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Jürgen Klopp sucht DFB-Stürmer: Niclas Füllkrug trifft und trifft - Werder-Stürmer äußert sich zu Bundestrainer-Aussagen

Aktualisiert:

von Chris Lugert, Tobias Wiltschek, Christian Stüwe

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 02:26 Min


Niclas Füllkrug bringt sich mit seinem nächsten Doppelpack für das DFB-Team in Stellung. Nach dem Sieg gegen Mainz äußert er sich zu den jüngsten Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp. Doch auch die Konkurrenz liefert Argumente. Die Kandidaten im ran-Check.

Die Stürmerfrage beschäftigt Jürgen Klopp weiter. Während der Bundestrainer zuletzt auf zahlreiche junge Angreifer setzte, liefert ausgerechnet ein alter Bekannter derzeit ein Argument nach dem anderen für eine Rückkehr ins DFB-Team.

Niclas Füllkrug setzt seinen beeindruckenden Lauf bei Werder Bremen ungebremst fort. Beim 3:2 gegen Mainz 05 am Samstag schnürte der 33-Jährige erneut einen Doppelpack und steht nun nach sieben Bundesliga-Spielen bereits bei acht Toren.

Damit hat der frühere Nationalspieler in sechs Ligaspielen hintereinander getroffen. Eine solche Serie war ihm in seiner bisherigen Karriere noch nie gelungen.

DFB-Team: Füllkrug reagiert auf Klopp-Aussagen

Nach seinem Doppelpack gegen Mainz bezog Füllkrug Stellung zu den jüngsten Aussagen von Jürgen Klopp zu seiner Person. Der Bundestrainer hatte vor einigen Tagen gegenüber "DAZN" betont: "Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen, aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld."

Und weiter: "Wir haben eine Gegenwart, eine mittelfristige Zukunft und eine langfristige Zukunft. In der Gegenwart kann es natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch langfristig. Also müssen wir jetzt mal sehen", so Klopp.

Füllkrug haben diese Worte nicht beeinflusst: "Er hat Fakten aufgezählt, mehr nicht. Ich bin 33 und schieße ein Tor nach dem anderen. Das war ja ohne Meinung. Es hat mich überhaupt nicht extra motiviert", sagte der Routinier nach der Partie.

"Ich spiele nicht für eine Nominierung. Ich spiele für Werder. Ich kann nichts sagen, was soll ich sagen? Ich weiß ja nichts. Alles, was ich sage, kann falsch sein oder ist vorgegriffen. Wirklich: Es interessiert mich einfach nicht", so die Bremer Lebensversicherung weiter.

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DFB-Team: Füllkrug reagiert genervt - Werder-Trainer sendet Botschaft an Klopp

Von den ständigen Fragen nach einem möglichen DFB-Comeback hat Füllkrug ohnehin längst genug. "Lücke" wurde bereits nach seinem Doppelpack beim 2:2 gegen den SC Paderborn gegenüber "DAZN" erneut auf eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft angesprochen.

Füllkrug reagierte deutlich und forderte mehr Respekt für seinen Wunsch, die Diskussion nicht ständig führen zu müssen. Er habe bereits "44-mal gesagt", dass er darüber nicht mehr sprechen wolle.

Sein Trainer Daniel Thioune äußerte sich dagegen deutlich offener zu einer Rückkehr ins DFB-Team. "Wenn er Tore braucht, sollte er ihn anrufen", erklärte Thioune mit Blick auf Bundestrainer Klopp.

Dabei hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler die Tür für Füllkrug bereits eine Woche zuvor geöffnet. Im "SPORT1-Doppelpass" erklärte Völler, dass Klopp die Leistungen des Mittelstürmers in den kommenden Spielen verfolgen werde. Gleichzeitig verwies er auf die langfristige Perspektive bis zur EM 2028.

Füllkrug selbst hatte bereits nach dem 2:2 bei Borussia Dortmund betont, dass er grundsätzlich für die Nationalmannschaft zur Verfügung stehe, sollte er gebraucht werden.

Die Argumente für ein Comeback werden jedenfalls immer zahlreicher. Doch Füllkrug ist längst nicht der einzige deutsche Stürmer, der sich zuletzt in den Vordergrund gespielt hat.

Wer hat aktuell die besten Karten bei Klopp? ran rankt die deutschen Angreifer.

10. Tim Kleindienst (A-Nationalmannschaft; Borussia Mönchengladbach)

Der Angreifer bleibt vom Verletzungspech verfolgt. Nach seiner langen Knieverletzung muss Kleindienst erneut einen Rückschlag verkraften.

Wie Gladbach-Trainer Alexander Blessin bestätigte, hat sich der 31-Jährige im Training einen weiteren Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen.

Damit fällt er vorerst wieder aus. Angesichts der langen Verletzungshistorie und der fehlenden Spielpraxis ist eine baldige Rückkehr ins DFB-Team derzeit schwer vorstellbar.

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9. Deniz Undav (A-Nationalmannschaft; VfB Stuttgart)

Auch für Deniz Undav läuft die Saison weiterhin nicht nach Wunsch.

Bei der 0:1-Niederlage des VfB Stuttgart beim Hamburger SV blieb der 30-Jährige erneut ohne Treffer. Besonders bitter: In der ersten Halbzeit scheiterte der Angreifer am Pfosten.

Eine Woche später beim 2:3 gegen das bis dato punktlose Borussia Mönchengladbach saß Undav zunächst auf der Bank und kam erst zur 55. Minute für Dzenan Pejcinovic, blieb jedoch erneut ohne Torbeteiligung.

Unter Klopp wurde er bislang nicht für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Dabei hatte er bei der WM 2026 noch als Joker auf sich aufmerksam gemacht.

Der Stuttgarter muss seine Chancen künftig wieder konsequenter nutzen, um sich für ein Comeback zu empfehlen. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht.

8. Dzenan Pejcinovic (U21; VfB Stuttgart)

Der 21-Jährige unterstrich zuletzt vor allem in der U21 sein Potenzial.

Beim 2:0-Sieg gegen Georgien erzielte Pejcinovic beide Treffer und hatte damit entscheidenden Anteil an der erfolgreichen EM-Qualifikation.

Im Verein läuft es bislang allerdings schwieriger. Nach seinem Dreierpack im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock wartet er beim VfB weiterhin noch auf den endgültigen Durchbruch.

Mit seiner Physis und seinem Pressingverhalten bringt Pejcinovic interessante Voraussetzungen mit. Kurzfristig scheinen andere Kandidaten jedoch näher am DFB-Team zu sein.

7. Paris Brunner (U21; AS Monaco)

Brunner erlebt in Monaco einen starken Saisonstart. Zuletzt war der 20-Jährige auch auf europäischer Bühne erfolgreich.

Beim 2:1-Erfolg gegen ZSKA Sofia in der Conference League steuerte er ein Tor und eine Vorlage bei. Es war bereits sein siebter Pflichtspieltreffer der laufenden Saison.

Auch in der deutschen U21 hat Brunner bereits seine Qualitäten unter Beweis gestellt.

Allerdings ist seine Zukunft auf Nationalmannschaftsebene noch nicht endgültig geklärt. Neben Deutschland könnte er auch für die Demokratische Republik Kongo auflaufen.

Sollte Brunner seine Leistungen bestätigen, dürfte der Weg in die A-Nationalmannschaft perspektivisch ein Thema werden.

Paris Brunner bejubelt seinen Debüttreffer für die U21

Bild: picture-alliance/dpa/SID/Oksana Dzadan


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6. Jonathan Burkardt (A-Nationalmannschaft; Eintracht Frankfurt)

Der Frankfurter war bereits während Klopps erster Länderspielphase Teil des DFB-Aufgebots.

Bei seinen Einsätzen konnte Burkardt allerdings nur bedingt überzeugen. In Griechenland wurde ihm immerhin ein Treffer wegen eines Handspiels in der Entstehung aberkannt.

Bei der Eintracht bildet er gemeinsam mit Younes Ebnoutalib eine Doppelspitze.

Beim 1:0 gegen den 1. FC Köln standen beide von Beginn an auf dem Platz. Den entscheidenden Treffer erzielte allerdings sein Sturmpartner. Und auch beim 0:1 beim BVB stürmte das Duo erneut.

Burkardt bleibt aufgrund seiner Erfahrung und seines Gesamtpakets interessant. Ein unumstrittener Stammplatz im DFB-Team ist daraus bislang nicht geworden.

5. Nick Woltemade (A-Nationalmannschaft; Juventus Turin)

Nach zuletzt schwierigen Wochen konnte Woltemade unter der Woche ein Erfolgserlebnis feiern.

Beim 2:1-Sieg von Juventus Turin gegen Celta Vigo in der Europa League erzielte der 24-Jährige den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Bei der Nationalmannschaft erhielt Woltemade unter Klopp bereits eine Chance in der Startelf. Gegen Serbien zeigte er großen Einsatz, blieb vor dem Tor allerdings glücklos.

Seine technischen Qualitäten und seine körperliche Präsenz machen ihn zu einer interessanten Alternative.

4. Younes Ebnoutalib (A-Nationalmannschaft; Eintracht Frankfurt)

Ebnoutalib gehört zu den Profiteuren von Klopps Neuanfang.

Der 23-Jährige feierte in der vergangenen Länderspielphase sein Debüt und stand gegen Griechenland sogar in der Startelf.

Am Freitagabend lieferte er das nächste Argument für eine erneute Nominierung. Beim 1:0-Sieg der Eintracht gegen den 1. FC Köln erzielte Ebnoutalib in der 77. Minute den entscheidenden Treffer. Eine Woche später im Spitzenspiel in Dortmund blieb er wie auch Sturmkollege Burkardt ohne Treffer.

Der körperlich robuste Angreifer bringt Eigenschaften mit, die Klopp für sein Sturmzentrum gebrauchen kann.

Dass er nun auch auf Vereinsebene wieder entscheidend war, dürfte seine Aussichten nicht verschlechtern.

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Younes Ebnoutalib absolvierte unter Klopp seine ersten beiden Länderspiele für Deutschland

Bild: Kirchner-Media


3. Niclas Füllkrug (Werder Bremen)

Vom Außenseiter zu einer der interessantesten Optionen für Klopp: Füllkrug hat sich mit seiner Torserie eindrucksvoll zurückgemeldet.

Nach seinen schwierigen Stationen bei West Ham United und der AC Mailand blüht der 33-Jährige an der Weser wieder auf.

Acht Tore in sieben Bundesliga-Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Hinzu kommt seine bemerkenswerte Bilanz im DFB-Trikot: In 24 Länderspielen gelangen ihm 14 Treffer.

Vor allem als klassischer Strafraumstürmer und Kopfballspieler könnte Füllkrug dem deutschen Spiel eine zusätzliche Dimension verleihen.

Allerdings setzt Klopp bislang bewusst auf jüngere Spieler. Mit Blick auf die EM 2028 ist Füllkrug deshalb nicht unbedingt die langfristige Lösung.

Für die kurzfristigen Aufgaben in der Nations League könnte er aber durchaus noch einmal interessant werden.

Füllkrug traf auch gegen den SC Paderborn

Bild: IMAGO/Nordphoto


2. Nicolo Tresoldi (U21; FC Brügge)

Der vielleicht spektakulärste Auftritt eines deutschen Stürmers in jüngerer Zeit ging auf das Konto von Nicolo Tresoldi.

Der 22-Jährige schoss den FC Brügge in der Champions League mit einem Dreierpack zum sensationellen 4:3-Auswärtssieg bei Inter Mailand.

Bereits in der deutschen U21 hatte Tresoldi mit zahlreichen Toren für Aufsehen gesorgt.

Seine Entwicklung verläuft rasant. Gleichzeitig bleibt seine Zukunft auf Nationalmannschaftsebene spannend, denn aufgrund seiner Herkunft könnte sich der in Italien geborene Angreifer auch für die italienische Auswahl entscheiden.

Für Klopp wäre Tresoldi eine interessante Perspektivlösung. Angesichts seiner Leistungen auf internationaler Bühne könnte die erste Berufung in die A-Nationalmannschaft näher rücken.

1. Kai Havertz (A-Nationalmannschaft; FC Arsenal)

Trotz der starken Konkurrenz bleibt Havertz für den Moment die naheliegendste Option in Klopps Sturmzentrum.

Der Arsenal-Profi bringt nicht nur die größte Erfahrung auf internationaler Bühne mit, sondern kann auch mehrere offensive Rollen übernehmen.

Nach seiner Muskelverletzung aus dem Nations-League-Spiel gegen die Niederlande kehrte der 27-Jährige bereits am 10. Oktober in die Startelf der "Gunners" zurück.

Auch in der Champions League setzte Havertz wieder Akzente. Beim 3:0 gegen den OSC Lille bereitete er den Treffer von Bukayo Saka vor. Am nächsten "Königsklassen"-Spieltag beim 2:2-Kracher gegen den FC Bayern München stand er in der Startelf.

Seine Vielseitigkeit, sein Kopfballspiel und seine Erfahrung sprechen weiterhin für Havertz.

Allerdings hat Klopp inzwischen zahlreiche Alternativen zur Verfügung. Besonders die aktuelle Form von Füllkrug sowie die Entwicklung von Tresoldi und Ebnoutalib dürften die Konkurrenzsituation verschärfen.

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