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Champions League

FC Bayern München: Der "Drecksack" wollte das Spiel gewinnen - das fehlte dem FCB bei Viking Stavanger

Veröffentlicht:

von SID

ran Fußball

Eberl teilt heftig aus: "Drecksack"

Videoclip • 03:50 Min


Nach dem 3:3 in Norwegen gegen Viking Stavanger ist die Stimmung beim FC Bayern München getrübt. Vor allem Jan-Christian Dreesen findet deutliche Worte.

Jan-Christian Dreesen versuchte, diesen gebrauchten Champions-League-Abend mit einem kurzen Ausflug in die Landeskunde zu retten.

"Der Norweger sagt 'Skål'", rief der Vorstandschef des FC Bayern zum Ende seiner nüchtern-analytischen Bankettrede dem untröstlichen Rotsünder Michael Olise und den anderen geknickten Stars zu.

Und einen kleinen Frusttrunk, den könnten "wir auch gebrauchen".

FC Bayern hat zu wenig "Drecksäcke"

Doch der Ärger über den Ausrutscher in der norwegischen Ölstadt ließ sich nicht so einfach herunterspülen. Dafür war die Mängelliste nach dem 3:3 (0:2) beim Königsklassen-Neuling Viking Stavanger zu lang.

Zu wenige "Drecksäcke", wieder dieselben und zu viele Fehler, eine unterirdische erste Halbzeit ohne Bayern-"Niveau" und als "Krönung" die völlig unnötige Gelb-Rote Karte gegen Olise, die Trainer Vincent Kompany als "überdumm" bezeichnete: Dieses Unentschieden lieferte Stoff für einige unliebsame Debatten.

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FC Bayern: "Nicht das Niveau unserer Mannschaft"

"Wir haben uns diesen Ausflug sicherlich anders vorgestellt", bilanzierte Dreesen und mahnte: "Wir müssen unsere Lehren ziehen." Ein Remis beim norwegischen Meister, gestand Sportvorstand Max Eberl in der zugigen Interviewzone der stimmungsvollen Lyse Arena, "haben wir definitiv nicht im Kopf gehabt".

Der wie in Augsburg (2:2) teils peinliche Auftritt verärgerte ihn sichtlich. "Das", schimpfte Eberl, "ist nicht das Niveau unserer Mannschaft."Die reumütigen Stars wollten und konnten da nicht widersprechen. "Es war nicht gut genug", gestand Doppelpacker Harry Kane, den Pokal für den "Player of the Match" wie einen wertlosen Trostpreis im Arm.

Ersatzkapitän Joshua Kimmich wurde grundsätzlich. "Ich habe schon relativ zu Beginn der Saison gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass wir noch nicht auf unserem Top-Level sind. Und das spüre ich im Moment immer noch. Innerlich bin ich in Alarmbereitschaft."

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FC Bayern: Kimmich schaut positiv in die Zukunft

Zugleich aber, das war Kimmich vor den Kracher-Spielen bis Ende Oktober gegen Leipzig, den FC Arsenal, beim aktuellen Bundesliga-Tabellenführer Freiburg und dem Klassiker gegen Dortmund wichtig zu betonen, spüre er "ein großes Vertrauen, dass wir das schnell wieder umstellen können".

Die Qualität - siehe Kane oder Luis Diaz, dem nach dem 0:2-Pausenrückstand das zwischenzeitliche 3:2 gelungen war, ist ja zweifelsohne da. Ebenso sind es genügend Torchancen.

Allerdings gilt das auch für die "totalen Konzentrationsfehler" (Kompany), die Probleme im Defensivverbund und eine Spielweise, die der Trainer als "einfach nicht schlau" bemängelte.

Und so kam es, dass Dreesen "Blut und Wasser" schwitzte. Eberl sah erzürnt ein "fast identisches Spiegelbild dessen, was uns gegen Augsburg schon geärgert hat".

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FC Bayern: Spieler sollen sich Beispiel an Tripic nehmen

Von "Pech" wollte er angesichts der Häufigkeit der Schwierigkeiten nicht sprechen. "Das hat mit Aufmerksamkeit zu tun, mit Bereitschaft, meine Aufgabe zu erfüllen." Der kollektive Vorwärtsdrang sei ein Problem, es müssten sich auch Spieler finden, "die aufpassen, dass wir keinen Konter fressen".

Als positives Gegenbeispiel hob der Sportchef ausgerechnet Viking-Kapitän Zlatko Tripic hervor, der Olise so lange piesackte, bis der ihm frustriert den Ball ins Gesicht warf. "Er hat gespielt wie ein Drecksack", sagte Eberl, und das war ein Kompliment, "der wollte das Spiel gewinnen." Die Bayern etwa nicht?

FC Bayern: Kein Grund zur Panik

Routinier Kane war bemüht, die aufkommende Unruhe einzufangen. "Es ist nicht das Ende der Welt. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen."

Dass die Bayern wie in der Liga auch international der Spitze hinterherlaufen, sei kein Drama, assistierte Kimmich. Paris Saint-Germain habe in den vergangenen Jahren "auch nicht unbedingt geglänzt in der Vorrunde - und zweimal das Ding gewonnen". Prost!

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