Fußball
Nach Cucurella-Aufreger: Ex-FIFA-Schiri Anthony Taylor übernimmt Spitzenposten
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von ran.deran Fußball
Löwenmähne weg! Cucurella trennt sich von ikonischer Frisur
Videoclip • 01:09 Min
Anthony Taylor hat nach seinem Karriereende als Schiedsrichter eine neue Aufgabe gefunden. In Deutschland erlangte er vor allem durch seine umstrittene Entscheidung beim EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien Bekanntheit.
Wenige Wochen nach dem Ende seiner Schiedsrichter-Karriere hat Anthony Taylor eine neue Aufgabe gefunden. Der türkische Fußballverband (TFF) stellte den 47-Jährigen als neuen Leiter seiner Elite-Schiedsrichterabteilung vor.
Wie der Verband mitteilte, soll der langjährige Premier-League- und FIFA-Referee künftig die strategische und technische Weiterentwicklung des Spitzenschiedsrichterwesens verantworten. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Ausbildung und Förderung von Schiedsrichtern sowie die Weiterentwicklung des gesamten Programms nach den Vorgaben von UEFA und FIFA.
Taylor leitete in seiner rund 20-jährigen Karriere mehr als 800 Partien auf höchstem Niveau, darunter Spiele in der Premier League, der Champions League sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften.
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Taylor sorgte für Cucurella-Aufreger
Für Schlagzeilen sorgte der Engländer dabei nicht nur mit seinen Einsätzen, sondern auch mit einigen umstrittenen Entscheidungen. Besonders in Erinnerung blieb das EM-Viertelfinale 2024 zwischen Deutschland und Spanien, als Taylor ein Handspiel von Marc Cucurella im Strafraum nicht ahndete. Monate später wurde die Szene offiziell als strafbares Handspiel eingestuft – Deutschland hätte demnach einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen.
Nach seinem Rücktritt nach der Weltmeisterschaft 2026 hatte Taylor bereits angekündigt, dem Fußball erhalten bleiben zu wollen. "Der Rücktritt vom Spitzenschiedsrichterwesen war eine bedeutende Entscheidung, aber mir war immer klar, dass ich weiterhin eng mit dem Spiel verbunden bleiben und zur Zukunft des Schiedsrichterwesens beitragen wollte", erklärte der Engländer.
Auf ihn wartet in der Türkei allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Schiedsrichterwesen des Landes stand zuletzt massiv in der Kritik. Eine mehrjährige Untersuchung ergab, dass zahlreiche Unparteiische in Glücksspielaktivitäten verwickelt gewesen sein sollen.
Ungeachtet dessen blickt Taylor optimistisch auf seine neue Rolle: "Ich freue mich sehr, dem türkischen Fußballverband beizutreten, und kann es kaum erwarten, diese neue Aufgabe anzutreten. Das Schiedsrichterwesen auf Elite-Ebene steht seit vielen Jahren im Mittelpunkt meines Berufslebens, und diese Ernennung gibt mir die Möglichkeit, diese Erfahrung auf eine andere Art und Weise einzubringen."
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