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FC Bayern vs. Borussia Dortmund: Die nächste gefühlte Niederlage für den FCB hat viele Gründe - Kommentar

Veröffentlicht:

von Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 01:01 Min


Bayern München vergibt gegen den renitenten BVB zum wiederholten Mal in dieser Saison unnötig einen Sieg. Die Ursachen sind vielfältig, die Konsequenzen könnten gravierend sein. Ein Kommentar.

Zunächst einmal Respekt für Borussia Dortmund. Das 2:2 in der Allianz Arena ist ein echter Achtungserfolg für den BVB, der in der Vergangenheit in München meist wenig zu bestellen hatte. Vor allem dann, wenn es tatsächlich um etwas ging, zogen die Westfalen praktisch immer den Kürzeren.

So rechneten selbst Dortmund-Insider vor dem Topspiel mit einer klaren Niederlage gegen den bis dahin punktgleichen FC Bayern, der dann in der Tabelle davongezogen wäre und wieder seine Vorherrschaft unter Beweis gestellt hätte.

Genauso hätte es auch kommen können, wenn die Gastgeber ihre Chancen in Tore umgemünzt hätten. Doch der sonst so sichere Harry Kane schoss einen Handelfmeter an die Latte, Michael Olise und Lennart Karl trafen ebenfalls Aluminium – und auch das fast siebenmal höhere Expected-Goal-Verhältnis (4,18:0,63) sprach wie die meisten anderen Statistiken Bände über die Bayern-Dominanz.

Deshalb fühlte sich das 2:2 nach dem vermeidbaren Ausgleichstreffer von Fabio Silva in der 89. Minute für den FCB wie eine Niederlage an. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

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FC Bayern: Bei fast allen Remis hätte man als Sieger vom Platz gehen müssen

Denn auch bei drei der vier anderen Unentschieden gegen Schalke (0:0), Augsburg (2:2) und Stavanger (3:3) war der deutsche Rekordmeister haushoch überlegen, verschenkte aber aufgrund seines Chancenwuchers mehrfach unnötig Punkte. Sogar beim leistungsgerechten 2:2 gegen den FC Arsenal war mehr drin, der Ausgleich fiel erst kurz vor Schluss.

Doch nicht nur die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die auch mit Kanes für seine Verhältnisse noch eher unterdurchschnittlichen Erfolgsquote zu tun hat, ist der Grund für die bayrische Ergebniskrise. In der Defensive fehlen über 90 Minuten immer wieder Stabilität und Ordnung, weshalb aktuell auch der BVB weniger Gegentreffer kassiert hat.

Insgesamt sind die Bayern aktuell ein gutes Stück von der Souveränität der vergangenen Saison entfernt und fahren sicher nicht als Favorit zum Champions-League-Duell bei Atletico Madrid.

Was auch daran liegt, dass im Vorjahr teilweise überragende Akteure wie Jonathan Tah, Aleks Pavlovic oder Karl nicht in Topform sind.

FC Bayern gerade auf allen Ebenen heftig gebeutelt

Zur Wahrheit gehört allerdings auch dazu, dass die Münchner derzeit auf allen Ebenen heftig durchgeschüttelt werden. Erfolgscoach Vincent Kompany fehlt noch längere Zeit wegen seiner Hirnhautreizung und wird ebenso schmerzlich vermisst wie die zahlreichen verletzten Leistungsträger.

Gegen Dortmund vergrößerte sich das Lazarett noch einmal erheblich, da Ismael Saibari, Serge Gnabry und Olise angeschlagen ausgewechselt werden mussten. Auch Manuel Neuer und Jamal Musiala sind noch nicht fit, Luis Diaz und Bara Sapoko Ndiaye werden noch einige Wochen pausieren müssen.

Daher sprach Sportvorstand Max Eberl, dem nun die Entscheidung für einen vergleichsweise dünnen Profi-Kader auf die Füße zu fallen droht, von einem "teuren Unentschieden". Frühestens in der Winterpause könnte man mit Transfers reagieren.

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Bayern muss sich erstmal über die nächsten Wochen retten

Bis dahin müssen die Bayern die Herausforderung annehmen und mit einer Startelf, die sich fast von alleine aufstellt, bestmöglich über die nächsten Wochen kommen.

Sonst besteht die Gefahr, dass man wegen der schon bis jetzt verschenkten Punkte bis zum Saisonende gegen die renitenten Dortmunder um die Meisterschaft kämpfen muss und so keine Kräfte für die entscheidenden K.o.-Spiele in der Champions League sparen kann.

Umso wichtiger wäre es, nicht frühzeitig die Top acht aus den Augen zu verlieren, weil man sonst in der Königsklasse eine Extrarunde in den Playoffs spielen müsste.

Genau deshalb wäre am Dienstag ein Unentschieden in Madrid angesichts der widrigen Umstände eher ein gefühlter Sieg, denn eine gefühlte Niederlage wie am Samstag.

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