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Deutsche Nationalmannschaft

DFB-Team: Lothar Matthäus lobt und warnt Jürgen Klopp: "Er muss auch verstehen, dass…"

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

SAT.1-Frühstücksfernsehen

Klopp will Fahne zurück

Videoclip • 03:53 Min • Ab 12


Lothar Matthäus zeigt sich von Jürgen Klopp beeindruckt. Der Rekord-Nationalspieler richtet jedoch auch eine Warnung an den Bundestrainer.

Bundestrainer Jürgen Klopp hat mit der Nominierung von 44 Spielern für die kommenden Länderspiele auf Anhieb ein Zeichen gesetzt. Der 59-Jährige startete in seine Mission mit einer mitreißenden Pressekonferenz, in der er seine Visionen klar schilderte.

Selbst Experte Lothar Matthäus zeigte sich vom ersten großen Auftritt des neuen Bundestrainers absolut angetan. "Das war eine der besten Pressekonferenzen, die ich je gesehen habe", so das deutliche Urteil des deutschen Rekordnationalspielers.

Neben dem Auftreten sieht Matthäus auch die Entscheidungen von Klopp absolut positiv. "Nicht nur die Spielernominierung, auch die Aufteilung in zwei Kader, was ich super finde. Es ist wichtig, dass der Bundestrainer die Spieler, den Charakter der Spieler kennenlernt. Also nicht nur die Qualität, sondern auch das Verhalten in der Gruppe. Und deswegen verstehe ich Jürgen Klopp", führte er aus.

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Klopp in aller Munde: Matthäus warnt trotzdem

Tatsächlich hat es Klopp geschafft, für seine ersten Nominierungen kaum Gegenwind erhalten zu haben. Selbst aus den Lagern der Nichtberücksichtigten ist kein böses Blut zu vernehmen. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass er die Betroffenen offen und transparent kontaktiert hat.

Matthäus warnt Klopp allerdings auch davor, dass er früher oder später auch mit negativen Reaktionen rechnen muss.

"Er muss auch verstehen, dass 83 Millionen nicht alle seine Meinung haben, sondern jeder hat ja seinen Favoriten in der Mannschaft. Der Stuttgart-Fan will die Stuttgarter Spieler sehen, der Kölner Fan will den sehen. Also da wird es natürlich auch mal Diskussionen geben und die muss es geben im Fußball", führte der frühere Bayern-Star aus. Jürgen Klopp habe aber "als Bundestrainer die Verantwortung".

DFB-Team: Matthäus versteht Undav-Fehlen

Mit der Nichtberücksichtigung von Deniz Undav hat Klopp bereits eine kontroverse Entscheidung getroffen, die sicherlich nicht allen geschmeckt hat. Matthäus zeigte aber Verständnis für den Klopp-Entschluss.

"Zur Zeit läuft es nicht so ganz rund bei ihm, nicht nur mit den Toren und den Vorbereitungen, sondern er ist weniger im Spiel eingebunden, bringt sich weniger im Spiel ein. Das liegt ja nicht an der Mannschaft, das liegt auch an ihm. Und vielleicht war alles ein bisschen viel für Deniz in den letzten Monaten", vermutete er.

Der Bundestrainer machte aber auch deutlich, dass die Tür für Undav und die anderen Nichtnominierten keineswegs zu sei.

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Deutsche Nationalmannschaft: Das Kennenlernen steht im Mittelpunkt

Während die Qualitäten von Undav ohnehin bekannt sind, wird Klopp in den kommenden Tagen auch mit Akteuren zusammenarbeiten, die vielen bislang kaum ein Begriff sind. Der gesamte Ablauf dürfte deutlich von einem normalen Prozedere abweichen.

"Es geht darum, dass der Trainer das Recht hat, die Spieler besser kennenzulernen und nicht nur, wenn er zuschaut. Sondern dass er sie bei sich hat, dass er mit ihnen reden kann, dass er sie auf etwas hinweisen kann, seine Spielidee übermitteln", gab Matthäus zu verstehen. "Und ich glaube, besser kann man es nicht regeln", machte er deutlich.

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Deutschland vor vier Nations-League-Partien

Das DFB-Team wird im Rahmen der Länderspielphase vier Nations-League-Partien bestreiten. Das erste Match steigt am 24. September in den Niederlanden, ehe es am 27. September gegen Griechenland geht. Im Anschluss weichen fast alle Spieler aus Kader eins für Kader zwei. Dieser bestreitet die Partien gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober).

Zwar könnte sich die Zweiteilung des Kaders negativ auf das Abschneiden in der Nations League auswirken, jedoch ist es nicht an der Zeit, auf Ergebnisse zu schauen. Vielmehr steht der langfristige Weg in Richtung EM 2028 und WM 2030 im Vordergrund.

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