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Sieg in der Nations League vs. Serbien

DFB-Team ohne Kimmich: Dieses Spiel war ein Blick in die Zukunft - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Tobias Hlusiak

ran Fußball

DFB-Team: Urbig bekam Nachrichten von Neuer und Ulreich

Videoclip • 02:42 Min


Jürgen Klopp bietet gegen Serbien ein Mittelfeld ohne Joshua Kimmich auf. In Abwesenheit des etatmäßigen Kapitäns läuft es gut im deutschen Zentrum. Das dürfte mehr als ein Fingerzeig sein. Ein Kommentar.

Aus München vom DFB-Team berichtet Tobias Hlusiak

Es gibt eine Theorie, die besagt, Jürgen Klopp habe nur zwei unterschiedliche DFB-Kader nominiert, um ohne große Diskussion testen zu können, wie eine deutsche Nationalmannschaft ohne Joshua Kimmich funktioniert.

Und so ganz weit hergeholt, scheint sie tatsächlich nicht zu sein.

"Auch Jo - das wünsche ich ihm nicht - kann theoretisch verletzt sein oder sonst was. Wir müssen also gucken, was passiert, wenn er nicht da ist. Und wir müssen auch gucken, wie eine Gruppe funktioniert, wenn die ganz großen Köpfe nicht da sind.", erklärte der Bundestrainer freimütig.

Das ist nachvollziehbar. Bemerkenswert aber ist auch: Als sich der Kapitän in den vergangenen Tage geradezu aufdrängte, darum bat, doch bleiben zu dürfen, öffnete Klopp die Tür nicht.

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DFB-Team: Drei Stars liefern im Mittelfeld groß ab

Und so gaben gegen Serbien andere den Takt im deutschen Zentrum vor.

Tom Bischof rückte für Kimmich in die Mannschaft. An seiner Seite bekleidete Aleksandar Pavlovic die Sechs. Beide fanden einen guten Draht zu Florian Wirtz, der auf der Zehn groß aufzockte.

Um es auf den Punkt zu bringen: Alle drei machten ein herausragendes Spiel.

Besonders Bischof gefiel in seiner Rolle als kluger Ballverteiler mit blitzgescheiten Pässen, Seitenwechseln, schnellen Drehungen und Bissigkeit im Gegenpressing.

Das Spiel des U21-Kapitäns hatte - besonders im Zusammenspiel mit Pavlovic - Witz, Tiefe und Tempo. Wirtz profitierte dermaßen von seinen Hintermännern, dass er - besonders im zweiten Durchgang - geradezu befreit wirkte.

Jürgen Klopp: Szenarien ohne Kapitän Kimmich?

Kimmich sah von der Tribüne aus an, wie Bischof die Führung erzielte und der Liverpooler zum Endstand erhöhte.

Der 116-fache Nationalspieler ist ein Teamplayer und hat - besonders beim DFB - schon viel gesehen. Er wird sich deshalb ehrlich für seine Kollegen gefreut haben.

Kimmich weiß aber auch, dass er nun erstmals seit knapp zehn Jahren in der Nationalmannschaft nicht gänzlich unantastbar erscheint - er wird sich strecken müssen.

Der neue Bundestrainer experimentiert, hat den Raum für jede Menge Spieler geöffnet. Klopps Klassenbuch ist leer. Jeder startet bei Null.

Viele Konstellationen sind denkbar. Auch ohne den langjährigen Kapitän? Ganz bestimmt.

Endlich Zeit zum Jubeln: Bundestrainer Jürgen Klopp (l.) feiert gegen Serbien seinen ersten Sieg

Bild: Beautiful Sports International


DFB-Team: Bischof und Co. müssen diese Leistung bestätigen

Allerdings sollte man den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen.

Der Sieg gegen Serbien war wichtig, die Leistung stark und der zweite Kader machte einen besseren Eindruck als Nummer eins.

Dennoch kann all das nach dem abschließenden vierten Spiel dieser Nations-League-Phase in Griechenland schon wieder ganz anders aussehen. Das Fußballgeschäft ist schnelllebig.

Auch deshalb werden Pavlovic und Bischof erst noch beweisen müssen, ob sie Kimmich dauerhaft überspielen können, wenn er auch im Aufgebot steht.

Der schwungvolle Auftritt des deutschen Zentrums gegen Serbien, war ein Blick in die Zukunft. Die Frage ist aber, wie schnell sie beginnt...

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