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2. Bundesliga

Bochum-Verteidiger Wittek drohte Amputation: "Hätte ich geschlafen..."

Veröffentlicht:

von Franziska Wendler

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 06:39 Min


Bochum-Verteidiger Maximiliam Wittek berichtet nach dem Auftaktspiel der 2. Bundesliga von schweren medizinischen Komplikationen.

Am Freitagabend kassierte der VfL Bochum zum Start der neuen Saison in der 2. Bundesliga eine 0:1-Heimpleite gegen Hertha BSC.

Mit von der Partie war Maximilian Wittek. Der Linksverteidiger stand beim VfL in der Startelf. An sich keine sonderlich nennenswerte Meldung, hätte er nicht erst vor wenigen Monaten eine überaus gefährliche Situation erlebt.

Am 32. Spieltag der Vorsaison waren die Bochumer bei Arminia Bielefeld zu Gast. Nach einem Luftzweikampf mit Gegenspieler Monju Momuluh musste der 30-Jährige frühzeitig vom Feld.

Allerdings handelte es nicht wie zunächst angenommen um eine normale Oberschenkelverletzung, sondern um ein Kompartmentsyndrom, ein medizinischer Notfall.

"Ich war zu Hause und der Oberschenkel ist angeschwollen, ich hatte dann einfach kein gutes Gefühl", erklärte Wittek nach der Partie bei "Sky".

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Vier Operationen wurden nötig

"Manchmal ist man ja dann auch so, dass man sagt: 'Ach komm, ich bin ein harter Hund', und schmeißt sich zum Schlafen eine Schmerztablette rein oder was zum Schlafen. Das habe ich Gott sei Dank nicht gemacht.“

Und weiter: "Denn wenn ich dann wirklich so sechs, sieben, acht Stunden geschlafen hätte, dann hätte das am Morgen bitterböse enden können." Selbst eine Amputation hätte möglicherweise drohen können.

Statt einer Schmerztablette wählte er lieber die Nummer von Mannschaftsarzt Mark Sandfort, der ihn sofort ins Krankenhaus schickte.

"Der Doc hat mir in der Klinik dann auch gesagt, man darf jetzt auch nicht mehr länger warten. Gefühlt jede halbe Stunde, Stunde, in der es keine Durchblutung mehr gibt, kann den Muskel schädigen“, erinnert sich Wittek zurück.

Wittek blieb ohne Folgeschäden

Der VfL-Profi hatte aber Glück im Unglück. „Mein Muskel ist - toi, toi, toi - heil geblieben. Auch an dieser Stelle noch mal ein Riesendankeschön an unseren Doc! Der hat da wirklich geistesgegenwärtig reagiert und einfach auch ein Gespür dafür gehabt."

Am 5. Mai hatte der VfL Bochum vergleichsweise zurückhaltend von einer Operation und dem Saisonaus des Routiniers berichtet, tatsächlich musste er sich aber viermal operieren lassen.

Als Erinnerung bleibt eine 20 Zentimeter lange Narbe, ein "ordentlicher Oschi", wie Wittek sagt: "Aber eine Narbe mehr oder weniger macht's auch nicht mehr aus."

Nach all den bangen Momenten ist der Abwehrspieler nun überaus froh, gesund und rechtzeitig zum Saisonstart wieder fit geworden zu sein. Nur die Pleite gegen Hertha schmerzt da ein wenig: "Das haben wir uns anders vorgestellt."

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