Stuttgart startet mit Sieg in die Königsklasse
Champions League: Der VfB ist reifer als vor zwei Jahren - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Christian Stüweran Fußball
Champions League - VfB-Fans sehen großes Problem: "Vogelwild"
Videoclip • 01:51 Min
Beim letzten Anlauf schied der VfB in der Ligaphase der Champions League aus. Die Stuttgarter scheinen aus den Fehler von damals gelernt zu haben und profitieren von ihrer Kontinuität. Ein Kommentar.
Nein, eine überragende Leistung war es nicht, die der VfB Stuttgart gegen Viking Stavanger zeigte. Beim 3:1-Sieg gegen die Norweger am Mittwoch wackelte die Defensive der Schwaben mehrfach, zwischenzeitlich musste der VfB den 1:1-Ausgleich hinnehmen.
"Wir hätten das Spiel noch besser gestalten können. Aber ich glaube, man sollte damit zufrieden sein, dass man wieder in der Champions League ist, drei Punkte geholt hat und ein souveränes Spiel runtergespielt hat. Von daher ist das fast perfekt. Dem Trainer wird es vielleicht nicht so richtig gefallen haben. Aber ich glaube, mit ein bisschen Abstand können wir richtig zufrieden sein", fasste der überragende Ermedin Demirovic die Partie bei "DAZN" zusammen.
Beim letzten Champions-League-Spiel der Stuttgarter, einer 1:4-Heimniederlage gegen Paris Saint-Germain am 29. Januar 2025, wurde Demirovic in der Schlussphase eingewechselt und blieb wirkungslos.
Es war die letzte Partie der Ligaphase, der VfB schied mit zehn Zählern aus.
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Demirovic: "Wir wissen, was wir falsch gemacht haben"
Am Mittwoch war Demirovic der überragende Spieler, mit drei Treffern innerhalb von zwölf Minuten schoss er die Schwaben zum Sieg. Und machte dann eine Ansage.
"Wir wissen, was wir vor zwei Jahren falsch gemacht haben. Das wollen wir in diesem Jahr ausbügeln. Das Ziel Nummer eins wird sein, die Ligaphase zu überstehen. Wir sind nicht hier, um einfach dabei zu sein. Wir wollen weiterkommen, dann gibt es keine Grenzen nach oben. Wir können gegen jeden Gegner bestehen", erklärte der 28 Jahre alte Angreifer.
In der Spielzeit 2024/25 war der VfB auch deshalb ausgeschieden, weil er beispielsweise beim 1:1 gegen Sparta Prag im eigenen Stadion oder beim 1:5 bei Roter Stern Belgrad Punkte gegen vermeintlich schlagbare Gegner liegen ließ.
Aus dieser Perspektive wirkt der Auftaktsieg gegen Stavanger gleich noch wertvoller. Zumal am nächsten Spieltag am 14. Oktober bei Slovan Bratislava die Chance besteht, einen perfekten Start in Königsklasse hinzulegen.
Der VfB scheint bereit für die Champions League zu sein
Insgesamt wirkt die Stuttgarter Mannschaft einfach reifer als noch vor zwei Jahren. Was vor allem daran liegt, dass es den Verantwortlichen Jahr für Jahr gelingt, die Leistungsträger zu halten und für Kontinuität zu sorgen.
Demirovic, Deniz Undav, Jamie Leweling, Angelo Stiller, Chris Führich, Maximilian Mittelstädt, Jeff Chabot und Fabian Bredlow – sie alle standen vor eineinhalb Jahren gegen PSG und am Mittwoch gegen Stavanger auf dem Platz. Genauso wie Trainer Sebastian Hoeneß an der Seitenlinie, dessen Spielidee sich weiter verfestigt hat.
Sie alle wissen, was beim letzten Anlauf in der Königsklasse schiefgelaufen ist. Und wie sie es diesmal besser machen können.
Der VfB scheint bereit für die Champions League zu sein.
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