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DFB-Pokal

FC Bayern: Vincent Kompany hat dem Rekordmeister den Schlendrian ausgecoacht - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Martin Jahns

ran Fußball

DFB-Pokal: Netz feiert Traumtor! Schalke-Fans freuen sich schon

Videoclip • 02:57 Min


Der FC Bayern trotzt beim 4:1-Sieg in Osnabrück einem Hexenkessel und einem Sonntagsschuss. Die schlechte Nachricht für die Konkurrenz: Diese Bayern-Mannschaft hat verlernt, pomadig zu spielen – ein Kommentar.

Kurz schnupperte der VfL Osnabrück an der größten Pokalsensation seit Jahren.

In der 5. Minute versenkte Robin Meißner eine Volleyabnahme in den Winkel. Das Stadion an der Bremer Brücke explodierte. Und die Bayern?

Die reagierten wie schon beim Stuttgarter Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 am 1. Bundesliga-Spieltag: gnadenlos entschlossen. Gegen die Schwaben dauerte es sechs Minuten, ehe der FCB mit zwei Toren die Weichen wieder auf Sieg stellte. Osnabrück hielt immerhin 19 Minuten durch, ehe der Rekordmeister die Partie gedreht hatte. Am Ende siegten die Bayern standesgemäß mit 4:1.

Die Spielfreude, mit der die Bayern-Offensive dabei den widrigen Umständen begegnete, muss der Konkurrenz Sorgen machen.

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Behutsame Rotation mit bewährter Offensive

Das begann schon bei Vincent Kompanys Aufstellung. Der Trainer rotierte behutsam, setzte im Angriff aber wieder auf das Weltklasse-Trio aus Harry Kane, Luis Diaz und Michael Olise von Beginn an. Dazu bekamen im Mittelfeld Neuzugang Ismael Saibari und Backup Tom Bischof Chancen, sich für mehr zu empfehlen.

Gerade Bischofs 2:1 war sinnbildlich. Erst gewann er den Ball im Gegenpressing zurück, dann rückte er selbst nach und schloss ab. Der bajuwarische Hunger nach dem Ball war auch gegen Osnabrück nicht zu stillen.

Der nimmermüde Olise suchte in Osnabrück Zweikampf um Zweikampf. Joshua Kimmich suchte mit seinen vertikalen Chips immer wieder den direkten Weg nach vorne und stellte die Abwehr des Zweitligisten damit vor Probleme – so wie vor dem 1:1 durch Harry Kane. Und selbst der Jubel der Bayern-Spieler bei den ersten beiden Toren zeugte von Spaß am Spiel statt lästiger Pflichterfüllung beim Außenseiter.

Am Ende standen standesgemäße 67 Prozent Ballbesitz und 22:5 Torschüsse für den Favoriten. Nach dem 1:0 hatte Osnabrück keine große Torchance mehr.

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Voller Fokus egal ob gegen PSG oder Osnabrück

Es spricht für Kompanys Motivationskünste als Trainer, aber auch für den Charakter der Mannschaft, dass es seit der Amtsübernahme des Belgiers bei den Bayern egal ob gegen Osnabrück oder PSG zu jedem Anlass Vollgasfußball statt routiniertem Ballgeschiebe gibt.

Das sind schlechte Aussichten für die Konkurrenz: Schon der Kantersieg gegen einen der vermeintlich stärksten Ligarivalen aus Stuttgart war ein Fingerzeig. Der letztlich ungefährdete Erfolg bei mutigen, keinesfalls schlechten Lila-Weißen aus Osnabrück lieferte nun den zweiten.

Genau das ist Kompanys vielleicht größte Leistung: Der Schlendrian, einst der verlässliche Hoffnungsschimmer für jeden Underdog, ist bei den Bayern derzeit kein Thema mehr.

Auch interessant: Die Bayern-Stars gegen Osnabrück in der Einzelkritik

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