Fußball
FIFA-Präsident Gianni Infantino klebt an seinem Stuhl: Es geht nur auf die harte Tour - Kommentar
Aktualisiert:
von Oliver Jensen:newstime
FIFA stärkt Infantino den Rücken
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Trotz aller Kritik denkt Gianni Infantino nicht an einen Rücktritt. Der FIFA-Boss bekommt intern sogar Rückendeckung. Umso wichtiger, dass die UEFA und andere Fußballverbände geschlossen Druck machen, damit ein Führungswechsel beim Fußball-Weltverband stattfindet.
Es dürfte kaum jemanden überrascht haben, dass FIFA-Boss Gianni Infantino an seinem Stuhl klebt.
Nach einer Krisensitzung in Marokko stärkte die FIFA-Spitze ihrem umstrittenen Präsidenten sogar den Rücken. Dabei ist er durch seine Investoren-Pläne bei den Weltmeisterschaften so beschädigt, dass er für das Amt nicht mehr tragbar ist.
Fußball-Ikone Luís Figo brachte die Gefühlslage vieler auf den Punkt: "Infantino hat das Amt, das er zu stärken versprochen hatte, herabgewürdigt. Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Sports, dem er eigentlich dienen sollte, persönlich zu bereichern."
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Gianni Infantino hat noch immer Unterstützer
Wer solche Pläne schmiedet, handelt nicht im Sinne des Fußballs. Genau das sollte ein FIFA-Präsident allerdings tun.
Infantino hat dennoch weiter einige Unterstützer. Vor allem in den afrikanischen Ländern sind ihm viele Verantwortliche wohlgesonnen. Das macht es so schwierig, den FIFA-Boss loszuwerden. Jeder kleinste Inselstaat hat eine Stimme. Dort kann Infantino besonders einfach Lobbyarbeit betreiben und sich im Amt halten.
Auch interessant: Auch European Leagues stellt sich gegen FIFA und Infantino Und: "Kommt Erpressung gleich": Schwere Vorwürfe gegen Infantino
UEFA vs. Infantino: Europa braucht Unterstützung
Der Gegenwind ist trotzdem groß, nicht nur in Europa. Die UEFA ging allerdings bislang am weitesten und entzog ihm öffentlich das Vertrauen.
Doch das allein genügt nicht. Nur wenn die UEFA genügend Unterstützung aus anderen Weltregionen bekommt, könnte Infantino eines Tages zum Rücktritt gezwungen sein. Der Druck muss jetzt maximal hochgehalten werden.
Infantinos Festhalten an seinem Amt zeigt einmal mehr: Es geht nur auf die harte Tour, wenn bei der FIFA wirklich ein Neuanfang stattfinden soll - und der ist zwingend notwendig.
Unter Druck: Gianni Infantino
Bild: AFP/SID/BRENDAN SMIALOWSKI
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