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FC Bayern München und die Transferbilanz: Diese Spieler sollen noch gehen - auch Ibrahimovic plötzlich auf der Verkaufsliste

Veröffentlicht:

von Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern - Eberl: "Meine Verlängerung war alles andere als Geschenk"

Videoclip • 02:36 Min


Der FC Bayern München geht trotz eines relativ kleinen Kaders zuversichtlich in die neue Saison. Es sollen sogar noch Profis verkauft werden, um das Transfer-Minus zu verringern.

Kurz vor Ende des Transferfensters räumen die Verantwortlichen beim FC Bayern München den Kader auf.

Mittwoch und Donnerstag wurden gleich drei Abgänge bekanntgegeben: Joao Palhinha (14 Millionen Euro Ablöse plus fünf Millionen möglicher Boni) geht zu Benfica Lissabon, Youngster Wisdom Mike zum FC Brügge (fünf Millionen Euro Ablöse) und Felipe Chavez wird an den 1. FC Magdeburg ausgeliehen.

"Damit können wir ein Stück weit unsere Transfer-Bilanz ausgleichen", sagte Sportvorstand Max Eberl, der aber gerne noch weitere Wechsel forcieren würde.

Allen voran stehen Sacha Boey und Bryan Zaragoza auf der Verkaufsliste, beide Spieler haben keine Rückennummer erhalten und fehlen auch auf dem offiziellen Mannschaftsfoto.

Palhinha ist weg, Zaragoza vor dem Absprung

Doch wie schon bei Palhinha, der 2024 für 51 Millionen vom FC Fulham kam und eigentlich 30 Millionen einbringen sollte, werden wohl auch Boey und Zaragoza weniger Einnahmen generieren als erhofft.

"Wir haben die Idee, dass wir ihn gerne abgeben würden, das haben wir so auch mit der Agentur des Spielers kommuniziert", erklärte Eberl über den einst für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray verpflichteten Boey – an dem aber offenbar derzeit kein Klub aufgrund der hohen Ablöse konkretes Interesse hat.

Der Spanier Zaragoza soll dagegen kurz vor einer Leihe zu Espanyol Barcelona mit anschließender Kaufoption für rund acht Millionen Euro stehen, wobei dies wohl an eine bestimmte Zahl von Einsätzen geknüpft wäre.

Dementsprechend stehen den Ausgaben der Bayern von rund 103,5 Millionen Euro für Ismael Saibari (50 Millionen plus möglicher Boni an PSV Eindhoven), Nathaniel Brown (50 Millionen an Eintracht Frankfurt) und Bara Sapoko Ndiaye (3,5 Millionen an die Gambino Stars) wesentlich geringere Einnahmen gegenüber.

Geschätzt kommen bei den Abgängen von Palhinha (maximal 19 Millionen Euro) Noel Aseko (zwölf Millionen/Frankfurt), Daniel Peretz (acht Millionen/FC Southampton), Alexander Nübel (6,5 Millionen plus fünf Millionen möglicher Boni/Besiktas), Jonah Kusi-Asare (sechs Millionen/Fulham), Maurice Krattenmacher (zwei Millionen/SV Elversberg), Lovro Zvonarek (1,5 Millionen /Estrela Amadora) und Armindo Sieb (0,5 Millionen/Los Angeles FC) rund 60 Millionen Euro zusammen.

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Bayern mit Transfer-Minus von über 40 Millionen Euro

Unterm Strich aktuell ein Transfer-Minus von mehr als 40 Millionen Euro, weshalb ein eigentlich fest eingeplanter Spieler nun doch noch abgegeben werden könnte: Arijon Ibrahimovic, der vergangene Spielzeit ausgeliehen war.

"Bei Arijon ist es so, dass wir ihn zurückgeholt haben, da er in Heidenheim wirklich eine sehr, sehr gute Saison gespielt hat", sagte Eberl.

Und weiter: "Jetzt kann man merken, dass es für ihn doch schwerer werden könnte. Und deswegen sagen wir: Wenn etwas passiert, das spruchreif ist und interessant sein kann für beide Beteiligten, wäre man offen."

Nach Atalanta Bergamo sollen aktuell auch Werder Bremen und Union Berlin am Außenstürmer dran sein, für den die Münchner angeblich rund acht Millionen Euro Ablöse aufrufen. Denkbar ist auch hier eine Leihe mit Kaufoption, da der schon dreimal verliehene Ibrahimovic dann wohl endgültig keine Chance mehr bei Bayern hätte.

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Eberl schließt weitere Zugänge fast komplett aus

Doch auch wenn die drei Kandidaten den Rekordmeister verlassen, ist laut Eberl "zu 99 Prozent" kein weiterer Sommer-Zugang geplant, obwohl der Kader insgesamt im Vergleich zu den meisten Topklubs recht überschaubar ist.

Wie im Vorjahr besteht das Kernteam aus drei Torhütern und nur 16 Feldspielern: Brown, Saibari und Sapoko sollen die (ablösefrei) gegangenen Raphael Guerreiro und Leon Goretzka sowie den vom FC Chelsea geliehenen Nicolas Jackson ersetzen.

Aufgefüllt werden würde die Mannschaft dann wie im Vorjahr mit Talenten aus der zweiten Mannschaft und der U19 wie David Santos, Cassiano Kiala, Filip Pavic oder Tim Binder. Darüber hinaus setzt Trainer Vincent Kompany vor allem auf die Flexibilität seiner Spieler.

„Wir haben einen starken Kader, es ist manchmal besser, ein paar Leute dabei zu haben, die viele Positionen spielen können", sagte der Coach und nannte Brown, Konrad Laimer und Tom Bischof.

Doch auch andere Profis wie Joshua Kimmich, Alphonso Davies, Josip Stanisic, Hiroki Ito sowie nahezu die komplette Offensive können auf wechselnden Positionen spielen.

Entsprechend zuversichtlich geht der Meister in die neue Saison, die am Freitagabend mit dem Auftaktspiel gegen den VfB Stuttgart beginnt (ab 19:50 Uhr live in Sat.1 und auf Joyn). Kompany sagte: "Ich habe immer den Glauben im Kopf, dass wir am Ende erfolgreich sein können."

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