FIFA
Mexiko vor Wechsel zur CONMEBOL? Brisantes Infantino-Versprechen enthüllt
Veröffentlicht:
von Mike Stiefelhagen:newstime
EX-DFB-Präsident rechnet mit Infantino ab
Videoclip • 01:20 Min • Ab 12
Bahnt sich im Weltfußball ein spektakulärer Verbandswechsel an? FIFA-Präsident Gianni Infantino soll Mexiko Unterstützung bei einem Austritt aus der CONCACAF und dem anschließenden Beitritt zur CONMEBOL zugesagt haben.
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Mexiko gehört geografisch zum Zuständigkeitsbereich der CONCACAF, also Mittelamerika. Nach einem Bericht des mexikanischen Journalisten Martin del Palacio könnte die Zusammenarbeit jedoch vor dem Ende stehen.
Demnach soll FIFA-Präsident Gianni Infantino dem mexikanischen Fußballverband FMF angeboten haben, einen Wechsel zur südamerikanischen CONMEBOL zu ermöglichen. Voraussetzung sei, dass der Schweizer über die kommende Präsidentschaftswahl hinaus an der Spitze der FIFA bleibt.
"Gianni Infantino hat Mexiko versprochen, dem Land beim Austritt aus der CONCACAF und dem Beitritt zur CONMEBOL zu helfen, falls er FIFA-Präsident bleibt", erklärte del Palacio auf "X".
Eine offizielle Bestätigung für diese Darstellung liegt nicht vor. Weder die FIFA noch die FMF, CONCACAF oder CONMEBOL haben bislang öffentlich erklärt, dass ein entsprechender Wechsel vorbereitet wird.
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Mexiko stellt sich hinter Infantino
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund des Machtkampfes um Infantino besonders brisant. Mexikos Verband hatte sich zuletzt ausdrücklich hinter den umstrittenen FIFA-Präsidenten gestellt und sich damit von anderen Mitgliedern der CONCACAF abgesetzt.
Die nord- und mittelamerikanische Konföderation zählt gemeinsam mit der UEFA und dem asiatischen Verband AFC zu Infantinos Kritikern. Auslöser des Konflikts waren unter anderem die inzwischen zurückgezogenen Pläne zur Vermarktung kommerzieller WM-Rechte über das Projekt "FIFA Forward Enterprise".
Nach Angaben del Palacios ist das Verhältnis zwischen der FMF und der CONCACAF mittlerweile schwer beschädigt. Vertreter beider Organisationen würden kaum noch miteinander sprechen und bei wichtigen Fragen nicht mehr gemeinsam auftreten.
Ein Verlust Mexikos wäre für die CONCACAF sportlich und wirtschaftlich kaum zu ersetzen. Der Verband dürfte sich deshalb entschieden gegen einen Austritt eines seiner bedeutendsten Mitglieder wehren.
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Kann Mexiko überhaupt zur CONMEBOL wechseln?
Mexiko und die CONMEBOL könnten einen solchen Verbandswechsel nicht eigenständig beschließen. Weil das Land geografisch nicht zu Südamerika gehört, wäre eine Ausnahmegenehmigung durch die FIFA erforderlich.
Dabei müsste auch die Position der CONCACAF berücksichtigt werden. Infantino könnte einen Wechsel daher nicht im Alleingang durchsetzen, selbst wenn er der FMF tatsächlich seine Unterstützung zugesichert haben sollte.
Grundsätzlich hat es vergleichbare Fälle bereits gegeben. Australien verließ 2006 den ozeanischen Verband OFC und schloss sich der asiatischen AFC an, um regelmäßig auf sportlich stärkere Gegner zu treffen.
Für Mexiko würde der Schritt vor allem den Wettbewerb deutlich verschärfen. Die Nationalmannschaft müsste sich unter anderem mit Argentinien, Brasilien, Uruguay und Kolumbien messen, während sich für die Klubs neue Perspektiven in den südamerikanischen Wettbewerben ergeben könnten.
Größere Weltmeisterschaft als Absicherung?
Eine zentrale Frage wäre die Qualifikation für kommende Weltmeisterschaften. Während Mexiko innerhalb der CONCACAF regelmäßig zu den Favoriten gehört, wäre die Ausgangslage in Südamerika erheblich schwieriger.
Del Palacio brachte in diesem Zusammenhang eine mögliche Erweiterung der WM 2030 auf 64 Mannschaften ins Spiel. Durch zusätzliche Startplätze könnte das sportliche Risiko eines Wechsels für Mexiko sinken.
Eine solche Aufstockung wird innerhalb der FIFA diskutiert, ist aber noch nicht beschlossen. Laut del Palacio hofft Mexiko zudem darauf, die Klub-WM 2029 ausrichten zu dürfen.
Vorerst handelt es sich damit um ein unbestätigtes Szenario mit erheblicher politischer Sprengkraft.
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