Fußball
Uli Hoeneß zu FIFA-Plänen: Wettbewerbe ohne Europa "kannst du in die Tonne treten"
Aktualisiert:
von SIDran Fußball Bundesliga
FC Bayern - Hoeneß über Eberl: "Bleibt zu 100 Prozent"
Videoclip • 01:56 Min
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich kritisch und sehr deutlich zu den angeblichen FIFA-Plänen rund um Weltmeisterschaft geäußert.
Uli Hoeneß sieht den geplanten Investoren-Deal von FIFA-Präsident Gianni Infantino nach dem angedrohten Boykott der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zum Scheitern verurteilt.
"Ich persönlich glaube, dass die Europäer noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten", sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident am Rande des Trainingslagers am Tegernsee: "Wenn die Europäer wirklich einig sind, wenn sie konsequent daran arbeiten, dann wird Herr Infantino mit diesem Plan nicht durchkommen."
Am Donnerstag hatten alle 55 UEFA-Nationalverbände einen Boykott aller FIFA-Turniere beschlossen, sollte das Vorhaben des Weltverbandes, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, umgesetzt werden.
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Bringt ein UEFA-Boykott die Infantion-Pläne ins Wanken?
Laut übereinstimmender Medienberichte soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben.
Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Ein Boykott der UEFA könnte Infantinos Pläne massiv ins Wanken bringen.
Hoeneß erinnerte in der anhaltenden Diskussion an die ehemalige G-14-Gruppe, einem Zusammenschluss europäischer Spitzenvereine, die 1998 gegründet worden war und die Interessen der Vereine gegenüber der UEFA und FIFA vertreten sollte.
"Wir hatten es mit der G-14 damals im Klubbereich auch geschafft, die UEFA an den Tisch zu bringen, viel mehr Geld rauszuholen, viel mehr Akzeptanz rauszuholen für die großen Vereine", sagte Hoeneß: "Und so etwas Ähnliches stelle ich mir jetzt auch vor. Dass die Verbände und die Länder, die in der Welt wichtig sind, und das sind für mich in erster Linie die Europäer, dass die sich einig sind. Und wenn die sich einig sind, dann wird das nicht kommen."
Auch interessant: WM-Verkaufspläne: UEFA trifft Boykott-Entscheidung Und: Wegen möglichem WM-Verkauf: Deutscher Politiker fordert Stadionverbot für Gianni Infantino
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