Champions League
BVB plagen vor Auftakt in der Champions League massive Abwehrsorgen: "Wir müssen zaubern"
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von SIDran Fußball Bundesliga
BVB: Veerman traut Dortmund den Titel zu
Videoclip • 01:12 Min
Borussia Dortmund hat auf die heiße Herdplatte gefasst und gelernt - der BVB plant in der Champions League nun vorsichtiger. Und muss zum Auftakt in der Abwehr kreativ werden.
Der Albtraum von Bergamo holte Borussia Dortmund mit voller Wucht wieder ein. Als der BVB vor zwei Wochen seinen Jahresabschluss vorstellte, waren Dutzende Millionen Euro Mindereinnahmen direkt oder indirekt auf den blamablen Champions-League-Kollaps in der Lombardei im Februar zurückzuführen. Diese Saison soll, ja, muss es besser werden - beginnend mit dem Auftakt gegen den FC Villarreal am Dienstag (21.00 Uhr im Liveticker).
"Wir werden zeigen, dass wir uns auch vor den besten Teams in Europa nicht verstecken müssen", versprach der neue Sportdirektor Ole Book den Fans vorab. Villarreal, nach vier Spieltagen in Spanien siegloser Tabellen-16., ist allerdings eher der gehobenen Mittelklasse des europäischen Fußballs zuzuordnen. Am Samstag soff das "gelbe U-Boot", einst der Bayern-Schreck im Viertelfinale der Königsklasse, in der spanischen Liga gegen Deportivo A Coruña ab - das entscheidende Tor beim 2:3 erzielte der frühere BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang kurz vor Schluss.
Die dickeren Brocken im Dortmunder Europapokal-Spielplan sind definitiv der englische Meister FC Arsenal, der italienische Meister Inter Mailand und Europa-League-Sieger Aston Villa. Umso wichtiger ist es also, jetzt schon erste Punkte für den - möglichst direkten - Achtelfinal-Einzug ins Säckchen zu packen: "Wir werden zum Auftakt bereit sein. Es wird wieder sehr schwierig werden", kündigte Trainer Niko Kovac an. AEK Athen, Sabah FK aus Aserbaidschan, die vergangenen Saison so starken Norweger von FK Bodö/Glimt und auch Betis Sevilla gehören in die Kategorie "schlagbar".
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BVB-Abwehr dezimiert: "Werden schon was zusammenschustern"
Zumindest jedenfalls, wenn der BVB am Dienstagabend unter Flutlicht sein strahlendes Gesicht der letzten halben Stunde aus dem Ligaspiel bei der TSG Hoffenheim zeigen kann. "Wir müssen einfach von der ersten Minute an viel schärfer sein", fordert Kovac. Denn die Dortmunder wurden am Samstag 60 Minuten lang an die Wand gedrückt, sie hätten auch schon 0:4 zurückliegen können - stattdessen drehten sie ein 0:2 mit einem Kraftakt noch in ein 3:2. Lars Ricken grinste in sich hinein: "Wo der BVB spielt, ist immer etwas los", sagte der Sport-Geschäftsführer.
Auch am Dienstag?
In der Champions-League-Saison 2025/26 jedenfalls fasste der BVB mit ganzer Hand auf die heiße Herdplatte, und er beteuert, gelernt zu haben: sportlich wie finanziell. Er hat sich von einigen Großverdienern getrennt, die aber keine Topleistungen gebracht haben, andererseits plant er nicht mehr mit dem Viertelfinale der Königsklasse, sondern nur noch mit dem Achtelfinale. Aber selbst das hatte er durch das Playoff-Aus bei Atalanta (1:4 nach 2:0 im Hinspiel) vorige Saison ja verpasst. Es geht ab sofort auch um das Dortmunder Selbstverständnis, weiterhin der Elite Europas anzugehören.
Sorgen plagen den BVB vor allem in der Abwehr. Nico Schlotterbeck, Emre Can und seit Samstag auch Filippo Mane sind verletzt, Ramy Bensebaini ist sowohl angeschlagen als auch gesperrt. "Wir werden schon was zusammenschustern. Wir müssen ein bisschen zaubern", sagte Kovac. Taktisch - und auf dem Platz.
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