyturnieren weiterhin ab".

Auf den DEB als Gastgeber der Weltmeisterschaft 2027 wartet nun eine herausfordernde Zeit.

Urteil verändert Heim-WM komplett

"Das Urteil verändert die Ausgangslage für die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 in Deutschland grundlegend. Eine Zulassung Russlands hat für uns als Gastgeber erhebliche sicherheitsrelevante, politische und wirtschaftliche Folgen. Wir werten das Urteil jetzt gemeinsam mit der IIHF aus und informieren über die nächsten Schritte", sagt DEB-Vorstandsvorsitzender Frank Lutz.

Mit der Wiederaufnahme Russlands und Weißrussland ab dem Jahr 2027 erwartet die Ausrichter der anstehenden Turniere – das erste ist die Junioren-WM in Kanada um den Jahreswechsel – eine Mammutaufgabe.

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Was passiert mit Aufsteiger Ukraine?

"Für uns als Veranstalter der Heim-WM ist das natürlich eine doppelte Katastrophe, weil man weiß ja gar nicht, was denn jetzt passiert", sagt Stefan Ustorf im Gespräch mit ran.

Zumal erst einmal geklärt werden muss, aus welchen Teams sich das Feld zusammensetzt. Bis zum CAS-Urteil waren 16 Teilnehmer qualifiziert. Das Auftaktspiel zur WM in der Arena auf Schalke bestreiten die deutsche Mannschaft und die Schweiz.

Besonders brisant: Die Ukraine war im vergangenen Jahr als Zweiter der Division I in die Weltgruppe aufgestiegen.

Ustorf: "Russland gegen Ukraine? Das geht nicht"

Ob eine Erweiterung auf 18 Starter oder ein ausbleibender Aufstieg von Kasachstan und der Ukraine die Folge sind, muss der Weltverband IIHF noch entscheiden.

"Ja, das ist das nächste, genau, dann schmeißt du die Ukraine raus. Für Russland", führt Ustorf aus und weist neben den logistischen Problemen vor allem auf die ethnischen hin.

"Wenn sich jetzt dann Russland und Ukraine auf dem Eis gegenüberstehen würden in Düsseldorf oder Mannheim, das ist – ich weiß gar nicht wie ich das ausdrücken soll – aber das geht nicht. Das kannst du nicht machen", sagt der sportliche Leiter der Nürnberg IceTigers und ran-Experte.

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Ustorf hofft auf Finnland, Schweden und Tschechien

Immerhin macht Ustorf die Solidarität seitens der teilnehmenden Nationen Hoffnung. "Es gibt ja die Stellungnahme der Mannschaften wie Finnland, Schweden, Tschechien, die gesagt haben, sie spielen nicht gegen Russland. Also so einfach, wie sich das vielleicht jetzt der eine oder andere vorstellt, wird das mit Sicherheit nicht."

Der Weltverband IIHF hatte alle russischen und weißrussischen Mannschaften für von ihm organisierte Turniere suspendiert. Hintergrund ist der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine.

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Ustorf: "Keine tragbare Situation"

Für Ustorf ist es jedoch nicht möglich, Sport und Politik zu trennen.

"Ich kann ja nicht von diesen zwei Nationen verlangen, gegeneinander Eishockey zu spielen und so zu tun, als wäre nichts. Das geht nicht. Also wie gesagt, eine persönliche Meinung, aber das ist keine tragbare Situation."

Der früheste Termin, wann russische Mannschaften zurückkehren, wäre die Junioren-WM um den Jahreswechsel (26. Dezember bis 5. Januar) im kanadischen Edmonton und Red Deer.

Die anstehende Frauen-WM im November 2026 ist noch nicht betroffen.

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