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BVB: Rückkehr von Jadon Sancho wäre eine fatale Kurzschlussreaktion - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Chris Lugert

ran Fußball Bundesliga

BVB: Neuzugang fallt monatelang aus

Videoclip • 01:06 Min


Die schwere Verletzung von Neuzugang Giannis Konstantelias ist ein Tiefschlag für Borussia Dortmund. Doch eine Rückholaktion von Jadon Sancho wäre genau die falsche Reaktion darauf. Ein Kommentar.

Der Schock sitzt tief zwischen Dortmund-Brackel und dem Borsigplatz. Neuzugang Giannis Konstantelias zog sich in seinem zweiten Einsatz für Borussia Dortmund einen Kreuzbandriss zu und wird vermutlich bis tief ins Frühjahr 2027 ausfallen.

Der vielversprechende Eindruck, den der Grieche in seinen wenigen Einsatzminuten hinterlassen hat, verstärkt die Trauer noch zusätzlich. Was wäre möglich gewesen?

Doch der BVB muss nach vorne blicken, womöglich mit einem weiteren Transfer. Noch ist etwas Zeit.

Der Blick nach vorne muss dabei auch für die Suche nach einem Konstantelias-Ersatz die Überschrift sein. Eine erneute Rückkehr von Jadon Sancho wäre aber genau das Gegenteil. Einige Fans träumen davon, dass der aktuell vereinslose Engländer erneut das schwarz-gelbe Trikot tragen könnte.

BVB: Jadon Sancho bringt sportlich zu viele Fragezeichen mit

Doch wäre ein derartiger Transfer nicht nur maximal unkreativ und sportlich hochriskant. Er würde außerdem die bisherige Transferpolitik des neuen Sportdirektors Ole Book ad absurdum führen.

Unter Book konzentrierte sich der BVB wieder auf junge, entwicklungsfähige Spieler mit einem klaren Profil. Oder, wie im Fall Joey Veerman, auf Akteure, die klare Stärken mitbringen und Baustellen im Kader konsequent schließen. Sancho aber passt in keine dieser Kategorien.

Fakt ist: Nach seinem ersten Abschied aus Dortmund konnte der inzwischen 26-Jährige nie mehr an seine Form aus den frühen BVB-Jahren anknüpfen. Auch seine erste Rückkehr in den Ruhrpott war letztlich bestenfalls solide, aber ganz sicher nichts, was die Vereinsgeschichte des BVB verändert hat.

Doch seither sind noch einmal zwei Jahre vergangen, in denen Sancho in der Premier League ohne Einfluss geblieben ist. Dass er bislang keinen neuen Verein gefunden hat, mag mit Blick auf die fehlende Ablösesumme attraktiv erscheinen. Es spricht aber auch Bände über seinen Wert.

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Borussia Dortmund: Sancho wäre ein Paniktransfer

Der BVB litt in den vergangenen Jahren immer wieder an einer Art Murmeltier-Krankheit: Was man schon einmal gesehen hat, darf sich gerne wiederholen. Unzählige "verlorene Söhne" kehrten zurück, doch abgesehen von der Personalie Mats Hummels hat sich das eigentlich nie gelohnt.

Mario Götze, Nuri Sahin und Shinji Kagawa brachten zwar noch ihre Namen mit, aber längst nicht mehr die Qualität, die sie einst zu Topstars machte. Bei Sancho ist die Gefahr akut, dass sich der Engländer nahtlos in diese wenig ruhmreiche Liste einfügt.

Letztlich hätte eine Sancho-Rückkehr die Züge einer Kurzschlussreaktion und eines Paniktransfers, um den Konstantelias-Schock irgendwie aufzufangen. Doch nette Erinnerungen an die Vergangenheit liefern keinen sportlichen Mehrwert in der Gegenwart. Genau diesen braucht der BVB jedoch.

Der Engländer spielte mit Borrussia Dortmund schon im CL-Finale

Bild: Eibner


BVB darf eingeschlagenen Weg nicht verlassen

Zumal Sancho als reiner Flügelspieler gar nicht in das taktische System von Niko Kovac passt. Er wäre daher auch gar kein Konstantelias-Ersatz. Der ebenfalls gehandelte Nick Woltemade würde diese Lücke schon eher ausfüllen, wenngleich auch der DFB-Stürmer Fragezeichen mitbringt.

So bitter der lange Ausfall von Konstantelias für den BVB auch sein mag: Er ist es nicht wert, dafür den eingeschlagenen Transferweg zu verlassen und in alte Muster zu verfallen. Ole Book sollte seine gute Arbeit bis zum Deadline Day fortführen und nicht einer riskanten Versuchung erliegen.

Rationales Handeln ist jetzt gefragt, kein Hinterherjagen von alten Emotionen.

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