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DFB-Team - Gladbach-Talent Wael Mohya im Fokus: Von der Regionalliga in die Nationalelf

Veröffentlicht:

von Kai Esser

ran Fußball

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Videoclip • 04:12 Min


Wael Mohya ist die Überraschung im DFB-Kader von Jürgen Klopp. Ihn zeichnet in ganz jungen Jahren weit mehr aus als nur seine technischen Fähigkeiten.

Als er auf seinen jüngsten Kaderspieler angesprochen wurde, grinste Jürgen Klopp bereits.

"Es gibt nicht viele 17-Jährige, die aktuell Bundesliga spielen - das alleine ist ja schon ein herausragendes Merkmal", lobte er den offensiven Mittelfeldspieler Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach.

Und im Hause Mohya selbst? "Ich habe es beim Abendessen meinen Eltern gesagt und die haben sich natürlich sehr gefreut, auch angefangen zu weinen. Ich habe mich natürlich auch tierisch gefreut. Es bedeutet mir sehr, sehr viel."

Der Borusse hat sich in rekordverdächtigem Tempo in die Nationalelf gespielt. Und das nicht nur, weil er ein hervorragender Fußballer ist.

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Wael Mohya: Von der Regionalliga in die Nationalmannschaft

2016 bereits wechselte der siebenjährige Wael aus der Jugendabteilung des SV Straelen, direkt zwischen Mönchengladbach und der niederländischen Stadt Venlo gelegen, zu den Fohlen.

Bereits damals hatten die Scouts gesehen, dass in ihm ein klein wenig mehr Talent steckt, als vielleicht in anderen Kids dieses Alters. Seitdem trägt Mohya die Raute auf der Brust.

Über alle Altersklassen hinweg zeigte sich seine Klasse, in der U17 gehörte er zu den Besten, sodass er die U19 und U23 beinahe übersprang. Erst im November 2025 gab er sein Startelfebüt im Profifußball, in der viertklassigen Regionalliga West. Dass das mit 0:6 gegen Rot-Weiß Oberhausen verloren ging - geschenkt.

Schon zuvor hatte der damalige Trainer Eugen Polanski Mohya mehr als auf dem Schirm. In der 2. Runde des DFB-Pokals schnupperte er für vier Minuten erstmals Borussia-Park-Luft. Längst war klar: Moyha wird früher oder später fixer Teil der ersten Mannschaft sein.

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Borussia Mönchengladbach: Eigene Fans als Charaktertest

In der Saison 2026/27 ist Mohya aus der ersten Mannschaft bereits gar nicht mehr wegzudenken, der Regionalliga West oder der Junioren-Bundesliga längst entwachsen.

Mit der ersten Mannschaft hat sich allerdings auch das Fan-Aufkommen um ein Vielfaches erhöht, statt rund 500 Zuschauende gegen Oberhausen kommen circa 50.000 in den Borussia-Park.

Damit steigt auch zwangsläufig die Emotionalität - die nicht immer positiv behaftet sein muss. Nach dem 3:4 gegen die SV Elversberg wollte Kapitän Tim Kleindienst die Mannschaft laut Beobachtern von den vor Wut schäumenden Fans fern halten.

Ein 17-Jähriger stellte sich jedoch und hörte sich den Frust der Borussia-Fans an. Resilient und standhaft.

Es zeigt nicht nur, dass er als Teenager mit schwierigen Situationen bereits umzugehen weiß. Es zeigt vor allem: Dieser Klub, bei dem Mohya die Mehrheit seines Lebens verbrachte, ist mehr als nur ein Klub. Jeder aus der Region weiß: Wer in diesem Teil Deutschlands groß wird, ist nun einmal Borusse, ganz unweigerlich.

Wael Mohya

Bild: picture-alliance/HMB Media/SID/Hendrik Hamelau


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Moyha: Als Publikumsliebling zum DFB

Und seitdem geht es bergauf. In zuletzt drei Startelfeinsätzen scorte er drei Mal. Nicht umsonst ist er bereits Publikumsliebling in Gladbach. Der Name, den sich die Jungs auf ihr Trikot drucken lassen, die in dem Alter sind, in dem er selbst zum Verein kam.

"Die Gespräche waren top", schwärmt Klopp von seinem Neuling. Sein Vereinstrainer Alexander Blessin ergänzt: "Es macht Spaß, ihm zuzuschauen."

Sein Tempo, seine enge Ballführung und seine Quirligkeit sind zudem Qualitäten, die nicht nur die Fohlen als Tabellenletzter gebrauchen können, sondern auch der DFB. Nicht zuletzt deshalb lud der Neu-Bundestrainer ihn ein, auch wenn es vorerst ein "Beschnuppern" sein soll.

Ob Mohya zum jüngsten DFB-Debütanten seit 1910 wird, ist noch offen. "Wir müssen sehen, ob es für den Kader reicht", bremste Klopp bereits die Erwartungen. Von "beschützen" sprach sogar Blessin.

Es macht jedoch den Anschein, als müsse der 17-Jährige Wael vom Niederrhein gar nicht geschützt werden, so resilient und gleichzeitig unbekümmert, wie er Fußball spielt.

Und Unbekümmertheit ist genau das, was sowohl Borussia Mönchengladbach als auch der DFB gerade am besten brauchen können.

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