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DFB-Team: Jürgen Klopp verrät Grund für Ausraster - "Fällt mir bis heute schwer"
Aktualisiert:
von Dominik Hagerran Fußball Bundesliga
DFB: Jürgen Klopp zurück in Mainz!
Videoclip • 01:01 Min
Mit seiner impulsiven Art hat Jürgen Klopp schon immer polarisiert. Nun hat der Bundestrainer verraten, warum er insbesondere in der Vergangenheit zu Wutanfällen neigte.
Jürgen Klopp gilt als äußerst temperamentvoll, emotional und leidenschaftlich. Während so mancher Trainer die Partien seines Teams gelassen von der Bank verfolgt und sich auch von umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen nicht in Rage bringen lässt, neigte Klopp zumindest in der Vergangenheit gerne mal zu Wutanfällen.
Auf viele wirkt Klopp auch deswegen so authentisch, während sich andere an seiner Art eher stören. Der neue DFB-Coach verriet nun im Interview mit der Zeitschrift "Sports Illustrated", was eigentlich hinter den Wutanfällen steckt.
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DFB-Team: Jürgen Klopp stört sich an Ungerechtigkeiten
"Ich bin ein Gerechtigkeitsfanatiker", verriet der frühere Coach des 1. FSV Mainz 05, von Borussia Dortmund und vom FC Liverpool.
"Es fällt mir bis heute schwer, das Gefühl der Ungerechtigkeit hinzunehmen. Da helfen auch keine Argumente wie: 'Das passiert den anderen auch' oder 'Das gleicht sich irgendwann wieder aus.' Ich bin ein emotionaler Mensch. Wenn mir etwas wichtig ist, dann investiere ich alles, und man sieht das", machte er deutlich.
Sein emotionales Gemüt hat zu so mancher hitzigen Diskussion mit Schiedsrichtern oder gegnerischen Trainern geführt.
Klopp ist im Laufe der Jahre gelassener geworden
Der 59-Jährige weiß allerdings genau, dass nicht immer alles so laufen kann, wie er es sich erhofft. Mit fortschreitendem Alter ist auch Klopp inzwischen gelassener geworden. Der Bundestrainer gab selbst zu verstehen, dass er an Impulsivität verloren habe.
"Schiedsrichterentscheidungen, die ich als ungerecht empfinde, waren nicht mehr mein Problem. Deshalb konnte ich vieles gelassener betrachten", erkennt Klopp Unterschiede im Vergleich mit seinem früheren Ich. Auch seine Rolle als Head of Global Soccer im Red-Bull-Kosmos soll ihm geholfen haben, ruhiger zu werden.
Wertvoll war für ihn insbesondere die Erfahrung, den Fußball auch mal aus einer anderen Perspektive erlebt zu haben.
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Wie tritt Klopp als Bundestrainer auf?
Muss man nun aber befürchten, dass Klopp als Bundestrainer nicht mehr das Feuer ausstrahlt, das ihn bei seinen früheren Stationen so besonders und auch so erfolgreich gemacht hat?
Davon ist im Prinzip nicht auszugehen. Würde Klopp den absoluten Hunger auf Erfolge nicht mehr spüren, hätte er den Bundestrainer-Posten gewiss nicht angetreten.
Bis jetzt wirkt Klopp in seiner Rolle akribisch, gewissenhaft, präsent und voller Tatendrang. Nicht umsonst hat er einigen Klubs einen Besuch abgestattet, mit Spielern und Trainern gesprochen und ist regelmäßig in den Stadien mit dabei.
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Bitter für Jürgen Klopp: Den besten Stuttgarter kann er nicht fürs DFB-Team haben
Welchen Klopp wir als DFB-Trainer genau sehen werden, wird sich vielleicht schon in wenigen Wochen zeigen. Sein Debüt wird am 24. September beim Nations-League-Auftakt in den Niederlanden erfolgen. Ein Prestige-Duell, das definitiv Raum für Emotionen lässt.
Es wird in der Klopp-Ära aber auch auf andere Dinge ankommen. Der Bundestrainer muss Lösungen auf den Problempositionen finden, die Mentalität der Truppe fördern und ein funktionierendes Spielsystem entwickeln.
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