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DFB-Boss äußert klaren Kritikpunkt bei Jürgen Klopp: "Fünf Punkte sind zu wenig"

Aktualisiert:

von ran.de

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DFB-Team: Das sind die Spielerfrauen unter Jürgen Klopp

Videoclip • 01:31 Min


Andreas Rettig hat ein durchwachsenes Fazit der ersten vier Länderspiele unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gezogen, zumindest bezogen auf die Ergebnisse.

"Ich denke, dass wir uns insgesamt gesteigert haben im Laufe der Spiele. Am Ende sind fünf Punkte zu wenig. Da hätten wir uns mehr gewünscht, da braucht man nicht drumherum zu reden. Aber aller Anfang ist schwer", sagte DFB-Sport-Geschäftsführer Rettig während des EM-Qualifikationsspiels der U21 gegen Georgien (2:0) am ran-Mikrofon.

Dagegen lobte der Verbandsboss die Atmosphäre unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp:

"Was mir ausgesprochen gut gefällt, ist tatsächlich, wie Jürgen mit seinem Trainerteam an die Sachen herangeht, neben dem Platz alle mitzunehmen. Da ist ein guter Geist entstanden. Also von daher gibt es wenig zu meckern bis auf die Punkteausbeute."

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Wer wäre sonst vorher auf Philipp Treu und Derry Scherhant gekommen, die aus meiner Sicht wirklich insgesamt Top-Leistungen gebracht haben.

Andreas Rettig

DFB-Team: Lob für Neulinge Philipp Treu und Derry Scherhant

Auch die Entscheidung, 44 Spieler für die Nations-League-Partien gegen die Niederlande (1:1), zweimal Griechenland (0:1, 0:0) und Serbien (2:0) zu nominieren, habe sich ausgezahlt. Das zeige sich gerade bei zwei Freiburger Neulingen, die sich direkt in die Startelf gespielt hatten.

"Wer wäre sonst vorher auf Philipp Treu und Derry Scherhant gekommen, die aus meiner Sicht wirklich insgesamt Top-Leistungen gebracht haben. Auch das ist ein Ergebnis, dass man vorher den Kader breit aufgestellt hat", erklärte Rettig.

Jürgen Klopp gewinnt nur eines seiner ersten vier DFB-Spiele

Tatsächlich fällt die sportliche Bilanz zum Start der Klopp-Ära bislang durchwachsen aus.

Beim Debüt des ehemaligen Liverpool-Trainers erreichte Deutschland zunächst ein 1:1 in den Niederlanden. Es folgte beim ersten Heimspiel die ernüchternde 0:1-Niederlage gegen Griechenland.

Erst im dritten Anlauf feierte Klopp seinen ersten Sieg als Bundestrainer. Beim 2:0 gegen Serbien überzeugte die DFB-Auswahl phasenweise mit hohem Tempo und aggressivem Gegenpressing.

Im anschließenden Rückspiel in Griechenland reichte es trotz klarer spielerischer Überlegenheit allerdings erneut nur zu einem 0:0.

Damit stehen nach den ersten vier Spielen unter Klopp ein Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage zu Buche.

Aufgebracht: Andreas Rettig

Bild: AFP/GETTY IMAGES/SID/ALEX GRIMM


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DFB-Team: Klopp sieht Entwicklung positiver als die Ergebnisse

Klopp selbst bewertete die erste Länderspielphase trotz der mäßigen Punktausbeute deutlich positiver.

Nach dem 0:0 in Griechenland erklärte der Bundestrainer, er hätte vor Beginn der gemeinsamen Arbeit nicht erwartet, dass seine Mannschaft bereits innerhalb so kurzer Zeit derartige Leistungen abrufen könne.

Vor allem die erste Halbzeit in Thessaloniki bezeichnete Klopp als außergewöhnlich. Deutschland dominierte die Partie über weite Strecken, ließ jedoch erneut die nötige Konsequenz vor dem Tor vermissen.

Schon nach dem 2:0 gegen Serbien hatte Klopp von einem "perfekten Abend" gesprochen und insbesondere das Verhalten gegen den Ball hervorgehoben.

Die unterschiedlichen Bewertungen zeigen das derzeitige Spannungsfeld beim DFB: Spielerisch erkennt die sportliche Führung Fortschritte, auf dem Papier bleiben fünf Punkte aus vier Spielen aber hinter den Erwartungen zurück. Das sieht auch Rettig so.

DFB: Per Mertesacker folgt auf Andreas Rettig

Der zum Jahresende scheidende Retig, dessen Posten ab Januar Ex-Nationalspieler Per Mertesacker übernimmt, sah am Dienstag in Bielefeld vor Ort, wie sich die deutsche U21 durch den neunten Sieg im zehnten Spiel als Gruppensieger direkt für die EM-Endrunde 2027 in Albanien und Serbien qualifizierte.

Zuvor weilte Rettig bei der A-Nationalmannschaft, die nach dem Debüt von Klopp nur Tabellendritter in der Nations League ist. Mit zwei Siegen in den abschließenden Begegnungen in Serbien (13. November) und in Berlin gegen die Niederlande (16. November) kann aber noch das Viertelfinale erreicht werden.

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