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FC Bayern München: Uli Hoeneß beendet Eberl-Diskussion - unwürdige Hängepartie endlich vorbei - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern - Hoeneß über Eberl: "Bleibt zu 100 Prozent"

Videoclip • 01:56 Min


Uli Hoeneß sorgt bei Max Eberl endlich für Klarheit. Bei aller Kritik am Bayern-Sportvorstand ist das aus drei Gründen die richtige Entscheidung. Ein Kommentar.

Für Uli Hoeneß war es ein Heimspiel.

Unweit des Platzes des FC Rottach-Egern hat der Ehrenpräsident des FC Bayern München sein Anwesen hoch über dem Tegernsee. Also stieg der Vereinspatron von seinem Berg herunter und hielt Hof.

Zunächst sprach er am Rande des 15:0-Testkicks der Münchner gegen den heimischen Achtligisten lange mit Fans und Freunden des Rekordmeisters, danach mit den Vorständen Jan-Christian Dreesen und Max Eberl.

Und auch für die auf ihn wartenden Journalisten nahm sich Hoeneß Zeit, weil er offenbar etwas zu sagen hatte.

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Uli Hoeneß entschuldigt sich bei Max Eberl

Der 74-Jährige nahm nicht nur klar Stellung zu Gianni Infantinos WM-Verkaufsplänen und stellte sich hinter die Boykottdrohungen der UEFA. Er lobte auch die bisherige Transferpolitik der Bayern und erklärte das Sturmtrio Michael Olise, Harry Kane und Luis Diaz für unverkäuflich.

Vor allem aber entschuldigte sich Hoeneß auch öffentlich bei Max Eberl für seine heftigen Attacken auf den Sportvorstand vor dem DFB-Pokalfinale, als er dessen Zukunftschancen beim FCB mit gerade mal "60:40" eingeschätzt hatte.

Nach der Aussprache scheint dies nun kein Thema zu sein, Hoeneß bezifferte Eberls Aussichten auf eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus bei 100 Prozent. Um es mit einem seiner Lieblingssprüche zu sagen: "Besser geht's nicht."

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Eberl beim FC Bayern: Unwürdige Diskussion beendet

Damit beendet der Bayern-Boss gerade noch rechtzeitig vor Saisonbeginn eine so anhaltende wie unnötige und teilweise wie etwa rund ums Pokalfinale auch unwürdige Diskussion.

Er selbst hatte gegen manche Widerstände vor zweieinhalb Jahren seinen Wunschkandidaten Eberl zum FC Bayern geholt. Doch in der Folge gab es immer wieder Diskussionen um die Arbeitsweise des Sportbosses und auch seine teils als sehr teuer empfundenen Vertragsabschlüsse mit Stars wie Alphonso Davies oder Jamal Musiala.

Übersehen wurden dabei aber immer drei gewichtige Argumente, die für den Ex-Gladbacher sprachen. Zum einen die Tatsache, dass er nie alleine die Verträge aushandelte, sondern auch und gerade mit der Unterstützung und Billigung von CEO und Finanzchef Dreesen – sowie am Ende der Zustimmung des Aufsichtsrats mit Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer.

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FC Bayern: Eberls Transferbilanz spricht für sich

Zum zweiten, dass sich Eberls Einkaufsbilanz mehr als sehen lassen kann: er holte unter anderem die von zahlreichen Top-Klubs umworbenen Olise, Diaz und Jonathan Tah zum FCB und in diesem Sommer Marokkos WM-Shootingstar Ismael Saibari sowie DFB-Senkrechtstarter Nathaniel Brown.

Und last but not least gibt es keine ernsthaften Alternativen auf dem Markt, die Eberls Job bei Bayern in jedem Fall besser machen würden. Gerade vor dem Hintergrund der angestrebten Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben sowie der speziellen "Mia-san-Mia"-Attitüde des Vereins kommt ein ausländischer Sportchef realistisch kaum in Frage.

In Deutschland hingegen, wo der FC Bayern die Konkurrenz wieder meilenweit abgehängt hat, galt nur Markus Krösche als ernsthafte Option. Doch spätestens nach der auch durch dessen Transfer-Missgriffe verursachten schwachen letzten Saison ist der Frankfurter kein Thema mehr.

Daher ist es richtig, dass Hoeneß die vor allem von ihm selbst verursachte Diskussion um Eberl beendet hat. Auch wenn dieser sicher nicht alles richtig macht und auch in Zukunft Hoeneß noch das ein oder andere Mal ärgern dürfte. Aber all das reicht angesichts seiner Erfolge nicht, um dem Sportvorstand den Stuhl vor die Tür zu setzen.

Auch interessant: Uli Hoeneß zu FIFA-Plänen: Wettbewerbe ohne Europa "kannst du in die Tonne treten" Und: FC Bayern bei Rottach-Egern: Der Liveticker zum Nachlesen

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