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FC Bayern bei Viking Stavanger - So hätte sich Olise "Drecksack" Tripic vom Hals halten können

Aktualisiert:

von ran.de

ran Fußball

Kane kritisiert Olise: "Verantwortung übernehmen"

Videoclip • 01:46 Min


Zlatko Tripic, der die Rote Karte von Michael Olise provozierte, freute sich, dass sein Plan aufgegangen war. Die Bayern waren bedient.

Ein bisschen Parfüm, und Michael Olise hätte seine Ruhe gehabt. Vielleicht zumindest.

Denn Zlatko Tripic hatte zuletzt aufgrund eines bestimmten Dufts eines Teamkollegen eine allergische Reaktion gezeigt. Im Gegensatz dazu hatte Olise jüngst in einem Interview mit seinem Parfüm für Aufsehen gesorgt - er ist also ein Fan eines guten Duftwassers.

Womöglich wäre es das perfekte Mittel für den Franzosen gewesen, um sich den provozierenden Tripic im Champions-League-Spiel bei Viking Stavanger vom Hals zu halten. Das ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen, auch wenn Olise und den Bayern nach dem wilden 3:3 nicht zum Lachen zumute ist.

Denn der frühere Fürther hatte den Münchner Superstar so lange gepiesackt, bis der sich frustriert zu einer Gelb-Roten Karte hinreißen ließ - und das Spiel doch noch einmal in Richtung der Norweger kippte.

Tripic freute sich diebisch darüber.

"Es ist großartig", sagte er beim Sender "TV2 "schmunzelnd über den Platzverweis (74.) beim Stand von 3:2 für die Bayern, "dass sich ein solcher Spieler, der höchstwahrscheinlich irgendwann den Ballon d'Or gewinnen wird, ein wenig über einen Jungen aus Oftebro und Lyngdal ärgert."

Ein wenig geärgert hat sich Tripic aber auch. Denn auf einen Trikottausch musste er nach dem Spiel verzichten. Denn klar: Mit offenen Armen wäre nach den 90 Minuten nicht empfangen worden. "Ich habe von fast allen bei Bayern eine Standpauke bekommen. Deshalb habe ich mich nicht getraut, in ihre Umkleide zu gehen und um ein Trikot zu bitten", berichtete er.

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FC Bayern geärgert: Wer ist Zlatko Tripic?

Wer ist Tripic? Auch in Deutschland ist der Norweger ein bekanntes Gesicht. Zwischen 2015 und 2017 spielte der Viking-Kapitän in der 2. Bundesliga für die SpVgg Greuther Fürth. Dort sorgte er jedoch vor allem abseits des Rasens für Aufsehen: Bei einem Diskothekenbesuch in Nürnberg 2016 stürzte er folgenschwer und erlitt einen Bruch des Schädeldaches.

Sportlich machte sich Tripic vor allem in seiner Heimat Norwegen einen Namen, wo er mit dem Spitzenklub Molde FK 2011 und 2012 Meister wurde. Nach dem Gastspiel in Fürth zog es den in Kroatien geborenen Tripic nach Moldau zu Sheriff Tiraspol und später nochmal in die Türkei zu Göztepe Izmir, wo er aber nicht glücklich wurde. 2021 kehrte der 33-Jährige endgültig in seine Heimat zu Viking Stavanger zurück, wo er seither als Führungsspieler eine prägende Rolle spielt und als "König von Stavanger" verehrt wird.

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Stavanger-Provokation gegen Olise bereits vor dem Spiel geplant

All die Provokationen und kleinen Nickligkeiten seien von langer Hand geplant gewesen, gab Tripic zu. "Er sollte es hier nicht zu gemütlich haben", sagte er über Olise.

"Und als es mir gelang, seinen Fokus von dem abzulenken, was er außergewöhnlich gut kann, verlor er am Ende die Beherrschung und warf mir den Ball ins Gesicht. Ich habe das Gefühl, dieses Duell mit ihm gewonnen zu haben."

"Verlierer" Olise dagegen war aus Münchner Sicht der Sündenbock. Als "überblöd" empfand Trainer Vincent Kompany die Aktion, die dem Spiel seiner Elf nach erfolgreicher Aufholjagd ein Stoppschild verpasste. Auch Doppelpacker Harry Kane meinte: "Du musst in diesen Momenten klug sein, die Emotionen kontrollieren. Aber es ist Fußball, es ist das Leben. Man macht manchmal Fehler."

Tripic, meinte der Münchner Sportvorstand Max Eberl, habe "gespielt wie ein Drecksack, der wollte das Spiel gewinnen. Wir haben uns provozieren lassen - und er hat das erreicht, was er wollte, nämlich, dass ein Spieler vom Platz fliegt." Und Viking, zum Auftakt noch 1:3 beim VfB Stuttgart unterlegen, erstmals in der Königsklasse punktete.

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